Seiten

Samstag, 30. April 2016

Rezension ~ Blaubeermorde

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Blaubeermorde
Autor: Mareike Marlow
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516993
ISBN-13: 978-3426516997
Genre: Krimi



Über die Autorin

Geboren 1974, wuchs Mareike Marlow in einer Stadt im Grünen auf. Ihre ersten Geschichten erfand sie, als sie mit ihrem Hund, im Urstromtal der Isar, auf Abenteuersuche ging. In Berlin verbrachte sie ihre Studentenzeit, genoss zwar die Annehmlichkeiten der niemals schlafenden Großstadt, doch tief im Herzen wuchs die Sehnsucht nach Landluft. Nach 12 Jahren aufregendem Metropoleleben zog sie mit ihrem Mann in ein wunderbares niedersächsisches Dörfchen. Dort widmet sie sich ihrem Garten, stromert mit ihren Kindern durch die Natur und findet dadurch immer wieder neue Ideen für ihre Bücher.


Inhaltsangabe/Klappentext

Tessa, 32, träumt vom Leben auf dem Land, mit Rüschchen-Schick und Obstkuchen. Jana, 63, lebt auf dem Land, mit Gummistiefeln und Misthaufen. Eigentlich haben die beiden nichts gemeinsam. Bis auf die Tatsache, dass sie Halbschwestern sind – und das Haus am See, das sie zusammen geerbt haben. Ach ja, und natürlich die Leiche in ebenjenem See ... Mit norddeutscher Gelassenheit und Berliner Elan machen die ungleichen Schwestern sich an die Lösung ihres ersten Mordfalls.


Rezension/Meinung

»Blaubeermorde« stellt für mich eine sehr besondere Art des RegionalKrimis dar, denn nicht ein typische Polizist vom Lande hat hier die Hauptrolle inne, sondern zwei Schwestern, die sowohl vom Alter, als auch Charakter und allem anderen, unterschiedlicher nicht sein könnten. Allein schon diese zwei unterschiedlichen Frauen machen den Krimi sehr interessant, denn ihre Schlagabtäusche etc. sind einfach nur klasse. Vor allem auch, wie viel unterschwelligen Humor man dadurch in vielen Szenen finden kann, ist einfach nur klasse.

Zum einen die noch relative junge Tessa aus Berlin, die unbekannter Weise das Haus ihres Vaters zusammen mit ihrer Schwester geerbt hat. Zum anderen Jana, die deutlich ältere der Schwestern, schon kurz vor der Rente stehend und immer auf dem Land in der Nähe ihres Vaters lebend. Der Altersunterschied und die vollkommen unterschiedlichen Situationen, aus denen die Frauen kommen, sind einfach klasse mit in ihren Charakter, ihre Persönlichkeit, eingewoben. Tessa ist eher der flippige Typ, hat Probleme damit, dass es zu ruhig um sie wird und echte Dunkelheit hat sie auch noch nicht erlebt. Jana hingegen lebt die Traditionen bei ihr auf dem Land, es wird typisch norddeutsch Tee getrunken und zudem ist sie deutlich ruhiger und abgeklärter. So unterschiedlich die beiden jedoch auch sind, ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Vor allen Dingen mochte ich auch den ermittelnden Dorfpolizisten sehr gern, da er mit seiner kleinen Marotte ständig Dinge zu backen einfach eine sehr sympathische Angewohnheit hatte, die ihn zwar nicht zum grandiosen Polizisten, aber zu einem sehr interessanten Charakter machte. Es gibt jedoch auch Charaktere in diesem Buch, die mich teils zur Verzweiflung getrieben haben. Aber gerade diese Würze an Charakteren macht dieses Buch schon sehr lesenswert.

Und das ist nicht alles, denn der Fall, dem die beiden Frauen hinterher sind und bei dem man merkt, wie interessant es ist, dass sie so unterschiedlich an die Dinge herangehen, sich teils auch ergänzen ist einfach sehr spannend und teilweise auch ziemlich undurchsichtig. Auch wenn ich ab einem gewissen Punkt einen verdacht hatte, obwohl ich etwas brauchte, um das Motiv wirklich greifen zu können.

Es handelt sich auf jeden Fall um einen, lockeren, lustigen, aber auch spannenden Krimi, der einfach Spaß macht. Und als kleines Gimmik enthält das Buch zudem noch ein paar Backrezepte, bei denen mir durchaus das Wasser schon beim Lesen im Mund zusammenläuft.


Fazit


Freitag, 29. April 2016

Rezension ~ Madame Picasso

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Madame Picasso
Autor: Anne Girard
Taschenbuch: 478 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuc
Ersterscheinung: 9. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746631386
ISBN-13: 978-3746631387
Genre: Belletristik



Über die Autorin

Anne Girard ist schon von klein auf eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. Mit fünfzehn Jahren schrieb sie ihr erstes handschriftliches Buch und hat seitdem nicht mehr aufgehört sich immer neue Handlungen auszudenken. Sie studierte Englische Literatur und Psychologie und entdecke ihr Interesse an historischen Themen. Für ihren Roman „Madame Picasso“ reiste sie von Paris über die Provence nach Barcelona und sprach mit vielen Zeitgenossen von Picasso. Anne Girard lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Südkalifornien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Er war der größte Künstler des Jahrhunderts – sie war die Liebe seines Lebens. Der Maler und seine Muse Paris, 1911: Auf der Suche nach einem neuen Leben kommt die junge Eva in die schillernde Metropole. Hier, im Herzen der Bohème, verliebt sie sich in den Ausnahmekünstler Pablo Picasso. Gegen alle Widerstände erwidert er ihre Gefühle, und eine der großen Liebesgeschichten des Jahrhunderts nimmt ihren Lauf. Eva wird Picassos Muse – und ihr Aufeinandertreffen wird sein Leben für immer verändern. Berührend, sinnlich, voller Leidenschaft – und die wahre Geschichte einer hingebungsvollen Liebe.


Rezension/Meinung

Vielleicht habe ich mir von einer Geschichte rund um den Künstler Pablo Picasso und dem, was der Klappentext verspricht, ein bisschen zu viel erwartet, denn irgendwie bin ich überrascht, wie seicht und teilweise auch ein bisschen langatmig und langweilig mir dieser Roman wurde. Trotzdem ist er auch nicht wirklich schlecht, denn es ist vor allem auch interessant diese Zeit kennen zu lernen. Das Moulin Rouge, welches zunächst eine sehr große Rolle in Evas Leben spielt, die schrillen Menschen, die man durch diesen Ort kennenlernt und vor allem auch, wie es hinter den Kulissen dieser Show zugegangen sein kann, ist schon sehr interessant. Zudem machte es mir sehr viel Spaß diese Passagen zu lesen.

Pablo Picasso selbst ist für mich eher ein seltsamer Charakter, kann er sich, so mein Gefühl, einfach zu nichts wikrlich durchringen, keine klaren Entscheidungen treffen, da ihm sein künstlerischer, sehr spezieller Geist, in diesen Dingen einfach sehr im Weg steht. Man merkt in diesem Charakter, bzw. wie er von der Autorin dargestellt wurde, dass er etwas sehr besonderes hat, trotzdem fand ich es teils eher anstrengend, dass er immer wieder so extrem in seine Malerei und vor allen Dingen dies auch irgendwo außerhalb von Paris aufgegangen ist, und sich dabei auch noch zwingend mit anderen Künstlern messen musste, weil seine Kreativität sonst nicht ausreichend stimuliert würde.

Ein bisschen ging mir dabei die Geschichte zwischen ihm und Eva unter und auch manche ihrer Schwierigkeiten konnte ich nicht so wirklich nachvollziehen, kam doch eigentlich alles aus Picassos Extravaganz heraus und aus nichts anderem. Eva ist mir dabei fast schon ein wenig zu nett, läuft ihm ein wenig zu arg hinterher, auch wenn er und diese von Künstlern geprägten Kreise zu dieser Zeit, wenn man in Paris oder anderen eher durch Künstler geprägten Städte lebte, sicher einer der interessantesten Orte ist.
Sehr schön beschrieben sind jedoch die Szenen zwischen Eva und Picasso, in denen man die Gefühle der beiden auch wirklich wahrnehmen kann und beim Lesen diese Verbundenheit spürt und nicht vor allem seine spezielle Art so sehr in den Vordergrund rückt.

