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Mittwoch, 30. November 2016

Rezension ~ Sterbegeld

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Sterbegeld
Autor: Judith Winter
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Ersterscheinung: 18. Dezember 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423216166
ISBN-13: 978-3423216166
Genre: Thriller
Reihe: Emilia Capelli & Mai Zhou
Band: III


Über die Autorin

Judith Winter wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren und studierte nach ihrem Abitur Germanistik und Psychologie. Als Autorin wurde sie vor allem durch ihre Krimi-Reihe rund um das Ermittlungsteam Emilia Capelli und Mai Zhou bekannt. Das erste Buch dieser Serie wurde im Jahr 2014 unter dem Titel "Siebenschön" bei dtv veröffentlicht. Die Autorin lebt heute mit ihrer Familie in Konstanz.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein kleiner Junge wählt den Notruf der Polizei. Er schwebt in höchster Gefahr. Doch die Polizeibeamten kommen zu spät – der Junge und seine Familie wurden kaltblütig ermordet. Zwei Jahre später: Die Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou stehen vor einer Zerreißprobe. Thorsten Mohr, ein geschätzter Kollege, wird bei einer Razzia getötet. Mysteriös: Kurz vor seinem Tod hat Mohr offenbar die vorgeschriebene Schutzweste ab- gelegt. Aber warum? Die Kollegen sind ratlos, doch bald deutet alles darauf hin, dass es eine undichte Stelle in den eigenen Reihen gibt. Zur selben Zeit wird der Fall der ermordeten Familie wieder auf- gerollt. Möglicherweise wurde damals der falsche Täter gefasst. Zwei Fälle von höchster Brisanz für Capelli und Zhou.


Rezension/Meinung

Allein schon der Einstieg in diesen dritten Band der Reihe um die Ermittlerinnen Em Capelli und Mai Zhou ist extrem spannend. Die in Skriptform geschriebene Aufnahme des Telefonats der Notrufzentrale mit dem kleinen Jungen, dessen Familie bedroht wird, ist einfach schon so spannend zu lesen und so gut gemacht, da man aus dem Dialog richtig heraus hört, wie jung der Gesprächspartner noch ist und wie die Angst ihn auch gefangen genommen hat.

Wäre dieser Aspekt des Romans nicht schon spannend genug, da man sich wirklich die Frage stellen muss, was diese sehr normal und harmonisch wirkende Familie wohl angestellt haben muss, dass der Täter sie alle umbringt, selbst die Kinder, nur um der Mutter größtmöglichen Schmerz zu bereiten, was man ja an seinem Vorgehen erkennen kann, kommt dann noch dazu, dass auch bei der Polizei intern etwas nicht richtig zu stimmen scheint. Die zweite Ermittlung, in die die beiden Frauen hinein gezogen werden, ist einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu finden, da in einer Sondereinheit, bei der Em zufällig viele Mitarbeiter besser kennt, vermutlich Kollegen einem Maulwurf zum Opfer gefallen sind. Diese persönliche Ebende, die diese Ermittlung bekommt ist dabei mit das interessanteste, da es schon schwierig ist, Personen, die man gut kennt, objektiv zu beurteilen. Was dabei dann jedoch teilweise für Abgründe hinter den Menschen zum Vorschein kommen, ist einfach nur spannend.

Bei dem Fall rund um die ermordete Familie ermittelt vor allen Dingen Mai Zhou und es ist schon mehr als spannend zum einen ihre Sicht auf den Fall und den Verdächtigen zu erleben, als auch die des Anwalts Karel Schubert, der große Bedenken an der Schuld seinen Mandanten hat und daher auch der Intensität, mit der er an den Fall heran geht, spannend bleibt.

