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Donnerstag, 1. Dezember 2016

Rezension ~ Stimmen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Stimmen
Autor: Ursula Poznanski
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 6. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250622
ISBN-13: 978-3805250627
Genre: Krimi / Thriller
Reihe: Bea Kaspary & Florin Wenninger
Band: III


Über die Autorin

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Endlich da: Nach "Fünf" und "Blinde Vögel" der dritte Thriller von Bestsellerautorin Ursula Poznanski!

Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon, und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.

Sie hatten ein Opfer dargebracht.
Auf keinen Fall durften sie ihn hören.
Sie wissen, wer du bist.

Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln, die Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet aufgefunden wird, müssen die Kommissare Beatrice Kaspary und Florin Wenninger nicht nur seine Kollegen und das Pflegepersonal befragen. Gelingt es ihnen, Informationen aus den Patienten herauszulocken? Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben? Denn die spielen nach eigenen Regeln.

Der dritte Fall des Ermittlerduos Kaspary & Wenninger


Rezension/Meinung

Ein spannendes Setting und dazu zwei Komissare, die ich persönlich sehr gern mag, geben diesem dritten Teil der Reihe um Beatrice Kaspary und ihren Kollegen Florin Wenninger einen interessanten Start.

Allein die Idee, dass der Mord in einer psychatischen Klinik stattgefunden hat, macht ihn in meinen Augen ganz besonders spannend, da es eine offene Station in dem Sinn ist, dass sich die Patienten dort frei bewegen können, also sowohl Patienten, als auch Mitarbeiter als Täter in Frage kommen. Dabei gibt es unter den Verdächtigen so einige sehr spezielle Charaktere, dass es vom Ermitteln her noch ein wenig spannender wird. Der Oberarzt, der so karrieregeil ist, dass er hofft den Großteil der Geschehnisse irgendwie vor der Welt zu verbergen, ein Pflger, der scheinbar bei jedem beliebt ist, eine Ärztin, die mit der Kombination aus Arbeit und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter Schwierigkeiten zu haben scheint bzw. unter großer Belastung und Stress steht, ein sehr chauvinstischer Arzt, der durch seine überhebliche Art so unsympathisch, wie verdächtig ist und dazu alle Patienten, die schon allein aufgrund ihrer Erkrenkung schwer zu taxieren sind. Darunter ein Patient der ständig stimmen hört oder eine Patientin, bei der man das Gefühl bekommt, dass sie eigentlich kaum etwas von ihrer Umwelt auch nur wahrnimmt.

Für mich ein sehr spannender und interessanter Fall, vor allen Dingen da die Ermittlungen in diesem Umfeld nicht die leichtesten sind und es auch im Verlauf des Krimis immer verworrener wird. Motiv und Auflösung zum Ende hin sind auch sehr schlüssig und stimmig und zumindest zum Fall bleiben keine offenen Fragen. Anders ist das bei den beiden Kommissaren, denn die Reihe lebt auch viel davon, dass man Privates zu den beiden Ermittlern erfährt und ich hoffe ja schon seit dem ersten Teil, dass Bea und Florin zusammen kommen, da sie in meinen Augen ein sehr stimmiges Pärchen abgeben würden und sich sichtlich gern haben. Es ist zwar in diesem Teil leider so, dass Bea sehr verzweifelt, fast ein bisschen sehr jammernd in bezug auf dieses, wirkt, vor allen Dingen ihre Kinder und ihr restliches Leben betreffend und ich auch nicht verstehen kann, dass sie sich trotzdem nicht wirklich helfen lassen will.

Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band und hoffe ja insgeheim immer noch, dass es nicht nur einen weiteren spannenden Fall geben, sondern auch die Beziehung zwischen Bea und Florin etwas klarer wird.


Fazit


Durch den Ort der Ermittlungen bekommt dieser Teil der Reihe eine ganz besondere Atmosphäre, die für mich zu einer großen Spannung führte, vor allem auch, die die Charaktere alle sehr speziell sind.

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