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Samstag, 17. Dezember 2016

Rezension ~ Eine Handvoll Sommerglück

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Eine Handvoll Sommerglück
Autor: Heike Wanner
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 6. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286607
ISBN-13: 978-3548286600
Genre: Belletristik



Über die Autorin

Geboren und aufgewachsen in Dortmund, verschlug es Heike Wanner zum Studium der BWL Ende der 80iger Jahre nach Kempten / Allgäu. Dort machte sie nicht nur meinen Abschluss als Dipl. Betriebswirtin, sondern lernte praktischerweise auch gleich ihren persönlichen Traumprinzen kennen. Seit fast zwanzig Jahren leben sie nun schon in Rhein-Main-Gebiet, und im Laufe der Zeit sind ein Sohn, zwei Wellensittiche und zwei Kaninchen hinzugekommen. Wenn Heike Wanner nicht gerade schreibt oder ihrem "normalen" Job bei einer Fluggesellschaft nachgeht, dann koche sie sehr gern, liest viel oder plant die nächste Reise.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Tod ihrer besten Freundin Alexandra ist für Christine ein Wendepunkt. Kurz entschlossen verlässt sie ihre Familie für einen Sommer und zieht auf eine Alm in den Bergen. Sie hofft auf Ruhe und will ein bisschen zu sich kommen. Doch bald entdeckt sie, dass man erst die Vergangenheit verstehen muss, um die Gegenwart richtig zu genießen …


Rezension/Meinung

Betrachtet man allein Cover und Titel, dann denkt man an einen lockeren, leichten Sommerroman, eine typische siechte Frauenlektüre, die zum Entspannen einlädt. Was man nicht sofort sieht, aber erahnen kann, wenn man dann den Klappentext liest, etwas mehr steckt dann doch hinter dem Roman, denn allein der Grund aus dem Christine auf die Alm fährt, ist sehr bezeichnend. Es ist nämlich doch ein sehr trauriger und tragischer Grund und aus diesem erwächst schon ein wenig Tiefgang, wie auch durch manche Begegnung, die Christine oben auf der Alm noch hat, wie ihren Nachbar Norbert.

Der Roman macht aber auch einfach Spaß beim Lesen, denn er hat auch sehr viele humoristische Momente, einige sehr sympathische Charaktere und er lässt einen ein wenig lernen, was man eigentlich am Leben schätzen lernen sollte, denn es kann doch immer wieder schneller vorbei sein, als man sich das einmal ausgemalt hat. Toll finde ich dabei die Idee, dass Lexi, Christines verstorbene Freundin, ihr eine Handvoll Briefe hinterlassen hat, die einfach wunderbar geschrieben sind, ein wenig zum Nachdenken anregen, einem vielleicht auch selbst manchmal ein wenig die Augen öffnen können, wenn man ähnliches kennt.

Es ist fast ein bisschen wundersam wie viele Themen die Autorin in diesem einen Roman unter bekommen hat, ohne dass er überladen wirkt, sowohl von Themen, als auch von Charakteren. Besonders lieb gewonnen habe ich Christines Tochter, Nachbar Norbert und Christine selbst, ihre Mutter Helga, ist wohl eine der wenigen Personen, die mir manchmal ein wenig auf die nerven gegangen ist, aber das darf in einem solchen Buch gerne, so sein.

Klar weiß man schon, wie alles letztendlich irgendwie ausgehen wird, denn solche Romane sind immer irgendwie vorhersehbar, aber alles in allem ist es einfach ein tolles und sehr gelungenes Buch, das mit vielen Emotionen daher kommt, aber auch einfach nur Spaß macht.


Fazit


Ein unterhaltsamer, teils humorvoller Roman, der aber auch seine sehr sanften und eher tiefsinnigen Augenblicke hat und einfach toll zu lesen ist.

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