Alles in allem eher ein leichtes Buch für zwischendurch, das unterhält, aber auch nicht viel mehr.


Fazit


Donnerstag, 28. April 2016

Rezension ~ Die Schneelöwin

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Schneelöwin
Autor: Camilla Läckberg
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 2. Januar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 347135106X
ISBN-13: 978-3471351062
Originaltitel: Lejontämjaren
Genre: Krimi 
Reihe: Erica Falck und Petrik Hedström
Band: IX


Über die Autorin

Die schwedische Krimi-Autorin Camilla Läckberg wurde am 30.08.1974 in Fjällbacka geboren. Ihr kleiner Heimatort ist ein Hafenstädtchen an der schwedischen Westküste und dient auch als Schauplatz ihrer Bücher. Ihre Kriminalromane erscheinen in über dreißig Ländern. Im Mittelpunkt ihrer Romane stehen die Schriftstellerin Erica Falck und der Polizist Patrik Hedström. Ihr Debütroman "Die Eisprinzessin schläft" aus dem Jahr 2002 sowie die Bände zwei bis vier wurden mittlerweile verfilmt. Die studierte Betriebswirtin Camilla Läckberg ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie lebt mit ihrer Familie in Stockholm.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein junges Mädchen läuft schwerverletzt auf die Landstraße. Sie wird von einem Auto erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Ihr Körper zeigt Zeichen schwerster Misshandlungen. Weitere Mädchen werden vermisst. Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissar Patrik Hedström seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, um Hilfe. Für ihr nächstes Buch interviewt sie im Gefängnis regelmäßig eine Frau, die 1975 ihren Mann tötete, einen ehemaligen Löwenbändiger, der mit einem Zirkus nach Fjällbacka gekommen war. Ihr Mordmotiv: Er hatte die gemeinsame, ungewöhnlich wilde Tochter im Keller angekettet, weil er ihrer nicht Herr wurde. Patrik erhofft sich Hinweise auf die Psyche von Menschen, die in der Lage sind, Kindern so etwas anzutun. Doch je länger Erica mit der Verurteilten spricht, um so deutlicher wird, dass die Dinge damals anders gewesen sein müssen. Erica verfolgt der Gedanke, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben.


Rezension/Meinung

Ein weiteres Buch von Camilla Läckberg und sie bleibt ihrem Stil treu, denn auch in diesem Teil der Erica Falck und Patrik Hedström Reihe, wechseln sich Szenen aus der Vergangenheit und die Geschehnisse in der Gegnwart ab. Dabei weiß man immer, das, was uns aus der Vergangenheit erzählt wird, hat in irgendeiner Form mit den aktuellen Geschehnissen zu tun. In diesem Teil jedoch muss man lange rätseln, um wirklich zu erfassen, in welcher Art die damaligen Ereignisse mit denen von heute vielleicht zusammenhängen, aber auch, was damals wohl wirklich geschah. Vor allen Dingen, da es sich vor allem um die Geschichte handelt, die Erica in einem Buch behandeln will, nicht um den Fall, den Patrik zu lösen hat.

Es ist diesmal auch wirklich so, dass beide Fälle so extrem spannend sind. Zum einen, was Leila damals wirklich getan hat, was ist in dieser Familie passiert, dass die Tochter im Keller angekettet und der Vater vermutlich von seiner Frau umgebracht wurde?! Warum spricht Leila nur über ihren Sohn, wird von Erica das Thema aber auf ihre Tochter gelenkt, kommt kein Wort. Dieser Fall, vor allem auch, da man immer mehr zu ihm in den Abschnitten aus der Vergangenheit erfahren hat, machte mich extrem neugierig.

Dazu kam noch der Fall mit dem verunglückten und zuvor schon schwer verletzten Mädchen, welches nachdem es zur Reitstunde auf dem Reiterhof war, bis zu diesem Unfall nicht mehr auftauchte. Das Wissen über die Reihe bisher macht einem schon klar, dass beides, die Erzählungen aus der Vergangenheit und der aktuell Fall, etwas miteinander zu tun haben muss, wobei noch so viele weitere Dinge an die Oberfläche treten, die einen immer mehr dahn führen, dass mehr Leichen im Keller der Menschen liegen, als man oft vermutet. Beim Lesen erfasst einen auf jeden Fall eine sehr große Spannung, die das Buch bis zum Ende halten kann, denn auch wenn man beginnt die Zusammenhänge und Motive zu durchschauen, gibt es immer noch etwas, das selbst mich ein bisschen überrascht hat.

Alles wieder Verknüpft mit den Charakteren, die man mit all ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten schon kennt, macht dieses Buch einfach Spaß und vor allem eine Szene mit Patriks Chef Mellberg hat mich trotz des spannenden und ernsten Themas sehr zum Schmunzeln gebracht.

Wieder ein Krimi, der mich wirklich gefesselt hat und zeigt, dass sich lohnt, die Reihe von Camilla Läckberg zu lesen.


Fazit


Mittwoch, 27. April 2016

Rezension ~ Mein Herz und andere schwarze Löcher

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Mein Herz und andere schwarze Löcher
Autor: Jasmine Warga
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Ersterscheinung: 23. April 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737351414
ISBN-13: 978-3737351416
Empfohlenes Lesealter: ab 14
Originaltitel: My Heart and other Black Holes
Genre: Jugendbuch

 

Über die Autorin

Jasmine Warga lebt und schreibt in der Nähe von Cincinnati, Ohio. Ihren starke Glauben an die Ehrlichkeit kann man auch in ihren Texten herauslesen. Ihr Debütroman "Mein Herz und andere schwarze Löcher" (Orig.: "My heart and other black holes") startete erfolgreich durch

 

Inhaltsangabe/Klappentext

Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen und die Liebe ihres Lebens finden.

Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sie sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... 
Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

 

Rezension/Meinung

Zunächst klingt es für mich sehr gewagt einen Roman darüber zu schreiben, dass zwei doch noch sehr junge Menschen Selbstmord begehen wollen, vor allen Dingen, da es sich um einen Jugendroman handelt. Es ist irgendwie schon komisch zu wissen, wie explizit manche Dinge dort beschrieben sind, unter anderem auch der Aspekt, dass es einfacher ist, wenn man sich zusammentut. Wenn man es böse meinen will, könnte man auch sagen, dass dieses Buch ehrlich sehr gut für einige Tipps geeignet ist. Und doch kann man dem Buch in dem Sinn nichts vorwerfen, denn das will ich vorwegnehmen, das Buch ist nicht ganz so schwarz, wie die Löcher im Titel.

Ganz ehrlich gesagt, gibt es eigentlich nur einen Punkt, den ich wirklich an diesem Buch kritisieren kann und das ist Aysels Motivation Selbstmord begehen zu wollen, denn so wirklich verstehen, kann ich dieses Mädchen nicht. Vor allem ihren Hauptgrund, den sie immer vorschiebt, die Geschichte um ihren Vater, das ist für mich irgendwie nicht ausreichend. Würde sie nicht zusätzlich von der schwarzen Qualle in ihr sprechen, dann hätte ich noch größere Verständnisprobleme bei ihr, denn ohne diesen Aspekt, der ihre Haltung für mich nachvollziehbarer macht, denn so bekommt es eine pschologische Note, die ich eher für verständlich halte, hätte ich Aysle wohl einfach für total bekloppt erklärt. Romans Motivation war für mich immer viel greifbarer, die Vorwürfe, die er sich macht, die ihn bewegen, warum er mit sich nicht mehr leben will, die Verzweiflung, die in ihm drin steckte, viel mir viel leichter zu greifen, auch wenn Aysel die erzählende Person dieses Romans ist.

