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Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension ~ Die Blutschule

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rohde (Sebastian Fitzek)
Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 8. Oktober 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404172671
ISBN-13: 978-3404172672
Genre: Horror / Myterie-Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sein aktueller Roman Passagier 23 wurde im Oktober 2014 bei Droemer Knaur veröffentlicht. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ... 


Rezension/Meinung

Zu Beginn rechnet man bei diesem Werk noch damit, dass es sich um einen normalen Thriller handeln dürfte, merkt aber schnell, dass es doch eher zu einem Thriller mit einem großen Anteil Mysterie wird. Etwas verwirrend ist der Aspekt, warum der Vater im Klappentext so dargestellt wird, als entpuppt dieser sich als Monstrum, denn zu Beginn des Buches ist er wirklich noch richtig sympathisch und die Familie auch sehr harmonisch. Das Einzige, was man sofort merkt, richtig überzeugt sind Mutter und Kinder von dem Umzug noch nicht und auch das Haus, in das sie ziehen entspricht nicht ganz dem, was ihnen erzählt wurde. Es ist eher so, dass der Ort im Allgemeinen ziemlich heruntergekommen wirkt.

Mark und Simon sind dabei beides Protagonisten, die ich sehr mag und ich finde es auch sehr sympathisch, dass die beiden Brüder so eng zusammen stehen und zusammen halten. Besonders, da das Umfeld in diesem Dorf merktlich unsympathisch ist. Vor allem die anderen Kinder bzw. Jugendlichen, auf die die beiden treffen. Selbst der Nachbar, der wegen Kindesmissbrauch, der ihm nachgesagt wird, sehr suspekt von allen im Ort gesehen wird und vor denen Max und Simon schnell gewarnt werden, ist deutlich sympathischer, als diese Truppe Jugendlicher. Man merkt daher sehr schenll, dass bei denen auch irgendetwas nicht ganz stimmig ist.

Nach und nach offenbart sich dann auch, dass dies nicht logisch erklärbarer Natur ist, sondern durch etwas eher Übersinnliches, Mysteriöses ausgelöst wird. Die Veränderung, die dann mit einigen der Charaktere vor sich geht und auch der Horroraspekt, der dann deutlich zum Tragen kommt, ist vom Autor sehr gut herausgearbeitet worden. Allgemein muss ich nur gestehen, zieht sich das Buch zu sehr an Klischees aus diesem Genre lang, was ich ein wenig langweilig empfinde, ebenso wie den langen auftakt, bis dann endlich richitig etwas passiert, auch wenn es ansonten nicht schlecht geschrieben ist.

Wohl am interessantesten und gut zu wissen, es handelt sich bei "Die Blutschule" um das Werk, das Max Rohde, der Protagonist aus Fitzeks "Das Joshua-Profil" geschrieben haben soll, wodurch ich es stimmiger finde, wenn man beide Bücher lesen möchte, dass man mit dem unter Fitzeks Namen anfängt.
Allgemein mal ein anderes und irgendwie interessantes Werk des Autors, auch wenn ich seine Thriller persönlich doch lieber mag.


Fazit


Ein mal ein wenig anderes Werk aus der Feder Fitzeks, das sich vor allen Dingen dadurch abhebt, dass es eher in Richtung Mysterie bzw. Horror tendiert, das aber leider etwas zu viele Klischees bedient, um richtig gut zu sein.


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