Interessant finde ich diesmal auch, dass Mai Zhou und Em fast schon getrennt voneinander ermitteln, trotzdem aber immer den Kontakt zum anderen und dem anderen Fall halten und man bei beiden merkt, dass sie als Team auch immer mehr zusammen wachsen. Zu Beginn der Reihe waren die beiden sich gefühlt ja eher spinnefeind, aber mittlerweile merkt man richtig, wie sehr sie den anderen schätzen und sich auch aufeinander verlassen und mit leiden, wenn sie Bedenken haben, dass ihrer Partnerin etwas zustoßen könnte.

Ein Thriller, der mit einigen interessanten Wendungen aufwarten kann, bei dem ich auch irgendwann jeweils einen leisen Verdacht hatte, wie die Zusammenhänge sein dürften, der aber nie so offensichtlich wurde, dass er die Spannung irgendwie verloren hätte.


Fazit


Zwei extrem spannende Fälle, bei denen Em und Mai Zhou zwar eher getrennt ermitteln, aber als Team weiter zusammen wachsen.

Rezension ~ Zodiac

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zodiac
Autor: Romina Russell
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: ivi
Ersterscheinung: 9. November 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349270381X
ISBN-13: 978-3492703819
Empfohlenes Lesealter: 14 - 17
Originaltitel: Zodiac
Genre: Jugendbuch / Science-Fiction
Reihe: Zodiac
Band: I


Über die Autorin

Romina Russell ist Jungfrau als Sternzeichen, stammt aus Argentinien und lebt als Autorin in Los Angeles. Seitdem sie für den Miami Herald eine wöchentliche Kolumne herausbrachte, hörte sie nicht mehr auf zu schreiben. Wenn sie gerade nicht an ihrer „Zodiac“-Reihe schreibt, produziert sie Film-Trailer oder widmet sich der Fotografie.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die junge Rho wünscht sich nichts sehnlicher, als zu den Zodai zu gehören. Dafür trainiert sie hart, aber in den Augen ihrer Lehrer ist Rho eine unverbesserliche Träumerin. Als eine schreckliche Katastrophe ihre Heimat Krebs heimsucht, war jedoch nur Rho dazu in der Lage, das furchtbare Ereignis in den Sternen vorherzusehen. Völlig überraschend wird sie zum neuen Oberhaupt von Krebs ernannt und soll herausfinden, wer hinter dem Unglück steckt. Dabei ist Rho für diese Aufgabe gar nicht ausgebildet! Als sie dennoch die Wahrheit entdeckt, ist diese so ungeheuerlich, dass ihr niemand glaubt - nicht einmal ihr Schwarm Matthias, der geschworen hat, sie zu beschützen. Eine düstere Legende wird Wirklichkeit. Nur Rho kann jetzt noch den Untergang der Galaxie verhindern.


Rezension/Meinung

Eine interessante Welt, mit der man sich hier erst einmal zurecht finden muss.  Die Menschen leben auf zwölf unterschiedenlichen Planeten bzw. Planetenansammlungen, welche nach den unterschiedlichen Tierkreiszeichen benannt sind und bei denen es zudem auch noch so ist, dass den jeweiligen Bewohnern der einzelnen zwölf Tierkreiszeichen unterschiedliche Eigenschaften zugesagt werden, wie den Krebsen Familienverbundenheit. Dazu hat jeder dieser Planeten unterschiedliche Herrscherstrukturen und Verbindungen zu den anderen Planeten, sie treiben Handeln miteinander und regieren das Geschehen aller Welten in einem großen Rat. So weit schon eine relativ komplexe und interessante Struktur, die ich ziemlich gelungen finde. Vor allen Dingen, da wirklich auch die Charaktere alle von dem Leben in ihrem Kulturkreis geprägt und daher sehr abwechslungsreich sind.