Allgemein aber schafft es die Autorin die Gefühle, die dieses Buch vor allen DIngen ausmachen, sehr bildhaft und deutlich zu beschreiben, wie unter anderem mit der Qualle, die Aysel plagt. Dazu kommt, dass man regelrecht spürt, wie Aysel nach und nach eine Wandlung durchnimmt, wie sie sich von den Menschen um sich herum langsam anfängt beeinflussen zu lassen, sie ihr Inneres bewegen und sie sich nach und nach in ihrer Einstellung zu sich, den Menschen und dem Leben verändert.

Ein Buch, dass ein sehr tragisches Thema behandelt, aber wirklich richtig, richtig gut gelungen ist.


Fazit


Dienstag, 26. April 2016

Rezension ~ Geschwärzt

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Geschwärzt
Autor: Antonia Fennek
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 14. Januar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802595343
ISBN-13: 978-3802595349
Genre: Thriller
Vorgängerband: Schwarzweiß


Über die Autorin

Antonia Fennek ist das Pseudonym der Autorin Melanie Metzenthin, unter dem sie Thriller schreibt. Die Autorin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt und als promovierte Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet. Während ihrer beruflichen Tätigkeit hat sie unter anderem mehrere Jahre lang als Ärztin im psychiatrischen Maßregelvollzug mit psychisch kranken Straftätern gearbeitet. Beim Schreiben ihrer Romane greift sie gern auf ihre beruflichen Erfahrungen zurück, um aus ihren fiktiven Charakteren glaubhafte Figuren vor einem möglichst realistischen Setting zu schaffen. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Als der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning wegen einer schweren Sexualstraftat in den Maßregelvollzug eingeliefert wird, bekommt die Ärztin Regina Bogner bald Zweifel: Ist der junge Mann tatsächlich zu einer grausamen Tat fähig? Immer wieder beteuert Bräuning seine Unschuld, doch die Beweise sprechen gegen ihn. Ausgerechnet Reginas Tochter Anabel wird zu seiner einzigen Fürsprecherin – und verstrickt sich ohne Reginas Wissen immer mehr in der Grauzone zwischen Recht, Gesetz und Selbstjustiz …


Rezension/Meinung

Hatte ich bisher von der psychatrischen Sicherheitsverwahrung bzw. forensischen Psychiatrie noch keine Ahnung, bin ich nach diesem Thriller eindeutig um einiges schlauer. Ich bin ehrlich, auf positive Weise, sehr erstaunt, wie viel Wissen einem die Autorin zu diesem Thema vermittelt. Er ist einfach extrem authentisch, spannend und interessant. Dabei schafft sie es zudem sehr gut mit dem Leser zu spielen, denn man weiß lange nicht so genau, wem man wirklich glauben soll, ob man seinem Gefühl trauen kann oder auch nicht.

Zum einen lernt man sehr schnell, dass in der forensischen Psychiatrie der Grundsatz herrscht, dass man als Arzt den Patienten erstmal nicht glaubt und alles, was von ihnen kommt in Frage stellt, denn man kann nie sicher sein, ob es sich bei den Aussagen um die Wahrheit oder etwas handelt, was der psychisch kranke sich zusammenfabuliert hat. Genau dieser Aspekt ist in diesem Thriller einfach sehr gut dargestellt, da da Ärzte Peter alle nicht glauben, dass er immer wieder beteuert, unschuldig zu sein. Ich selbst habe mich auch immer wieder gefragt, hat er wohl Recht oder ist er so weit psychisch krank, dass er nur davon überzeugt ist Recht zu haben, obwohl er etwas verdrängt. Einzig Anabel, die ein Praktikum in der Klinik macht, ist von Peters Unschuld überzeugt.

Es ist dabei einfach zu spannend die Reaktionen der Ärzte zu erleben, wie Peter und Anabel mit der Situation umgehen und was man von der Tat nebenbei noch alles erfährt, das einen dazu bringt, dass man seinen eigenen Standpunkt immer wieder überdenkt und alles immer wieder in einem neuen Licht sieht. Von daher schafft es dieser Thriller, ohne großartig blutig oder ähnliches zu sein, auf jeden Fall aber extreme Spannung aufzubauen.

Von den Charakteren, muss ich ehrlich gestehen, ist mir Peter ziemlich sympathisch, auch wenn man nie weiß, ob er zu den Bösen gehört oder auch nicht. Auf jeden Fall mochte ich ihn von seiner Art her sehr, was es für mich sehr schwer gemacht hat ihn als neutralen Charakter zu sehen, hinter dem auch Böses schlummert. Vor allen Dingen finde ich es auch klasse, wie unterschiedlich die Ärzte dargestellt werden, wobei ich einen richtigen Ekel gegenüber Dr. Proser, der ein solches Ekel ist, dass man ihn einfach nicht mögen kann.

Ein genialer Thriller, der super spannend ist, mich sehr gut unterhalten hat und den ich jedem empfehlen kann.


Fazit


Montag, 25. April 2016

Rezension ~ 18 - Zahlen des Todes

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: 18 - Zahlen des Todes
Autor: Mia Winter
Genre: Krimi
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 7. April 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802599373
ISBN-13: 978-3802599378
Reihe: Zahlen des Todes
Band: I


Über die Autorin

Mia Winter ist das Pseudonym der deutschen Krimiautorin Stefanie Koch. Sie wurde 1966 in Wuppertal geboren. Da sie nach einem Studium in Frankreich auch lange dort gelebt hat, sind viele ihrer Charaktere französischstämmig. Ihr Krimi "Janusmond", den sie erstmals unter ihrem Pseudonym veröffentlichte, spielt sogar in Frankreich. Heute lebt sie in Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kann Vergeltung Erlösung sein? Wo beginnt Gerechtigkeit und wo hört Rache auf?

Flirrende Augusthitze quält Düsseldorf seit Wochen. Da wird ein Toter in einem Rosengarten entdeckt – grotesk in Szene gesetzt. Einen Tag später findet die Kölner Polizei eine ähnlich inszenierte Leiche in ihrer Marina. Das Spezialisten-Team vom LKA um Leana Meister ist mit hochmoderner Ermittlungstechnik ausgestattet und erstellt ein Profil: Die Mörderin agiert kühl, schnell und geplant. Weitere Morde vollstreckt sie in aller Öffentlichkeit mit solch ruhiger Gelassenheit, dass Leana Meister ahnt: Diese Frau hat nichts mehr zu verlieren. Es folgt der Wettkampf zweier hochintelligenter Frauen, denen das Leben alles abverlangt und die versuchen, ihr Glück und ihren Frieden zu finden. Die Zahl 18 ist der Schlüssel zu beider Leben…


Rezension/Meinung

Wieder ein Thriller bzw. Krimi mit einer doch eher sehr speziellen Protagonistin, denn auch wenn Leana nicht so psychisch kaputt wirkt, wie es doch einige ihrer Kollegen aus anderen Büchern sind, hat auch sie schon ein sehr kräftiges Päckchen zu tragen. Vor allem auch, da sie einige wenige Szenen hat, in denen ihr Verhalten leicht ins spirituelle abdriftet, was ich eher etwas befremdlich fand, da es zum restlichen Krimi nicht wirklich passen wollte. Da musste ich ihrer Kollegin Natalia deutlich zustimmen, das diese Art von ihr sehr seltsam wirkte, denn so ging es mir als Leser auch.

Davon abgesehen muss ich sagen, ist der Krimi sehr spannend, da die Mordfälle extrem interessant sind, ebenso, wie schnell sie aufeinander folgen. Dabei tappt man noch eine ganze Zeit im Dunklen, was das Motiv des Täters sein dürfte. Allgemein ist der Fall zunächst sehr undurchsichtig, wodurch er sehr spannend wird.

Auch einen Faktor, der diesen Krimi besonders macht, ist die Einheit, die ermittelt, handelt es sich um eine spezielle Truppe, die darauf ausgelegt ist, Menschen mit großen Stärken und viel Wissen zu versammeln. Die Gruppe selbst bezeichnet sich als "Kompetenzcenter". Allgemein eine sehr interessante Idee, aber doch auch eine, die manchmal dazu führte, dass es für mich ein bisschen unglaubwürdiger wurde, da einfach alle Charaktere ein so enormes Wissen zu besitzen schienen in ihrem Bereich und Technik zur Verfügung hatten, die wohl teilweise eher in Richtung Science-Fiction geht, fand ich dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Obwohl ich Charaktere, wie die sehr flippige, technikversierte Tanni, die vor allen Dingen durch ihrem Einsatz in der IT die Ermittlungen unterstützt, sehr gern mag und sie sich auch schnell zu meinem Liebling mauserte.

