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Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension ~ Im Wald

Allgemeine Informationen zum Roman 

Titel: Im Wald
Autor: Nele Neuhaus
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 14. Oktober 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550080557
ISBN-13: 978-3550080555
Genre: Krimi
Reihe: Taunuskrimi
Band: VIII


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe acht Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?


Rezension/Meinung

Der mittlerweile achte Band der Taunus-Krimi Reihe von Nele Neuhaus rund um Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff, die ab diesem Band ihren neuen Nachnamen Sander trägt, den sie durch die Heirat mit dem Direktor vom Opelzoo Christoph Sander erworben hat. Für mich auf den ersten Seiten erhrlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, dass Pia nun Sander heißt, aber daran habe ich mich dann doch schneller gewöhnt, als zunächst vermutet.

Insgesamt ist dieser achte Band in meinen Augen einer der besten Teile der Reihe, wenn nicht sogar der Beste, auch wenn es der wohl zunächst letzte mit einem Oliver von Bodenstein als Ermittler ist und das, wo man in diesem Band viel mehr über ihn, seine Persönlichkeit, seine Kindheit etc. erfährt, als in alle anderen Bänden zusammen. Für mich sehr schade, dass Oliver von Bodenstein eine Auszeit vom Dienst nehmen wird, aber ich hoffe ja, dass es vielleicht nur einen Band lang sein wird.

Der Ermittlungen, ausgelöst durch den Mord auf dem Campingplatz, bei dem einer aus dem Ort zu Tode kommt, den Oliver von Bodenstein schon aus seiner Kindheit und Schulzeit kennt und der dazu führt, dass das spurlose Verschwinden von Olivers von Bodensteins Kindheitsfreund Artur im Jahr 1972 wieder aufgerollt wird, da einige Indizien darauf hinweisen, dass die Fälle zusammen hängen könnten. Was man dann so alles über die Leute im Dorf und die Eigendynamik, die solche dörflichen Gemeinschaften entwickeln können erfährt und welche Blüten diese treiben kann, finde ich extrem spannend und interessant und hat mich richtig gefesselt beim Lesen. Zumal auch die Situation von Oliver von Bodenstein eine solche besondere ist, da er wirklich stark damit zu kämpfen hat, dass nicht immer alles so stimmt, was er so alles über gewisse Personen denkt etc. Besonders diesen Zwiespalt in dem er sich dadurch befindet, die Ermittlungen möglichst klar und objektiv zu sehen und sich nicht davon beeinflussen zu lassen, was er über die Menschen zu wissen glaubt, ist dabei einfach klasse heraus gearbeitet. Ebenso, wie Pia damit umgehen muss, dass ihr Chef dem Fall eigentlich schon ein bisschen zu nah ist.

Für mich ehrlich einer der besten Bände von Nele Neuhaus, der mir richtig viel Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn es allgemein eher ein ruhiger Krimi mit sehr vielen Informationen ist, die gesammelt werden und weniger einer, der sehr temporeich ist.


Fazit


In meinen Augen einer der beiden Bände der Reihe und ein richtig gelungener Krimi, der eher einen ruhigeren Anklang hat, aber trotzdem spannend ist.

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