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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rezension ~ Die zerbrochene Welt

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die zerbrochene Welt
Autor: Ralf Isau
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 21. Februar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268714
ISBN-13: 978-3492268714
Genre: Fantasy
Reihe: Die zerbrochene Welt
Band: I


Über den Autor

Ralf Isau hat all seine für ihn wichtigen Werte von seinen Eltern vermittelt bekommen. Seine Mutter, eine Pelznäherin, brachte ihm den Glauben an Gott nahe. Von seinem Vater hat er die Erzählkunst. Sein Vater war ein sehr blumiger Erzähler und spielte Ralf oft auf seiner Mundharmonika vor, vor allem wenn dieser wieder einen Wutanfall hatte und das ganze Mietshaus in Westberlin zusamenbrüllte. Isau wollte nicht immer Schriftsteller werden, zum Beginn seiner Schulzeit hatte er sogar Probleme mit dem Schreiben, zeigte jedoch schon immer seine blühende Fantasie. Später begann er Gedichte zu schreiben und band seine Schulreferate wie Bücher ein. Ralf Isau wollte entgegen dem Wunsch seiner Eltern nach dem Abitur nicht studieren, sondern machte eine Ausbildung zum EDV-Kaufmann wobei er den Umgang mit Programiersprachen erlernte. Er merkte jedoch schnell, dass auch Programmieren nicht sein Traumberuf ist, so fing er 1988 an sein erstes Buch zu schreiben. Mit dem Roman wollte er seiner damals neunjährigen Tochter eine Freude machen. Das Buch sollte nur für sie sein, richtig dick sein und so spannend, dass man es zur Schlafenszeit noch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiterliest.Allerdings ist dieser Schmöker nicht sein erstes Buch, denn nach drei Jahren des Arbeitens daran stellt er fest, dass es immer noch nicht fertig ist. Um das Versprechen an seine Tochter dennoch einzulösen und ein eigenes Buch für sie zu schreiben, verfasst er eines an nur einem einzigen Tag und bindet den 'Drachen Gertrud' eigenhändig für seine Tochter in das Leder eines alten Stiefels ein. Als Michael Ende eine Lesung gab, schenkte Isau ihm eines seiner selbstgebundenen Werke. Dieser war gefesselt vom Drachen Gertrud und schickte das Buch seinem Verlag, der sich daraufhin bei Isau meldete und auch die Neschan Triologie herausbrachte. So begann die Karriere des Schriftstellers.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Welt Berith besteht aus unzähligen Inseln, die durch den Äther schweben. Als das grausame Volk der Dagonisier die Macht über das Reich an sich reißen will, überziehen sie es mit einem Krieg, der alles zu verschlingen droht. Einzig der Nebelwächter Taramis kann das Blutvergießen beenden. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt er alles daran, seine Welt vor den Dagonisiern zu retten. Doch ein grausamer Schicksalsschlag lässt den Helden fast versagen. Erst im Ange sicht der gefährlichsten Geheimnisse der zerbrochenen Welt gelingt es Taramis, sich auf seine Kräfte zu verlassen und die letzte Schlacht zu schlagen...


Rezension/Meinung

Bei Fantasy Romanen, die eher in Richtung High Fantasy gehen, wie es in meinen Augen bei »Die zerbrochene Welt« der Fall ist, also man als Leser in ein vollkommen unbekanntes Universum, eine vollkommen unbekannte Welt, bevölkert mit eventuell vollkommen unbekannten Wesen geworfen wird, ist es zunächst immer etwas schwerer sich dort wirklich zurecht zu finden.

Auch bei »Die zerbrochene Welt« dem ersten von drei Romanen, die in dieser zerbrochenen Welt spielen geht es mir so. Vor allen Dingen wohl auch, da die Wesen doch alle vollkommen unbekannt sind, denn mir ist bisher kein Drache, Elf oder ähnliches begegnet, sondern nur Wesen, wie die Schwallwesen, Ätherschlangen etc, mit denen man den Äther rund um die zerbrochenen Welten breisen kann. Also alles vollkommen unbekannt und dabei auch so groß, dass es mir zunächst nicht so einfach gefallen ist. Ich kann aber schon vorwegnehmen, am Ende dieses Buches habe ich die Welt in großen Teilen verstanden, auch wenn ich sicherlich noch nicht alles greifen kann.

Das mit der Einstieg ein wenig schwer gefallen ist, liegt sicher auch daran, dass er vor allem sehr temporeich ist, denn man wird sofort in die Geschichte hinein geschmissen, schon nach den ersten paar Seiten findet der erste Kampf statt und als Leser hat man von Tuten und Blasen eigentlich noch keine Ahnung. Gut dabei das Taramis ein Charakter ist, mit dem ich sehr schnell war geworden bin, auch wenn er sein Licht manchmal unter den Scheffel stellt. Vor allem seine spezielle Waffe, der Stab Ez ist auch ein sehr interessanter Aspekt, den der Autor in die Geschichte mit eingebracht hat.

Nachdem ich mich langsam eingewöhnt hatte, wurde die Geschichte auch immer spannender und interessant und ist es bis zum Ende geblieben. Dabei muss ich gestehen, man erwartet gar nicht mehr so unbedingt, dass es noch weitergehen wird, aber trotzdem ist das Ende offen genug, dass es weitergehen kann, was der Autor sehr gekonnt gemacht hat. Ich finde es nämlich gut, dass man das Buch sowohl als Teil der Reihe, aber auch als Einzelband lesen könnte.

Die Charaktere sind durch ihre spezifischen Eigenheiten, die teilweise daraus resultieren, was für Wesen sie eigentlich sind, richtig interessant und dieser Fantasy-Roman ist auch definitiv eher etwas für Erwachsene, gibt es doch einige eher heftige Szenen. Zumal er auch einen eher ernsten Anklang hat.

Für mich mal wieder ein sehr anderer Fantasy-Roman, was sicher auch an der Art der zerbrochenen Welt liegt, wie auch daran, dass die Wesen, die dort leben doch spezieller und so ganz anders sind, der mir selbst aber auch ehrlich Spaß gemacht hat.


Fazit


Ein gelungener Auftakt zur Reihe, der aber auch sehr gut als Einzelband mit etwas offenem Ende gelesen werden kann.

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