Bei den beiden wichtigsten Ermitterinnen Natalia und Leana geht es mir jedoch so, dass sie mir beide nur bedingt sympathisch waren und ich vor allen Dingen das Kompetenzgerangel zwischen den beiden Frauen als sehr nervig empfand.

Alles in allem auf jeden Fall ein spannender Krimi, der vielleicht manchmal ein bisschen zu sehr in Richtung CSI, CIS etc. tendiert, von den Möglichkeiten, welche den Ermittlern zur Verfügung stehen, der aber ansonsten sehr gut gemacht ist. Vor allem, da das Motiv und das Vorgehen des Täters sehr stimmig sind. 


Fazit


Sonntag, 24. April 2016

Rezension ~ Die Begabte - Die Magie der tausend Welten

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Begabte - Die Magie der tausend Welten
Autor: Trudi Canavan
Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
Ersterscheinung: 10. November 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764531053
ISBN-13: 978-3764531058
Originaltitel: Millenium's Rule 01. Thief's Magic
Genre: Fantasy
Reihe: Die Magie der tausend Welten
Band: I


Über die Autorin

Trudi Canavan wurde am 23. Oktober 1969 in Kew, Melbourne, Australien geboren. Zunächst arbeitete sie bei verschiedenen Verlagen als Grafikdesignerin und begann erst nur nebenbei Kurzgeschichten zu schreiben. Später arbeitete sie für »Auralis« eine australische Zeitschrift für Fantasy, wo sie das Deckblatt gestaltete und die Website betreute, aber auch eingesandte Manuskripte las. 1999 gewann sie dann den »Aurealis Award« für ihre erste veröffentlichte Kurzgeschichte »Whispers of the Mist Children« (frei übersetzt: »Das Flüstern der Nebelkinder«). Zwei Jahre später debütierte sie mit ihrer Trilogie »The Black Magician Trilogy« (dt. »Die Gilde der Schwarzen Magier«) und dem Roman »Magicians’ Guild« (dt. »Die Rebellin«), ein Jahr später veröffentlichte sie dann den zweiten Band »The Novice« (dt. »Die Novizin«) und ein Jahr darauf den dritten Band »The High Lord« (dt. »Die Meisterin«). Bekannt wurde Canavan unter anderem durch die Trilogie mit dem Titel »Die Saga von Sonea«, in der 2010 der erste Teil »Sonea: Die Hüterin«, 2011 Band 2 »Sonea: Die Heilerin« und im November 2012 mit »Sonea: Die Königin« Band 3 erschienen ist.  Im November 2015 erscheint der zweite Teil ihrer neuen Fantasy-Reihe "Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer".


Inhaltsangabe/Klappentext

Dieses Buch ist pure Magie!

Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein magisches Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Pergama war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Pergama, dass Tyens Heimat und allen, die ihm am Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. Und tatsächlich hat Tyen keinen dringlicheren Wunsch, als Pergama zu befreien – der längst seine Liebe gehört.

Der Auftakt zur neuen Fantasy-Trilogie ...


Rezension/Meinung

Die dritte eigenständige Reihe von Trudi Canavan, die beginne. Was sie alle gemeinsam haben, ist eine jeweils für die einzelne Welt besondere Art von Magie. Wie man hier schon am Reihentitel erkennen kann, spielt die Magie in dieser Welt, bzw. den Welten dieses Buches eine ziemlich große Rolle. Dabei finde ich es interessant, dass es in diesem Fall nicht nur eine Welt, sondern viele Welten gibt und man mit den beiden Protagonisten Tyen und Rielle zwei Welten und Kulturen erleben darf, welche die Magie vollkommen anders erleben und bewerten. Ist es in Tyens Welt so, dass die Magie etwas vollkommen normales ist, für das es extra eine Akademie gibt, die Magier ausbildet und mittels Magie vieles gesteuert wird, so steht Rielles Kultur diesem sehr stark entgegen, dürfen dort doch nur Priester Magie anwenden und gilt ihr Nutzen allgemein als beschmutzend und unrein, wenn man sie als normaler Bürger nutzen kann und würde, da ihre Götter, die Engel, eigentliche Inhaber der Magie sind und jeden bestrafen, der sie ohne ihre Einwilligung nutzt.

Gerade diese Idee finde ich sehr genial und ich bin schon gespannt, welche weiteren Welten und Ansichten zur Magie sich in den weiteren Bändern zur Reihe noch offenbaren werden. Vor allem auch, wie viele Dinge zusammenhängen, denn in den Abschnitten um Tyen erfährt man schon so einiges, ist er doch an ein sehr besonders Artefekt, ein Buch, Pergama, gelangt, das ich als einen der interessantesten Aspekte bisher empfinde. Allgemein muss ich gestehen, finde ich bisher die Abschnitte rund um Tyen ein wenig spannender, als die Rielles, da man hier mehr über die Welten und die Zusammenhänge erfährt. Zudem ist Tyen ein Charakter, der mir durchaus auch sympathisch ist und seine Gegner kann ich deutlich leichter fassen.

Die Kapitel rund um Rielle sind auch nicht uninteressant, jedoch verlieren sie sich in langen Abschnitten eher in Allgemeinheiten, bei denen wir Rielle in ihrem Leben begleiten und langsam verfolgen, wie sich die Dinge entwickeln und auch ein wenig zuspitzen, gilt sie doch als Titelgeberin für diesen Band. Jedoch dauert hier alles deutlich länger und ich habe eher immer nur gewartet, dass endlich etwas mehr passiert. Dazu kommt es im Verlauf des Romans auch und das Ende ist nun richtig spannend, in beide Richtungen.

Ein für mich sehr gelungener Reihenauftakt, auch wenn ich immer noch nicht richtig erahnen kann, wohin die Reise eigentlich wirklich gehen wird. Was die Charaktere noch erfahren, wo das Böse genau lauert, etc. Ich bin auf jeden Fall gespannt und neugierig.


Fazit

 

Samstag, 23. April 2016

Rezension ~ Holmes und ich - Die Morde von Sherringford

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Holmes und ich - Die Morde von Sherringford
Autor: Brittany Cavallaro
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Ersterscheinung: 19. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423761369
ISBN-13: 978-3423761369
Empfohlenes Lesealter: 14 - 16
Originaltitel: A Study in Charlotte
Genre: Jugendbuch / Krimi


Über die Autorin

 Brittany Cavallaro studierte zunächst am Middlebury-College in Vermont und dann an der University of Wisconsin/Madison Creative Writing und bereitet dort derzeit ihre Promotion vor. Sie ist Chefredakteurin mehrerer Universitäts-Zeitschriften, konnte dank diverser Stipendien ihr Schreibtalent ausbauen und veröffentlichte im Januar 2015 einen ersten Band mit Gedichten. Seit ihrer Kindheit ist Brittany Cavallaro ein riesengroßer „Sherlock“-Fan - so kam ihr die Idee zu „Holmes und ich“, ihrem ersten Jugendbuchprojekt.


Inhaltsangabe/Klappentext

So hast du Holmes und Watson noch nie erlebt!

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

Rezension/Meinung

Ich liebe die Geschichten über Sherlock Holmes und Dr. Watson. Die Idee, dass die Thematik um die beiden in einem Jugendbuch aufgearbeitet wird, in dem Nachfahren der beiden die Hauptrollen spielen, fand ich schon ziemlich genial von der Idee her. Vor allen Dingen, da beide Protagonisten auch teils typische Eigenheiten ihrer berühmten Vorfahren aufweisen.

Charlotte Holmes, eine weibliche Nachfahrin des großen Meisters, ist sowohl drogenabhängig, wie auch nicht wirklich sozial kompatibel, da sie alles, was sie erfährt erstmal deduziert. Zudem führt sie seltsame Experimente in ihrem privaten Labor im Internat Sherringford durch, spielt virtuos Geige und hat auch ein gewisses Maß an krimineller Energie in sich.