Rho ist dabei eine noch sehr junge Protagonistin, bei der es eigentlich schon ziemlich abwegig ist, dass sie zum Oberhaupt ihres Planeten wird, aber da die Strukturen dort sehr klar sind, wie dies von statten gehen muss, passiert genau dies und alles durch eine Katastrophe im Weltraum rund um den Planeten Krebs, der eine Station auf einem seiner Monde vollkommen zerstört und dabei viele Opfer gefordert hat. Rho und ihre Begleiter, vor allem die, die sie auf ihrer weitern Reise kennenlernt, sind alle sehr liebevoll ausgestaltet, ich muss nur ehrlich gestehen, dass ihnen ziemlich häufig etwas zu leicht anzumerken war, welche Hintergedanken sie haben, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Die Handlung als Auftakt ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch in manchen Aspekten etwas zu vorhersehbar, wie auch die Charaktere, von daher ist das auch keine große Überraschung. Trotzdem macht es Spaß das Buch zu lesen und diese unterschiedlichen Welten zu entdecken, da man merkt, mit wie viel Liebe sie ausgedacht wurden. Vor allem, dass Rho so jung ist und nicht richtig ernst genommen wird von den meisten, macht dieses Buch schon sehr spannend und interessant. Man selbst als Leser weiß ja, dass sie mit ihren Erkenntnissen recht haben dürfte und wie fatal es ist, dass ihr nicht direkt geglaubt wird.

Auf jeden Fall ein gelungener Auftakt, bei dem ich gespannt bin, wie es wohl weitergehen wird und eine Geschichte bei der es mir gefällt, dass zwar die Liebe nicht ganz vernachlässigt wird, aber auch nicht im Fokus der Handlung steht.


Fazit


Gelungener Auftakt in einer farbenprächtigen Galaxie, die einen sehr interessanten Aufbau hat und durch die Rhos Geschichte noch ein ganzes Stück interessanter wird.

Dienstag, 29. November 2016

Rezension ~ Die Lebenden und die Toten

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Lebenden und die Toten
Autor: Nele Neuhaus
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 10. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550080549
ISBN-13: 978-3550080548
Genre: Krimi
Reihe: Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein (Taunus-Krimis)
Band: VII


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe acht Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will über Weihnachten und Silvester in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord: Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? Der Druck auf die Ermittler wächst schnell. Pia Kirchhoff und ihr Chef Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur.


Rezension/Meinung

Nachdem der letzte Band um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein schon ein Thema behandelt hat, bei dem es sich ehrlich um harten Tobak handelt, wird es auch bei diesem Fall nicht leichter und die Abgründe, die sich hinter den Taten auftun und vor allen Dingen, welches Motiv hinter den Taten steht, ist schon erschreckend.

Ich finde es bei diesem Fall vor allen Dingen so interessant und spannend, dass der Täter nach dem Gedanken vorgeht, dass der eigene Tod desjenigen, den er eigentlich treffen will, viel zu milde ist und es viel mehr Leid für diesen verursacht, wenn ihm etwas genommen wird, was ihm sehr wichtig ist, wie ein anderer geliebter Mensch. Allein dieses Vorgehen und die Frage, was für Taten hinter den Verwandten der Opfer stehen, dass sie so etwas verdienen in den Augen des Täters, ist einfach extrem spannend. Dazu kommt, dass es die Morde für mich noch schlimmer macht, da die Opfer wirklich gar keine Schuld trift und noch sinnloser aus dem Leben gerissen werden, wie manch anderes Opfer.

Was sich dann als Hintergrund herauskristallisiert, ist dann fast schon so grausam, dass man als Leser hofft, dass es wirklich nur aus der Phantasie der Autorin stammt und nicht auch im wirklich Leben so übel ist, auch wenn man leider zu diesem Thema auch in der Realität so einiges gehört hat, was einen vermuten lässt, dass die Beschreibungen in diesem Krimi nicht all zu weit weg von der Realität liegen, so tragisch das ist. Worum es sich jedoch genau dreht, will ich hier nicht verraten, da es einfach ein bisschen zu viel vorweg nehmen würde.

