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Freitag, 23. Dezember 2016

Rezension ~ Tabu

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tabu
Autor: Casey Hill
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499256649
ISBN-13: 978-3499256646
Originaltitel: Taboo
Genre: Thriller


Über die Autorin

Casey Hill ist das Pseudonym eines Autorenpaars, dessen weiblicher Teil unter anderem Namen regelmäßig Platz eins der irischen Bestsellerlisten erreicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein unaussprechliches Verbrechen.

Ein unvorstellbares Motiv.

Ein unaufhaltsamer Killer.


Bei der Polizei in Kalifornien war sie eine erfolgreiche CSI-Spezialistin. Nun kehrt Reilly Steel zusammen mit ihrem Vater in dessen alte Heimat Irland zurück. In Dublin sind indes nicht alle neuen Kollegen bereit, Reillys ungewöhnliche Ermittlungsmethoden zu akzeptieren. Doch dann gelingt es ihr, mehrere ungeklärte Morde einem einzigen Täter zuzuordnen: Alle Taten waren extrem grausam, alle beziehen sich auf das Werk Sigmund Freuds – jedes Opfer wurde vor seinem Tod gezwungen, eines der größten Tabus zu verletzen, die die Gesellschaft kennt.

Reilly ermittelt weiter. Und ihr wird klar, dass der Killer ihre Vergangenheit sehr genau zu kennen scheint. Was sie nicht weiß: Das dunkelste aller Tabus ist für sie reserviert ...


Rezension/Meinung

Nach einem sehr interessanten und spannenden Beginn des Thrillers, beginnt man sich sehr schnell zu fragen, was der Prolog wohl genau aussagen soll, denn dass mit Jess, der jüngeren der beiden Schwestern, irgendetwas passiert sein muss, das ist einem schnell klar. Was aber genau wird sehr lange nicht erwähnt, einziges Indiz, die Szene aus dem Prolog.

Allgemein ist es ein wenig so, dass man sehr lange braucht, um gewisse Dinge rund um Reilly Steel, ihre Situation und alles wirklich zu verstehen und bei manchem dauert es auch wirklich bis zum Ende des Buches, da einem vorher doch Informationen fehlen. Und auch, wenn Reilly eine Protagonistin ist, bei der man immer noch Fragen offen hat, ist sie durchaus nicht langweilig und ich hatte auch ein Bild von ihr vor Augen, auch wenn es mir manchmal ein bisschen widersprüchlich vorkam. Die beiden Ermittler, allen voran Chris, finde ich auch sehr stimmig, insbesondere, da nicht alle mit den neuen Methoden, welche Reilly aus den USA mitgebracht hat klarkommen. Chris ist mir dabei der sympathischste der Ermittler, was aber glaube ich, auch genau so von der Autorin gewollt ist. Von den Charakteren her bin ich mit diesem Buch auf jeden Fall sehr zufrieden.

Die Tabu-Morde sind auch sehr interessant, teilweise auch ein wenig eklig, aber nie so tiefgeifend beschrieben, dass der Ekel beim Lesen wirklich hoch kommt, auch wenn manches Tabu, das für einen der Morde herangezogen wurde, schon ziemlich heftig ist. Dabei finde ich es sehr interessant, wie der Täter Zitate von Freud oder andere Dinge, die auf den Psychoanalytiker hinweisen am Tatort hinterlässt. Ebenso, wie noch ein wenig persönlichere Hinweise, die teilweise noch schwerer ins Auge fallen. Mir ging es ab einem gewissen Punkt zwar so, dass ich eine starke Vermutung hatte, auf was manche Aspekte an den Taten hinauslaufen würden, insbesondere, was die Identität des Täters anbelangt, jedoch hat es bei mir sehr lange gedauert, bis ich das Motiv richtig greifen konnte.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der nicht zu heftig, aber ehrlich gut gemacht ist, auch wenn ich bei ein zwei Punkten gerne noch etwas mehr an Auflösung gehabt hätte, da mir da durchaus die Erklärungen etwas zu lasch bis gar nicht vorhanden waren.


Fazit


Ein gelungener Thriller, bei dem am Ende leider ein paar Fragen offen bleiben, bei denen ich die Antwort gern noch erfahren hätte.

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