James Watson, der von vielen nur Jamie genannt wird, möchte seinem Vorfahren vor allen Dingen in dem Punkt nacheifern, dass er sein schriftstellerisches Erbe weitertragen will, da er ihn genau darum bewundert. Ebenso drängt es ihn danach Abenteuer im Stil der Geschichte rund um Sherlock Holmes zu erleben. Am liebsten natürlich mit dessen Nachfahrin Charlotte, auch, als er diese noch gar nicht kennt. Jamie ist dabei der deutlich normalere Part in diesem Pärchen und ich muss erhlich sagen, dass ich manche seiner Gedankengänge und Idee fast schon niedlich fand.

Insgesamt macht der Krimi aber auf jeden Fall verdammt viel Spaß, nicht nur, weil Charlotte und Jamie auch als Verdächtige dastehen und sich dann selbst daran machen, herauszufinden, wer hinter der Tat steckt, sondern vor allen Dingen, da die Diskussionen zwischen ihnen einfach nur genial sind, es gleichzeitig spannend, interessant und lustig ist, mitzuerleben, auf welche Ideen sie teils kommen, wie sie ermitteln, wie der Umgang zwischen ihnen stattfinde, etc. Dabei bleibt vieles sehr logisch, manches ist durchaus ziemlich absurd bzw abgehoben, aber es ist trotzdem so, dass der Fall nicht vollkommen unlogisch ist. Obwohl ich das Ende sehr obskur fand, denn vor allem, was so um die Familien von Charlotte und Jamie herumgesponnen wird in diesem Buch, ist teilweise sehr mysteriös und auch ein bisschen sehr verrückt.

Trotzdem ist es ein Buch das Spaß macht und ich finde die Idee, wie die Thematik rund um die beiden von mir sehr geschätzen literatischen Charaktere hier aufgearbeitet ist, wirklich gelungen, da es nicht versucht das Original nachzuahmen, sondern sich teils daran orientiert und sich manches Mal auch ein wenig darüber amüsiert.


Fazit

 

Freitag, 22. April 2016

Rezension ~ Der Ritter der Könige

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Ritter der Könige
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 15. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483727
ISBN-13: 978-3442483723
Genre: Historischer Roman
Reihe: Wales
Band: III

 

Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene, sowie historische Romane. Ihre Bücher erscheinen bei Aufbau, Baumhaus, Carlsen Impress und Goldmann. Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.


Inhaltsangabe/Klappentext

Könige fordern seine bedingungslose Treue, doch er dient allein der Gerechtigkeit.

Wales im 12. Jahrhundert: Der junge Maurice de Prendergast wird im Haushalt des Constable of Pembroke, Haupt der einflussreichen Geraldine-Sippe, zum Ritter ausgebildet. Nicht nur seine Verlobung mit einer Tochter der Familie, sondern auch die enge Freundschaft zu Richard de Clare, dem Sohn des mächtigen Earl of Pembroke, verschafft ihm bald erbitterte Feinde. Maurice geht aber als Ritter seinen Weg, macht sich an Richards Seite im englischen Bürgerkrieg verdient und spielt eine entscheidende Rolle bei der Eroberung Irlands. Doch als man eine junge Frau aus seiner Vergangenheit in den Krieg hineinzieht, wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt ...


Rezension/Meinung

Der dritte Band der Reihe um den Krieg in und um Wales und der erste, bei dem es weniger um Wales direkt geht und zudem es einen Protagonisten und keine Protagonistin gibt. Es ist fast ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dass man sich jetzt darauf einstellen muss, dass der handelnde Charakter keine Frau und vor allen Dingen auch keine Walisierin ist, denn Maurice de Prendergast gehört als Flame zu den Eindringlingen in Wales, die mit und nach den Normannen in das Land kamen.

Wie auch in den beiden Vorgängern behandelt dieser Band wieder eine sehr lange Zeitperiode. Sodass man Maurice von sehr jungen Jahren an begleitet, sieht, wie aus einem Kind ein Mann wird, der immer für seine Ehre einsteht und sich treu bleibt, durch alle Widrigkeiten hinweg. Vor allen Dingen erklären sich dadurch auch viele Freund- und Feindschaften, die sich durch die Jahrzehnte ziehen und es ist immer wieder erstaunlich, wie man die Dinge so aufbauen kann, dass eine Kleinigkeit aus der Jugend oder ähnliches einem Charakter so ewig nachhängen kann, wie es bei Maurice der Fall ist. Insgesamt ist es bei ihm vielleicht fast in ein paar zu vielen Fällen so, dass Begebenheiten aus einer sehr frühen Kindheitsperiode sein weiteres Leben so stark prägen, eine Bekanntschaft, eine Freundschaft, ein Versprechen und eine Feindschaft. Alle diese Dingen finden sich früh in seinem Leben ein und beeinflussen die gesamte Geschichte vom Beginn bis zum Ende.

Jedoch muss ich auch sagen, ich liebe den Schreibstil von Sabrina Qunaj, zumal sie es immer wieder schafft, dass die echten, historischen Elemente der Geschichte einfach super mit den ausgedachten verbunden sind, so dass man häufig eine kleine Hilfe des Dramatis Personae braucht, um wirklich erkennen zu können, um es sich bei einem Charakter um eine reale historische Person handelt. Im Allgemeinen finde ich es immer sehr gut, wenn ein Charakter sich merklich im Lauf einer Geschichte wandelt und entwickelt und teils auch sichtbar verändert, hier jedoch bleibt sich Maurice extrem treu und Wandlungen sind eher unterschwellig und kaum merkbar, trotzdem mag ich es genau so, wie es ist.

Besonders gefallen haben mir diesmal die Ausflüge nach Irland, denn von Wales hatte man zum einen schon so viel gelesen und zum anderen schien es mir gar nicht mehr so wichtig, wie noch in den anderen Bänden. Irland war dabei mal wieder etwas Neues und damit auch spannender, vor allem, da man dort wieder auf eine so ganz andere Kultur traf.

Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe, bei der ich es letztendlich auch nicht schlimm fand, dass man deutlich weniger von den Walisern erfahren hat, sondern jetzt einmal alles aus einer leicht anderen Perspektive beobachten durfte.


Fazit

 

Donnerstag, 21. April 2016

Rezension ~ T.R.O.J.A. Komplott

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: T.R.O.J.A. Komplott
Autor: Ortwin Ramadan
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Coppenrath;
Ersterscheinung: 1. Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649618656
ISBN-13: 978-3649618652 
Empfohlenes Lesealter: 14 - 17
Genre: Jugendbuch / Thriller / Sci-Fi


Über den Autor

Ortwin Ramadan ist Halb-Ägypter und wurde 1962 in Aachen geboren. Nach seinem Politik- und Ethnologiestudium arbeitet er als Drehbuchautor und freier Autor und lebt am Ammersee.


Inhaltsangabe/Klappentext

Du wirst beobachtet, jeden Tag, 24 Stunden live. Und deine Augen sind die Kamera! Gesundheit ist Pflicht. Mit dieser Philosophie ist der 21-jährige Nico aufgewachsen. Wie alle anderen US-Bürger trägt auch er Nanobots in seinen Blutbahnen, die seinen Körper rund um die Uhr überwachen und sogar kleine Operationen vornehmen können. Als Nico als frischgebackener FBI-Agent für das Geheimprojekt T.R.O.J.A. rekrutiert wird, erfährt er allerdings, dass die kleinen Helfer im Körper noch wesentlich mehr können. Wenige Klicks genügen und die Nanobots docken sich an den Sehnerv an. Und schon erhalten die Ermittler Bilder, die direkt aus dem Kopf einer verdächtigen Zielperson kommen. Nico ist fasziniert. Das ist die Revolution im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus. Mit Feuereifer macht der junge Agent sich an seine erste Observation. Doch schon bald kommen ihm Zweifel. Warum ist die 20-jährige Beta überhaupt auf der Liste der Geheimdienste? Und wer steht eigentlich hinter T.R.O.J.A.? Als Nico das Projekt hinterfragt, wird er selbst zum Gejagten. Und vor den Spionen in seinem eigenen Körper scheint es kein Entrinnen zu geben …