Bei unseren beiden Protagonisten finde ich es fast schon niedlich, wie Pia zunächst zu verbergen sucht, dass sie ihren Freund und Zoodirektor Christoph Sander, geheiratet hat und interessant, dass sie sogar ihre Flitterwochen nicht wahrnimmt, da sie diesen Mord aufklären will. Auch rund um Oliver von Bodenstein gibt es wieder so einiges privates, was nebenbei immer wieder zur Sprache kommt, sich aber wie auch schon bei den restlichen Teilen sehr angenehm in die restliche Handlung einfügt.

Insgesamt ein spannender Fall und vor allem auch die Gedanken, die sich die Protagonisten immer mehr machen, lassen auch ihre Zusammenarbeit und vor allem ihre Zukunft noch spannend werden.


Fazit 

Spannende Fortsetzung der Reihe, die durch Motiv und Vorgehen des Täters einen besonderen Beigeschmack bekommt.

Rezension ~ Fuchskind

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Fuchskind
Autor: Annette Wieners
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 17. Juni 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548612512
ISBN-13: 978-3548612515
Genre: Krimi
Reihe: Gesine Cordes
Band: II


Über die Autorin

Die deutsche Autorin und Journalistin Annette Wieners kam in Paderborn zur Welt. Sie studierte Publizistik, Germanistik und Ethnologie in Münster. Eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk in München war der Beginn ihrer journalistischen Karriere, die sie unter anderem auch zu "radio ffn" nach Hannover verschlug. Annette Wieners arbeitet seit 1992 frei beim WDR. Außerdem hat sie zahlreiche Drehbücher für verschiedene Fernsehsender geschrieben. Ihren ersten Roman "Die Beerdigung ihrerMutter" veröffentlichte Wieners im Jahr 2006.


Inhaltsangabe/Klappentext

An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....


Rezension/Meinung

Der zweite Band um die ehemalige Komissarin und heutige Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes, bei dem ich mir, wenn ich mir den Klappentext des ersten Bandes angucke, vorstellen kann, es nicht von Nachteil ist, wenn man den ersten Band kennt, da man dann etwas mehr verstehen kann, warum Gesine den Beruf gewechselt hat und warum sie ist, wie sie ist oder handelt, wie sie handelt, denn manchmal war ich schon etwas überrascht.

Man merkt sehr schnell, dass Gesine noch immer ihrem toten Sohn hinterher trauert und auch nach den Jahren, die das schon her ist, nicht über dessen Tod richtig hinweg gekommen ist. Ich habe so den Eindruck, dass man sie vor allen Dingen in diesem Aspekt noch besser verstehen könnte, wenn man den ersten Band kennt, denn so rätselt man lange, was es denn mit seinem Tod auf sich hat, denn außer, dass es mit einer giftigen Pflanze im Zusammenhang stehen dürfte, so sehr, wie Gesine über die Pflanzen nachdenkt, erfährt man zunächst nicht wirklich viel zu diesem Thema. Man merkt es jedoch sofort, als sie anfängt sich um den Säugling zu kümmern, wie sehr ihr alles zusetzt. Von daher gefällt sie mir als Charakter grundsätzlich sehr gut, auch wenn ich sie in manchen Situationen etwas unaufmerksam oder einmischend empfunden habe. Sie ist allgemein eine Person mit einem nicht ganz einfachen Charakter.

Auffällig, immer wieder kommen kleinere Auszüge zu diversen Giftpflanzen vor, die sehr zu Gesines Charakter und Gesinnung passen, aber nicht unbedingt sehr zum Fall, daher zwar interessant sind, aber manchmal dezent störend wirken.

