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Dienstag, 13. Dezember 2016

Rezension ~ Die Beutelschneiderin

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Beutelschneiderin
Autor: Helga Glaesener
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 27. Februar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351019
ISBN-13: 978-3471351017
Genre: Historischer Roman



Über die Autorin

Helga Glaesener wurde im November 1955 in Oldenburg, Niedersachsen als eines von sechs Geschwistern geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1975 Mathematik und Informatik. Mit dem Schreiben begann sie erst nach ihrem Umzug nach Ostfriesland 1989 und veröffentlichte ihr Debüt »Die Safranhändlerin« nach einigen Rückschlägen mit vorangegangenen Manuskripten 1996. Ihr Werk umfasst sowohl historische Romane, als auch Kriminalromane und Fantasyromane. Seit 2009 schreibt sie unter dem Pseudonym »Tomke Schriever« Kriminalromane. Seit 2010 lebt sie zusammen mit ihrem Mann und fünf Kindern wieder in Oldenburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nürnberg, 1522: Die Gaunerin Cressi Nabholz kennt jeden Trick. Als Junge verkleidet, stiehlt sie sich munter durch Nürnbergs Gassen und träumt doch von einem besseren Leben. Bis man sie auf frischer Tat ertappt. Bei der Gerichtsverhandlung wird der junge Geistliche David auf Cressi aufmerksam. Er fasst sich ein Herz und rettet sie durch eine Lüge. Von diesem Tag an kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Ihr Schicksal scheint auf verhängnisvolle Weise miteinander verwoben zu sein …


Rezension/Meinung

Für alle, die den Titel eventuell ein bisschen verwirrend finden, da sie dem mittelalterlichen Sprachgebrauch nicht so nahe stehen, es handelt sich bei einer Beutelschneiderin bzw. einem Beutelschneider um einen Taschendieb, nicht um eine Person, die Beutel schneidert.

Was mir sehr gefallen hat, ist diese Kombination aus Krimi und historischem Roman, die sich in diesem Buch bietet, da ich selbst einfach sehr gern Krimis lese und zudem auch noch die Geschichte interessant finde. Dabei ist es hier einfach zu gut kombiniert, dass man einen großen Spannungsbogen über das Buch hinweg hat und die Dinge, die noch so alle rund um die titelgebende Beutelschneiderin Cressi und den Geistlichen David, der ihr zur Rettung wird, geschieht und zudem viel zu den Missständen und allgemeinen Begebenheiten dieser Zeit erfährt. Gerade auch die Zeit um 1522, während der Bauernkriege ist eine, von der ich bisher seltener gelesen habe, bzw. bei der nie so direkt darauf hingewiesen wurde, die ich aber auch sehr spannend von der allgemeinen Ausgangslage her empfinde. Von daher hat das Buch einfach schon viele Punkte, die es für mich sehr interessant und auch spannend machen.

Zudem lebt die Geschichte auch einfach davon, dass Cressi und David zwar zwei sehr unterschiedliche, mir aber sympathische Charaktere sind. Vor allen Dingen auch Cressi ist einfach sehr authentisch. Ich kann einfach alle ihre Handlungen und Gedankengänge so gut nachvollziehen und wenn man bedenkt, wei schwer das Leben damals teilweise ist und was ihr so alles widerfährt, muss man schon sagen, dass sie auch ein Charakter ist, den man ziemlich bewundern kann.

Für mich ein wirklich gelungener Roman, der beim Lesen viel Spaß macht, bei dem man noch einiges über die Zeit um 1522 rund um Nürnberg lernen kann und der zudem wirklich spannend ist und auch, wenn man sich manchmal ein wenig wundert, was für Handlungen mancher Charakter da durchführt, da man zunächst den Sinn und Zweck nicht direkt erkennen kann, macht am Ende alles Sinn, ist logisch nachvollziehbar und man lernt immer mehr zu verstehen, welche Motive hinter einzelnen Handlungen stehen.


Fazit


Ein sehr gelungener historischer Roman, mit spannendem Krimianteil und einer sehr sympathischen Protagonistin.

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