Mittwoch, 20. April 2016

Rezension ~ Silent Scream

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen?
Autor: Angela Marsons
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Piper Paperback
Ersterscheinung: 1. März 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349206034X
ISBN-13: 978-3492060349
Originaltitel: Silent Scream
Genre: Krimi / Thriller


Über die Autorin

Angela Marsons ist im Black Country, einer von Bergbau und Industrie geprägten Region Englands, geboren und aufgewachsen. Mit ihrer Partnerin lebt sie auch heute noch dort. Sie arbeitete lange Jahre in der Sicherheitsbranche, schreibt seit ihrer Jugend und veröffentliche mehrere erfolgreiche Kurzgeschichten. Mit »Silent Scream« legte Angela Marsons ihr beeindruckendes Krimidebüt vor, "Evil Games" ist der zweite Band dieser Krimireihe


Inhaltsangabe/Klappentext

Eisig glitzert der Frost auf der tiefschwarzen Erde des Black Country, als die Geräte der forensischen Archäologen den Fund menschlicher Überreste anzeigen und Detective Kim Stone den Befehl zur Grabung erteilt. Nur wenige Schritte entfernt, aber im Nebel doch kaum sichtbar, liegt das verlassene Gebäude des Kinderheims. Eine der ehemaligen Angestellten ist bereits tot, und auch das Leben der verbliebenen hängt am seidenen Faden. Kim ist überzeugt, dass die Lösung des Falls im lehmigen Boden begraben liegt, doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sie sich den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen. Und noch ahnt sie nicht, was sich in Crestwood zugetragen hat und mit wem sie sich anlegt …


Rezension/Meinung

Allein das Cover verspricht schon einen eher düsteren Thriller und dieses Versprechen kann das Buch auch sehr gut halten. Ebenso, wie es bei mir geschafft hat, dass ich das Ende nicht schon nach weniger als der Hälfte vollkommen voraussagen konnte. Denn obwohl ich meinen Verdacht, wer der Täter sein dürfte, sehr schnell zu dem richtigen Schluss gekommen bin, kann man zum einen noch auf einige sehr gut gelegte falsceh Fährten geführt werden, sowie es einen Aspekt am Ende gab, den ich so nicht erwartet hatte.

Ein bisschen gewöhnen musste ich mich ehrlich an die Protagonistin Kim, denn sie ist leider, wie in vielen modernen Krimis bzw. Thrillern der Fall, eine doch etwas zerrüttete Persönlichkeit. Ich frage mich zwar immer wieder, warum diese psychisch so angeschlagenen Personen bei der Polizei angestellt werden, aber naja, es stimmt schon, sie machen das Buch auf eine gewisse Weise interessanter. Dabei ist es hier sehr gut gelöst, wie im Lauf der Geschichte immer mehr zu Tage tritt, warum Kim ist, wie sie ist und was sie so alles in ihrer Vergangenheit beeinflusst hat. Es ist mir zwar wieder ein bisschen zu viel des Guten, aber was will man machen. Dafür hat sie einen sehr sympathischen Kollegen, der sich schnell zu meinem Lieblingscharakter in diesem Thriller gemausert hat.

Der Kriminalfall selbst ist sehr spannend, vor allem, da man ein bisschen an Ahnung schon aus dem Prolog mitnehmen kann, dann neue und alte Morde und Leichen aufeinander treffen und die Verstrickungen, wie die Dinge zusammenhängen immer tiefer gehen. Besonders gefallen hat mir daran, dass die arbeiten der Forensik so in die Ermittlungen mit eingebunden wurden, man als Leser auch ein wenig mehr erfährt, wie damit umgegangen wird, wenn Leichenfunde auftauchen, die schon mehrere Jahre unter der Erde liegen. Alles verschachtelt mit den Geschehnissen im Kinderheim damals, wird die ganze Geschichte einfach irre interessant. Dabei gibt es einige Personen, die für die Taten Motive haben, die sich teilweise durchaus verdächtig verhalten und vor allen Dingen einfach doch auch gut etwas zu rätseln, wie alles ganz genau zusammenhängt. Wobei ich vor allen Dingen die Taten der Gegenwart sehr interessant fand, besonders, wie sie begangen werden.

Das Ende hätte für mich ein bisschen weniger dem typischen Showdown gleichen müssen, denn es wurde vielleicht ein bisschen dick aufgetragen. Man kann auch sagen, es folgte dem Klischee, wie solche Thriller auf das Ende zugehen müssen.

Trotzdem handelt es sich um einen sehr guten Thriller, den ich gern gelesen habe und nur weiter empfehlen kann. Vor allen Dingen, da er mich am Ende noch ein bisschen überraschen konnte.


Fazit

 

Dienstag, 19. April 2016

Rezension ~ Diabolisches Spiel

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Diabolisches Spiel
Autor: Petra K. Gungl
Broschiert: 509 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag
Ersterscheinung: 3. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839218101
ISBN-13: 978-3839218105
Genre: Mystische Belletristik/Krimi
Vorgängerband: Diabolische List



Über die Autorin

Petra K. Gungl ist gebürtige Wienerin mit einer leidenschaftlichen Liebe zu Tee und England. Beruflich setzte sich die Juristerei gegen Kunst & Germanistik durch. Die promovierte Juristin arbeitete mehrere Jahre im medizinischen Bereich.
Von Jugend an dem Verfassen von Texten verfallen, schrieb Gungl während einer beruflichen Auszeit ihren ersten Roman und gleich darauf den nächsten und nächsten., weil ein Leben ohne Plotten und Dichten für sie einfach undenkbar ist.
Nach Familie und Schreiben bestimmt Wushu den Lebensstil der Autorin: Ihr Training im Shaolin-Tempel Austria besteht aus Kung-Fu, Taijiquan, Qigong und Meditation - und jeder Menge Muskelkater! 


Inhaltsangabe/Klappentext

In ihrem früheren Leben als Heilerin von Stonehenge nahm ER Agnes alles: Liebe, Freundschaft und das nackte Leben.
Diesmal soll es anders enden, schwört sie.
Denn im heutigen London trifft sie wieder auf IHN. Wiedergeboren als Chef eines Pharmaunternehmens, verantwortlich für einen tragischen Medikamententest und mysteriöse Todesfälle im Dunstkreis seiner Person. Von seiner Schuld ist Agnes überzeugt. Also setzt sie alles auf eine Karte, um ihn zu überführen. Koste es, was es wolle.


Rezension/Meinung

Auch, wenn man es, mit ein bisschen mehr Phantasie, als ich sie wohl im Bezug auf das Cover hatte, hätte erraten können, war ich doch überrascht, mit wie vielen, doch eher esoterischen Elementen dieses Buch aufwartet, hätte ich doch eher an eine einfach spannende Geschichte mit einem kleinen Bezug zu solchen Elementen gerechnet.

Mir selbst fiel es daher ein wenig schwer mich wirklich mit der Protagonistin Agnes zu identifizieren. Zumindest mit ihr in der Gegenwart, denn dort passten, auch wenn Spirituelles auch immer mehr in den Fokus gerät, einfach manche Dinge nicht so gut hin. Unter anderem wird immer wieder erwähnt, wie sie sich erdet oder Energien durch sich strömen lässt, kleinere und größere Visionen hat, gewisse Dinge auspendelt etc. Mir persönlich war es ein bisschen zu viel, auch wenn es, wenn man solche Aspekte mag, wirklich sehr gut in die restliche Geschichte eingearbeitet ist und sie nicht vollkommen unstimmig werden lässt, auch wenn es mich ab und an ein wenig aus dem Lesefluss geworfen hat. Anders ging es mit mit Agnes in ihrer zweiten Protagonistenrolle Violet, die eine Inkarnation von ihr in der Vergangenheit ist, da ich solche eher von Esoterik geprägten Verhaltensweisen in der Zeit Violets irgendwie stimmiger und harmonischer finde. Auch wenn es eine Szene gibt, bei der mir die Dinge dann doch etwas zu schnell gingen, auch wenn irgendwelche überirdischen Kräfte da am Wirken gewesen sind.