Der Fall um die Frauenleiche, Gesines Ex-Mann, der wieder aufgetaucht ist und für einiges an Verwirrung sorgt und die Indizien und Fakten, die zu diesem Fall auftauchen, ist durchaus nicht uninteressant, aber hätte für mich gern noch etwas spannender sein dürfen, denn manche der Charaktere verraten sich viel zu schnell, durch  häufige Äußerungen zu bestimmten Themen oder andere Taten, so dass es einfach viel zu leicht war herauszufinden, wie die einzelnen Puzzelteile zusammengehören dürften. Trotzdem sind die Themen, die aufgegriffen werden einfach interessant und auch der psychologische Anteil am Geschehen wertet den Krimi noch einmal auf.

Insgesamt ein solider Krimi, mit einer interessanten Protagonistin, die gerade durch ihren ehemaligen Beruf einen interessanten Aspekt hinein bringt, da sie sich aufs Ermitteln versteht, es aber ja eigentlich nicht mehr dürfte, aber auch nicht so richtig sein lassen kann.


Fazit


Ein Krimi, der vor allen Dingen auch durch seine Protagonistin interessant wird, da diese als ehemalige Kommissarin das Ermitteln nicht so ganz lassen kann und noch immer mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.

Montag, 28. November 2016

Rezension ~ Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Glück ist, wenn man trotzdem liebt
Autor: Petra Hülsmann
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 10. Juni 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404173643
ISBN-13: 978-3404173648
Genre: Belletristik / Liebesroman



Über die Autorin

Petra Hülsmann wurde 1976 geboren und wuchs in einem kleinen niedersächsischen Ort auf. Ihr Studium der Germanistik und Kulturwissenschaften in Bremen beendete sie nicht, machte stattdessen eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitet dann zehn Jahre als Sekretärin in einer Patent-und Rechtsanwaltskanzlei. Derzeit lebt sie als Autorin mit ihrem Mann in Hamburg. Ihr Debütroman "Hummeln im Herzen" erschien im Sommer 2014.


Inhaltsangabe/Klappentext

Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Ihre Daily Soap. Und ihr tägliches Mittagessen in der alten Klitsche gegenüber. Doch die wird eines Tages von dem ambitionierten Koch Jens übernommen, der nicht nur mit seiner aufmüpfigen Teenieschwester für reichlich Wirbel sorgt - und plötzlich bricht das Chaos über Isabelles wohlgeordnete kleine Welt herein. Während sie noch versucht, alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken, scheint ihr Herz allerdings schon ganz andere Pläne zu haben -


Rezension/Meinung

Ein neuer Roman von Petra Hülsman und ich hätte ihn zunächst fast übersehen, da das Cover doch so ganz anders ist, als die der ersten beiden Bücher von ihr. Obwohl ich schon sagen muss, dass ich das Cover sehr schön und stimmig zum Inhalt empfinde.

Wie auch in ihren beiden anderen Büchern erzählt diese Geschichte mit viel Humor, sowie einigen auch leicht philosophischen und tiefgründigen Einwürfen eine richtig tolle Geschichte, die beim Lesen extrem viel Spaß macht. Vor allem auch, da es unter anderem noch ums Kochen geht und es einfach zu lustig ist, wie Isabelle erstmal eigentlich allem skeptisch gegenüber steht, die Gerichte, wenn sie es denn wagt sie zu probieren, aber doch richtig toll findet.

Isabelle ist grundsätzlich ein eher etwas verrückter, aber liebenswerter Mensch. Zum einen ist sie eindeutig eher ein Träumer, unter anderem ihre Überzeugung, dass es sobald man den Richtigen trifft einfach "Boom" macht und es ist um einen geschehen und man weiß genau, derjenige, oder niemand anderes. Zum anderen ist sie auch einfach etwas verpeilt mit ihren sehr klaren Strukturen welchen Tag unter der Woche man genau was macht, wie sie ihr Essen immer sehr langsam zu sich nimmt, da man es ja erstmal ausgiebig testen muss etc. Aber diese vielen Macken machen sie nicht vollkommen absurd, sondern irgendwie liebenswert. Richtig begeistert hat mich, dass sie mit Knut befreundet ist, den man schon aus den ersten beiden Büchern ein wenig kennt und den ich schon da einfach richtig klasse fand. Jens als Charakter ist auch einfach klasse, ebenso wie seine kleine Schwester, da die beiden eigentlich so herrlich normal sind, aber doch auch wieder ihre kleinen Eigenheiten haben. Und ich muss zugeben, ich kann Isabelle ehrlich gar nicht verstehen, dass sie Jens zunächst eher unsympathisch findet.

