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Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension ~ Knochenarbeit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Knochenarbeit
Autor: Kathy Reichs
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: Januar 2001
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453435575
ISBN-13: 978-3453435575
Originaltitel: Death du Jour
Genre: Thriller
Reihe: Temperance Brennan
Band: II


Über die Autorin

Kathleen Joan »Kathy« Reichs wurde 1950 in Chicago, Illinois als eine von drei Töchtern einer Musikerin und eines Geschäftsführers geboren. Sie studierte unter anderm Archäologie und ist heute neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin als forensische Antropologin tätig. So arbeitet sie für das Office of the Medical Examiner in North Carolina sowie das Laboratoire de Sciences Judiciaires et de Médecine Légale in Montréal. Sie lehrt außerdem als Professorin für Anthropologie an der University of North Carolina und an der Akademie des FBI in Quantico, Virginia. Reichs veröffentlichte 1997 ihren Debütroman »Déjà Dead« der im selben Jahr unter dem Titel »Tote lügen nicht« auch auf deutsch erschien. Für diesen Titel wurde sie mit dem »Arthur Ellis Award« der Crime Writers of Canada für die beste Erstveröffentlichung ausgezeichnet. Seitdem sind zahlreiche weitere Romane um die Protagonistin Temperence Brennan erschienen. In ihrem Jugendroman »Virals - Tote können nicht mehr reden« der ebenfalls 2010 erschien, ist die 14-jährige Nichte von Temperance Brennan Tory die Protagonistin. Mittlerweile umfasst diese Reihe ebenfalls mehrere Bände. In den Büchern verarbeitet Reichs ihre eigenen Erfahrungen als forensische Anthropologin, unterstreicht aber immer wieder, dass es sich bei der Protagonistin – um die sich auch die Fernsehserie »Bones – Die Knochenjägerin« dreht – keinesfalls ihr Alter Ego darstellt. Sie lebt heute mit ihrem Ehemann, dem Untersuchungsrichter Paul Reichs, in Charlotte, North Carolina und Montréal, Kanada.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Wahrheit der Knochen Grauenvolles erwartet die forensische Anthropologin Tempe Brennan, als sie in den kleinen Ort St. Jovice gerufen wird: ein niedergebranntes Haus mit sieben Leichen, zwei davon Babys, denen das Herz fehlt. Nur zu gern widmet sie sich deshalb ihrem anderen Auftrag – der Exhumierung der Ordensschwester Elisabeth Nicolet zwecks posthumer Heiligsprechung. Doch erst liegt die Nonne in einem falschen Grab, und dann entdeckt Tempe gemeinsam mit Detective Ryan eine entsetzliche Parallele zu dem Fall von St. Jovice. 


Rezension/Meinung

Der zweite Band um die forensische Anthropologin Temperance Brennan, die manchem auch aus der Serie "Bones - Die Knochenjägern" bekannt sein dürfte. Für mich war es die erste bewusste Begegnung mit diesem Charakter, da ich bisher weder eins der Bücher um sie gelesen, noch die Serie gesehen habe.

Der Einstieg in dieses Buch hat mir irgendwie gut gefallen, auch wenn er nicht ganz so übersichtlich war, da mir Temperance noch nicht so gut bekannt war und die Szene selbst etwas sehr surreales hatte mit dieser Ausgrabung der Knochen im tiefsten Winter. Ich musste mich ehrlich erstmal hinein finden und trotzdem muss ich zugeben, finde ich den Einstieg nicht schlecht, sondern sogar eher sehr stimmig zum restlichen Roman.

Die Figur der Temperance Brennan ist dabei für mich sehr interessant, da man nach und nach mehr über ihr Privatleben, wie auch ihren Charakter erfährt und obwohl sie tagein, tagaus mit Leichen zu tun hat, ist es doch interessant, wie unterschiedlich sie ihre Arbeit wahrnimmt. Im Fall der Nonne, die sie Exhumieren soll, was eher wissenschaftlich begründet ist, merkt man, dass es ihr sehr wenig ausmacht, aber sobald dann die Aktualität des Falls zunimmt, die Leichen weniger aus wissenschaftlichen, denn ermittlungstechnischen Gründen untersucht werden müssen, merkt man ihr an, dass sich die Einstellung deutlich ändert. Auch interessant finde ich Temperance Arbeits- und Wohnsituation, die ja durch die zwei sehr unterschiedlichen Orte schon interessant ist. Ebenso hat sie weder ein einfaches sehr direktes Privatleben, noch, wenn man ihre Verwandschaft mit hinein bringt. Für eine Serie finde ich es aber super, dass man auch aus diesem Bereich so einiges erfährt.

Für mich war es zwischenzeitlich etwas schwer, dass letztendlich drei unterschiedliche Fälle auf Temperances Tisch liegen und alle zunächst für sich genommen betrachtet werden können, aber dann, obwohl fast ein wenig unwahrscheinlich, zusammenwachsen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es durchweg spannend fand, auch wenn man manchmal Bedenken bekommen kann, ob man den Überblick immer noch hat oder er einem schon verloren gegangen ist.

Allgemein aber ein spannendes Buch, das noch ein bisschen Entwicklungspotential in seinem Handlungsverlauf bzw. Spannungsbogen hat, da ein bisschen weniger vielleicht dann doch mehr gewesen wäre. Trotzdem habe ich es sehr gern gelesen und auch Lust, es mit weiteren Büchern zu Temperance zu versuchen, auch wenn ich immer noch Probleme mit diesem Vornamen habe, da er mir so kompliziert vorkommt.


Fazit


Durch die vielen zunächst getrennt voneinander stattfindenen Handlungsstränge, die aber alle Temperance betreffen, vielleicht ein bisschen unübersichtlich, aber letztendlich ein gelungener Thriller, der auch die Spannung nicht vermissen lässt.

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