Ich hatte daher ein wenig Probleme mich wirklich mit Agnes als Protagonistin anzufreunden, aber trotzdem lies sich das Buch gut lesen, auch wenn ich über Agnes und ihre Reaktionen und Aktionen doch häufig den Kopf schütteln musste.

Der Kriminalfall rund um das Mittel »Ulysses« ist jedoch durchaus spannend, auch wenn man leider einige Dinge vorweg weiß, da sie einem als Leser einfach verraten werden und dann viele Aspekte einfach schon so klar sind, dass man dort nicht mehr viel rätseln muss. Allerdings wartet zum Ende hin noch eine Szene auf einen, die mich dann mit den anderen, eher von mir persönlich nicht so gern gemochten  Aspekten des Buches versöhnt hat, da eine Ermittlungsszene geschaffen wurde, die mich sehr an alte Krimis erinnert hat, was ich richtig genial fand.

Ein Buch, das einen sicher vor allem dann vollkommen in seinen Bann ziehen kann, wenn man selbst ein bisschen stärker an Esoterischem und Spirituellem interessiert ist.


Fazit


Freitag, 15. April 2016

Rezension ~ Die Traumknüpfer

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Traumknüpfer
Autor: Carolin Wahl
Broschiert: 720 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 8. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453316479
ISBN-13: 978-3453316478
Genre: Fantasy



Über die Autorin

Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren, und studiert Germanistik und Geschichte in München. Sie liebt Fantasywälzer, die in anderen Welten spielen, fantastische Jugendbücher und dramatische Liebesgeschichten, mit einen Schuss Romantik. Für ihre Texte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Neben dem Lesen und Geschichten schreiben, gehört das Reisen zu ihren großen Leidenschaften. »Die Traumknüpfer« ist im Februar 2016 bei HEYNE erschienen, weitere Romane sind in Planung. Die Autorin lebt in einem gemütlichen Viertel voller Cafés in Edinburgh.


Inhaltsangabe/Klappentext

In einer Welt, in der Frühling, Sommer, Herbst und Winter über die Träume mit den Menschen verbunden sind, liegt das Schicksal der vier Jahreszeitenvölker in den Händen der Traumknüpferin Udinaa. Doch als Udinaa – halb Mensch, halb Göttin – erwacht, zerbricht ihr Traum in Abermillionen magische Splitter. Jeder einzelne dieser Splitter verleiht, einmal gefunden, dem Träger die Macht der Götter. Als die Traumsplitter in die Hände eines Verräters fallen, scheint ein gewaltiger Krieg unausweichlich. Einzig Kanaael, der Prinz der Sommerlande, und Naviia, eine junge Clansfrau aus dem Wintervolk, vermögen den Lauf des Schicksals noch zu wenden ...


Rezension/Meinung

Eine phantastische Geschichte so ganz ohne phantastische Wesen kann sich so mancher gar nicht vorstellen, denn wo ist denn da dann noch groß das Phantastische in diesem Buch, denn auch wenn es viele Fantasy Bücher gibt, bei denen diese Elemente eher gering sind, irgendwie sind sie aber doch immer irgendwie da. Die Traumknüpfer jedoch kommt vollkommen ohne die typischen Fantasy-Wesen aus, einzig ein wenig Magie macht dieses Buch wohl zu einem richtigen Fantasy-Buch, wäre da nicht auch noch die Welt, in welcher die Geschichte spielt.

Zu dieser möchte ich auch jetzt gleich zu Beginn schon kommen, denn die Welt aus "Die Traumknüpfer" ist einfach toll. Vor allem allein schon die Karte im Buch ist ein kleines Highlight und ich finde die Idee so grandios, dass sich die Welt in Länder und Gebiete aufteilt, die den einzenen Jahreszeiten zugeordnet sind. Ein Kontinent, auf dem es immer kalt ist, wie im Winter. Ein anderer, der in vielen Teilen einer Wüste gleicht, da es dort ständig heiß ist und zwei weitere, die eher gemäßigter sind und Herbst und Frühjahr gleichen. Dazu die Regeln, wie die Herrscher bestimmt werden, je nachdem, ob ein Hauptgott oder ein Hauptgöttin dem Land zugeordnet ist, entscheidt sich, ob der Herrscher männlich oder weiblich ist. Man sieht also, diese Welt ist durchdacht und das gefällt mir bei Fanatasy-Büchern immer sehr. Interessant für mich auch, jeder Eigenname hat immer irgendwo einen doppelten Vokal, etwas, das diese Welt sehr klar kennzeichnet.

Und auch die Charaktere finde ich sehr interessant, Kanaael ist, dafür, dass er eigentlich einmal Herrscher werden soll, für meinen Geschmack sehr naiv, oft unbeherrscht und impulsiv, aber auch sehr beherzt bei der Sache. Was mich immer etwas irritiert hat, er wirkte oft noch deutlich jünger auf mich, als er eigentlich sein sollte. Einzig in der Beziehung zu Wolkenlied, die ich als Charakter sehr mochte, wirkte er ein wenig reifer, vielleicht auch, weil sie auf ihn schutzbedürftig wirkte. Naviia, als weitere Protagonistin, war da fast schon das genaue Gegenteil von Kanaael. Sie ist der deutlich reifer, besonnener in den meisten Fällen und hat eine Intuition für Dinge, die ihr doch in einigen Situationen sehr hilft. Dazu kommt dann noch, dass sie von den magischen Fähigkeiten, der Traummagie, dieser Welt, die, wie ich finde, deutlich interessantere Variante beherrscht, als Kanaael.

Den mgaischen Aspekt dieser Welt betreffend, finde ich es besonders interessant, dass die Möglichkeiten doch sehr überschaubar gehalten sind, gibt es nur drei unterschiedliche Ausprägungen, die aber gerade auch wohl dadurch sehr gut durchdacht sind.

Zu all diesen Dingen, die mir einfach schon sehr gut gefallen, kommt nun noch eine ehrlich spannende Geschichte, die doch auch mit der ein oder anderen Wendung punkten konnte, die ich so nicht erwartet hätte und mit einigen Nebencharakteren oder auch Bösewichten, die noch für so manche Überraschung gut sind.

Ein richtig gelungenes Fantasy-Werk, was vor allem dadurch besticht, dass es phantastisch und sehr gut durchdacht ist, auch ohne zu viel typische Fantasy. 


Fazit


Donnerstag, 14. April 2016

Rezension ~ Gänsehaut - Du wirst an Monster glauben (Das Buch zum Film)

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Gänsehaut - Du wirst an Monster glauben
Autor: R.L. Stine
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: cbj
Ersterscheinung: 10. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570172236
ISBN-13: 978-3570172230
Empfohlenes Lesealter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Goosebumps The Movie
Genre: Jugendbuch / Kinderbuch / Horror


Über den Autor

Robert Lawrence Stine wurde als ältester von drei Kindern in Ohio geboren. In seiner Familie wird er bis heute nur Bob genannt. Mit neun Jahren fand er auf dem Dachboden eine Schreibmaschine und begann seine ersten Geschichten niederzuschreiben. Seine Mutter machte sich Sorgen um ihn, da er tagelang in seinem Zimmer saß und Geschichten schrieb. Stine war nie ein sehr guter Schüler in der Schule, er lernte aber auch nie sehr viel. Er verbrachte seine Zeit lieber mit Schreiben. Er studierte an der Ohio State Universität. Anschließend arbeitete er als Lehrer, schrieb Spaßgeschichten für Kinder und brachte das Bananas Magazin zehn Jahre lang heraus. 1969 heiratete er Jane Waldhorn. Gemeinsam mit ihr schrieb er Bücher und später eröffneten sie ihren eigenen Verlag. 1986 widmete er sich zum ersten Mal, dem Jugendhorror! Drei Jahre später startete er die Fear Street Reihe. Bis heute hat er über 100 Bücher der Fear Street Reihe geschrieben. Seine Bücher wurden in über 32 Sprachen übersetzt. Schrieb früher auch unter dem Autorennamen Jovial Bob Stine.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zach Cooper ist nicht begeistert, als er mit seinen Eltern in eine öde Kleinstadt ziehen soll. Bis er die süße Hannah kennenlernt … Was er jedoch nicht ahnt: Hannahs Vater ist der berühmte Schriftsteller R.L. Stine, Autor der weltbekannten Gänsehaut-Bücher. Und der hat ein wahrhaft übles Geheimnis. Die Kreaturen, die seine Geschichten so berühmt gemacht haben, sind echt. Jetzt haben sie sich aus ihrem Gefängnis befreit und drohen, die ganze Stadt zu vernichten. Zach, Hannah und ihrem Vater bleibt nur eine Nacht, um die Wesen wieder einzufangen und ihre Stadt vor dem Untergang zu retten. Großartiges Gruselkino mit starken Animationen, hochkarätiger Besetzung – und einer hochspannenden Story zum Nachlesen!