Ein toller Roman, den ich nur weiterempfehlen kann und mir richtig Spaß gemacht hat beim Lesen, da er einfach so locker und lustig ist.


Fazit


Eine lustige und lockere Geschichte mit einer doch sehr speziellen Protagonistin, die aber trotzdem sehr liebenswert ist.

Rezension ~ Dein totes Mädchen

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Dein totes Mädchen
Autor: Alex Berg
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513455
ISBN-13: 978-3426513453
Genre: Krimi / Thriller



Über die Autorin

Alex Berg ist ein Pseudonym der Autorin Stefanie Baumm. Baumm wurde 1963 in Pforzheim geboren, wuchs jedoch großteils in den USA auf. Nach dem Abbruch eines Jurastudiums, war sie als Quereinsteigerin für verschiedene Tageszeitungen, z.B. das Hamburger Abenddblatt und die Kieler Nachrichten als Journalistin tätig. 2008 kam ihr erster Kriminalroman »Unsterblich wie der Tod« bei Droemer Knaur heraus. »Machtlos« ist ihr erster Roman unter dem Pseudonym »Alex Berg«. Heute lebt Sie in Schleswig-Holstein, nahe Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

Caroline kann es immer noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat die 26-Jährige aus dem Leben gerissen. Tage später stirbt auch der schuldige Autofahrer. Zerrissen von Trauer und Wut, flieht Caroline aus Hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Achtundzwanzig Jahre liegt ihr letzter Besuch zurück, doch es ist, als wäre sie nie fort gewesen. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. Umgeben von der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder, entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson, auftaucht, mit einem entsetzlichen Verdacht …


Rezension/Meinung

In der Einsamkeit der schwedischen Berge, in einem kleinen Dorft und ihrer Heimat ihrer Kindheit und Jugend versucht Caroline über den Unfalltod ihrer Tochter Lianne hinweg zu kommen, was mich allein vom Ort her sehr begeistert hat, denn die Gegend wirkt auf mich einfach traumhaft, die so noch etwas recht wildes ausstrahlt.

Caroline selbst ist für mich ein Charakter, den ich nicht ganz so sympathisch finde, da man ihr durchweg anmerkt, dass sie etwas verbrigt, aber man nicht richtig weiß was und warum und was alles noch so dahinter steckt. Trotzdem fühlt man mit ihr mit, denn die Trauer um ihre Tochter kann man nur zu gut verstehen, besonders nachdem sich immer mehr klärt, was alles zwischen den beiden zuvor noch vorgefallen war, wie der letzte Kontakt der beiden Frauen gewesen ist, zusätzlich noch zu dem, dass es eh schwer sein muss sein eigenes Kind auf eine solch tragische Art zu verlieren.

Ulf, Carolines Jugendliebe, der jetzt als Polizist in der Hauptstadt lebt und arbeitet, ist mir irgendwie deutlich sympathischer, da er doch eher wie der bodenständige Typ wirkt, auch wenn man bei ihm ebenso merkt, dass auch bei ihm die Vergangenheit noch sehr nachwirkt, er auch Caroline nie vergessen konnte. Was sich dann so alles auch noch rund um diese beiden und vor allen Dingen in der Kombination mit einem Kriminalfall, den Ulf auf den Tisch bekommt und den er während der Zeit in seiner Heimat weiter verfolgt, ist ehrlich ziemlich spannend.

