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Donnerstag, 8. Dezember 2016

Rezension ~ Samariter

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Samariter
Autor: Jilliane Hofman
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 31. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805208944
ISBN-13: 978-3805208949
Originaltitel: All the little pieces
Genre: Thriller


Über die Autorin

Jilliane Hoffman wurde 1967 in Long Island geboren. Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin arbeitete sie als stellvertretende Statsanwältin in Florida und beriet die Spezialeinheiten der Polizei. Ihren Beruf kündigte sie um "Cupido" zu schreiben, der schon seit langem in ihrem Kopf herumgeisterte. Ihre frühere Arbeit beim FDLE (Florida Department of Law Enforcement) beeinflusst ihre Geschichten sehr stark. Aber auch ihr privates Umfeld findet sich in den Geschichten wieder. Gerade mit "Mädchenfänger" konnte sie selbst extrem mitfiebern, da sie Mutter von zwei Töchtern ist. Außerdem möchte sie mit "Mädchenfänger" andere Mütter wachrütteln, sich mehr damit zu beschäftigen, was ihre Kinder machen, und auch die Schattenseiten des Internets wahrnehmen. 2012 erschien "Argus", das an ihren internationalen Bestseller "Cupido" anknüpft. Jahre nach den Cupido-Morden ist der inhaftierte William Bantling der einzige, der mit seinem Wissen Staatsanwältin Daria bei der Aufklärung einer neuen Mordserie an Frauen helfen kann.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine falsche Entscheidung.

Die dein Leben verändert.

Und ein anderes auslöscht.


Eine bestialische Mordserie erschüttert Süd-Florida: Junge Frauen werden entführt und zu Tode gequält, ihre Leichen inmitten von Zuckerrohrfeldern abgelegt. Die Polizei hat keine Spur. Bis eine Zeugin auftaucht: Eines Nachts, während eines schweren Tropensturms, beobachtet die junge Mutter Faith Saunders eine Frau, auf der Flucht vor einem Mann. Starr vor Angst begeht Faith einen folgenschweren Fehler. Und ihr Leben verwandelt sich in einen Albtraum…

Ein Thriller über Schuld und Zivilcourage, der unter die Haut geht: Der neue, lang erwartete Psychothriller von Bestseller-Autorin Jilliane Hoffman, die u.a. mit "Cupido", "Morpheus" oder "Mädchenfänger" Millionen von Lesern weltweit begeistert hat.


Rezension/Meinung

Obwohl sie schon so viele Bücher geschrieben hat, ist »Samariter« eins meiner ersten Bücher von Jilliane Hoffman und ich muss gestehen, ich finde es spannend und interessant, aber auch in einigen Punkten nicht ganz so gelungen. Ein wenig zieht sich die Handlung für meinen Geschmack auch einfach.

Grundsätzlich gehört Faith, die eine Protagonistin, schon zu den Charakteren, die für mich ein Manko sind, da ich sie von ihrem Verhalten her einfach nicht verständlich finde. Auch, als immer mehr zu ihr, ihrem Charakter, ihrer Vergangenheit etc. zu Tage tritt, wird es in meinen Augen nicht besser. Ich kann zwar nicht verstehen, warum ihr alle anderen Vorwürfe machen, dass sie weder die Frau ins Auto gelassen, noch die Polizei gerufen hat, da ich als Frau mit meinem Kind im Auto mitten im nirgendwo und einem Tropensturm, sicherlich auch meine Autotür geschlossen gehalten hätte, allein um mich und das Kind zu schützen. Hilfe direkt in diesem Augenblick zu holen, war ihr ja auch nicht möglich, da sie ihr Handy in der Eile hatte liegen lassen. Verstehen kann ich alle anderen, dass sie ihr nachträglich Vorwürfe machen, ebenso, wie ich Faith nicht verstehen kann, dass sie aus so abweggigen Gründen diesen Vorfall nicht am nächsten Tag gemeldet hat. Insbesondere, da keiner mehr hätte nachweisen können, dass sie betrunken war oder auch, dass sie mehr gerammt hat, als die Mülltonnen, die immerhin eine super Ausrede gewären wesen, hätte sie nicht gleich einfach die Wahrheit sagen wollen.

Wie vertrackt so ein Fall werden kann, wenn die einzige Zeugin so dicht macht, bzw. natürlich ein vierjähriges Kind nicht voll als Zeuge gewertet werden kann, ist auf jeden Fall richtig spannend gemacht, auch die Tatsache, dass es mit reinen Indizienbeweisen etc. schwer ist, den eigentlichen Täter festzunageln, auch wenn man sicher ist ihn zu haben. Allgemein spielt der Thriller sehr viel mit der Psyche der Charaktere, der Angst von Faith, was passiert, wenn vollständig heraus kommt, was in jener Nacht geschehen ist oder dass der Täter auch auf sie und Maggie Jagd macht. Trotzdem ist es zwischendrin ein wenig langatmig, denn man weiß eigentlich schon alles als Leser, das einzige was einem fehlt, ist die Auflösung für die Charaktere. Wird der Täter verurteilt, was kommt alles über Faith raus, wie beeinflusst dieses Wissen die Menschen etc. Das ist alles ein bisschen zu langatmig.

Wäre mir der Ermittler nicht so sympathisch gewesen, hätte mich das Buch glaube ich irgendwann glatt richtig gelangweilt.

Eine interessante Idee, die ich weitaus weniger spannend fand, als ich erst erwartet hatte, die aber vom Schreibstil und den Charakteren her an sich gelungen ist.


Fazit


Ich hätte mir ehrlich gesagt deutlich mehr Spannung erwartet, so war es zwar interessant, aber zwischendurch so langatmig, dass es ohne die durchaus interessanten Charaktere regelrecht langweilig geworden wäre.

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