Mit exklusiven Filmfotos. 


Rezension/Meinung

Von den alten »Gänsehaut«-Büchern, das muss ich ehrlich gesehen, kenne ich eigentlich gar keinen Band und trotzdem sind mir viele der Charaktere bekannt. Das liegt wohl daran, dass ich als Kind gern die Cartoon-Sendung zur Reihe geguckt habe und auch, wenn diese vielleicht nicht vollkommen den Kern der Bücher trifft, mich mit ihnen irgendwie bekannt gemacht hat.

Von daher war es für mich etwas sehr ungewohntes, ein Buch dieser Reihe zu lesen. Jedoch ist allein das Vorwort vom Autor dieses Buch schon wert, da es mit sehr viel Humor geschrieben ist und es wirklich Spaß macht, sich dieses Vorwort durchzulesen.
Das Buch selbst ist auch einfach klasse geschrieben, spannend, voller irrer Wendungen und vor allen Dingen macht es einfach Spaß. Zum einen, da man die Charaktere kennt, aber nie weiß, wer auftritt und was als nächstes passieren wird, zum anderen aber auch, da die Verknüpfung zwischen den ehemaligen Büchern der Reihe, die in diesem Buch ja dadurch enthalten sind, dass die Monster aus diesen Werken herausschlüpfen und dem Autor, der selbst eine Rolle in diesem Buch spielt, genial gemacht ist. Vor allem mag ich es sehr, dass das Buch eine Mischung aus Humor und Spannung bzw. Grusel enthält, die einfach super auch für das Publikum dieses Buches geeignet ist.

Dazu kommt noch, dass Zach, Champ und Hannah echt sympathische und teils sehr verrückte Charaktere sind, die das Buch zu einem kleinen Lesevergnügen machen. Vor allem auch, da unter anderem Champ einen sehr großen Hang zur Situationskomik hat. Und natürlich ist auch Slappy wieder mit von der Partie, den ich irgendwie als gleichzeitig sympathischen, wie aber auch gruseligen Bösewicht empfinde.

Ein Buch, dass ich allen keinen und großen »Gänsehaut«-Fans durchaus empfehlen kann.


Fazit


Mittwoch, 13. April 2016

Rezension ~ Es muss wohl an dir liegen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Es muss wohl an dir liegen
Autor: Mhairi McFarlane
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517957
ISBN-13: 978-3426517956
Originaltitel: It's Not Me It's You
Genre: Belletristik


Über die Autorin

Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk - Afrika - Milton Keynes - Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bereits ihr erster Roman "Wir in drei Worten" gelang der Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Mit ihrem zweiten Roman "Vielleicht mag ich dich morgen" eroberte sie dann die Herzen der Leser im Sturm und kletterte bis auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nach "Wir in drei Worten" und "Vielleicht mag ich dich morgen" kommt endlich der neue Liebes-Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Mhairi McFarlane - romantisch, witzig und unterhaltsam.

Wie viele Schmetterlinge passen in einen Bauch?

Mit ihren tizianroten Haaren und ihren Kurven ist Delia vielleicht nicht ganz der Model-Typ, aber dass Paul sie nach zehn Jahren gemeinsamen Glücks mit einer Studentin betrügt, trifft sie ziemlich unvorbereitet. Am Anfang glaubt sie, alles sei ihre Schuld. Doch dann erkennt Delia, dass die zerplatzten Seifenblasen von gestern die Chance auf das Glück von morgen bedeuten: Denn nun kann sie selbst entscheiden, wie sie die bunten Puzzleteile ihres Lebens neu zusammensetzt. Kurzerhand zieht sie zu ihrer besten Freundin Emma nach London und sucht sich einen neuen Job. Alles könnte gut werden. Wäre da nicht Adam, ein Skandalreporter und der härteste Konkurrent ihres neuen Arbeitgebers - denn er bringt die Schmetterlinge in Delias Bauch plötzlich kräftig in Wallung. Und zu allem Übel setzt Paul wieder alle Hebel in Bewegung, um Delia zurückzugewinnen.

»Originell, scharfsinnig und witzig - ein moderner Liebesroman in höchster Vollendung.« Heat
»Unterhaltsam und einfach nur entzückend.« OK!


Rezension/Meinung

Der dritte Roman der Autorin Mhairi McFarlane und ich muss gestehen, es ist der für mich bisher am wenigsten amüsante. Es ist eher so, dass er ein wenig vor sich hin plätschert, seine Längen hat und auch die Protagonistin ist nicht so direkt mein Fall. Delia ist mir teilweise einfach viel zu naiv, bzw. auch impulsiv. Mir fiel es ehrlich sehr schwer eine Bindung zu ihr aufzubauen, da ich viele ihrer Entscheidungen, vor allen Dingen bezüglich Paul, nachdem sie ihn zu Begin des Buches verlassen hat, nicht nachvollziehen konnte.

Delia kam mir als Person einfach blass vor, hatte keine richtige Substanz, sich meist einfach dem gefügt, was gerade so passierte. Vor allem gegenüber ihres Chefs Kurt, der mir extrem unsympathisch war, konnte ich das ja noch irgendwie verstehen, denn wer steht schon gern so ganz ohne Job da, egal, wie schlecht dieser ist, auch wenn ich mich immer etwas gewundert habe, warum sich Delia nie etwas in dem Beriche gesucht hatte, auch schon vorher, in dem sie ihre Ausbildung hatte. Einziger interessanter Aspekt an Delia war für mich ehrlich, dass sie Comics zeichnet, das aber mal wieder nur im Verborgenen, da es ihr irgendwie wohl auch etwas peinlich ist. Mir persönlich haben die Comics, denn ein paar Seiten enthält das Buch von diesen, nicht sonderlich gefallen von ihrer Optik und ihrem Inhalt her, aber die Idee selbst, das Buch mit diesen aufzupeppen und zudem Delias Gedankengängen und wie sie diese verarbeitet, mehr Tiefe zu geben, finde ich sehr gut.

Meine liebsten Charaktere waren in diesem Band der Reihe irgendwie zwei der Nebencharaktere, wobei man den einen schon fast nicht richtig zählen dürfte, da es sich bei ihm um den Hund Parsnip handelt, den Delia und Paul sich angeschafft hatten. Allein die Beschreibung des kleinen Kerlchens fand ich irgendwie niedlich, zumal er für einen der wenigen wirklich richtig emotionalen Momente im gesamten Buch sorgt. Der zweite Charakter, welcher mir sehr gut gefallen hat, ist Peschwari Naan, den Delia unbedingt identifizieren soll, da er ungewollte Kommentare zu Internetbeiträgen von ihrem ersten Arbeitgeber veröffentlich und mit dem sich zwischen ihm und Delia noch einige Wortschlachten und ein sehr reger Kontakt entwickeln. Wobei ich auch in diesen Auseinandersetzungen oft Delias Kommentare nicht ganz greifen konnte, mir der Humor irgendwie etwas verschlossen blieb.

Vor allem gegen Ende wurde mir das Buch dann ein wenig zu absurd, was so alles passiert, wie Delia wieder reagiert, etc. Es war einfach ein wenig zu viel des Guten. Aber alles in allem ist es ein Buch, das sich gut und locker weglesen lässt, auch wenn es leider nicht ganz an die anderen beiden Teile heran kommt.


Fazit