Durch all die vielen kleinen Querbeziehungen, dem Wissen, was man nach und nach von Carolines und Ulfs Vergangenheit, ihrer eigenen und gemeinsamen erfährt und wie sich nach und nach aus diesen vielen Puzzelstücken ein Bild ergibt, ist wirklich richtig gelungen und auch spannend. Ab einem gewissen Punkt werden einem zwar manche Dinge klar, aber die Autorin schafft es, dass nicht alles sofort klar wird, noch manche Überraschung offen bleibt. Ein typischer Thriller ist dieses Buch eher nicht, aber ich wüsste auch nicht wirklich, in welches Genre man ihn stecken könnte.

Ein spannendes Buch, bei dem ich es vor allen Dingen sehr gern mochte, dass man sowohl Carolines, als auch Ulfs Erzählperspektive hat.


Fazit


Eine spannende Geschichte, bei der man sehen kann, wie fatale Folgen die Vergangenheit auf die Zukunft haben kann.

Sonntag, 27. November 2016

Rezension ~ Böser Wolf

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Böser Wolf
Autor: Nele Neuhaus
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 11. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550080166
ISBN-13: 978-3550080166
Genre: Krimi
Reihe: Pia Kirchhoff & Oliver von Bodenstein (Taunus-Krimis)
Band: VI


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe acht Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.


Rezension/Meinung

Mit dem mittlerweile sechsten Band der Taunus Krimis rund um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein widmet sich Nele Neuhaus einem Thema, das so schrecklich, wie auch dauerhaft aktuell ist. Dabei schafft sie es, dass sie ausreichend in die Tiefe geht mit ihren Schilderungen, so dass man sich als Leser selbst noch einiges weiteres vorstellen kann, aber die unschönen Details nicht so direkt serviert bekommt.

Wie immer mag ich die Art, in der Nele Neuhaus die einzelnen Szenen des Krimis beschreibt sehr gern, da sie eine sehr detaillierte Erzählweise hat, die aber gleichzeitig nicht so überladen ist, dass es irgendwie zu langweilig werden würde. Zudem sind Pia und Oliver auch zwei Charaktere, die ich einfach auch sehr gern mag. Interessant ist diesmal, dass die beiden doch ein bisschen mehr in das Ganze hineingezogen werden, als in manch anderem Teil der Reihe und man außerdem immer mehr auch noch von Oliver von Bodenstein erfährt, was mir am Anfang der Reihe immer noch ein bisschen wenig war, Pia gefühlt deutlich mehr im Fokus war. Irgendiwe merke ich immer mehr, dass ich es sehr gern mag, wenn man so Stückchen für Stückchen mehr von den Charakteren erfährt, die Entwicklungen in ihrer Persönlichkeit über einzelne Bände einfach miterlebt.

Allgemein ist es nur leider so, dass sich dieser Krimi, in dem Punkt des Miträtselns ein bisschen zu früh klärt, zumindest für mich als Leser, denn ich hatte schon relativ früh durchschaut wie die einzelnen Puzzelteile wohl zusammen gehören. Ein wenig komisch ist es dann schon, wenn man selbst alles so klar vor sich sieht, die Ermittlungen aber nicht richtig an Fahrt aufnehmen und man sich immer wieder fragt, warum die beiden das Offensichtliche nicht sehen bzw. auch teilweise gefühlt extrem deutliche Indizien und Spuren einfach nicht wahrzunehmen scheinen und ihnen richtig folgen.

Sehr gefällt mir jedoch die Gesellschaftsschicht in der diesmal ermittelt wird, wie diese dargestellt wird, welche Probleme sich dadurch auch teils ergeben und vor allen Dingen, dass  man eigenltich jedem Menschen alles zutrauen muss, egal wie wenig oder viel Geld und Macht sich hinter ihnen verbergen.

Trotzdem ist der Band dieser Reihe auch wieder ehrlich gelungen und ich freue mich schon auf die nächsten Teile, besonders, da sich auch bei den beiden Protagonisten so einiges tut.



Fazit

 

Es hätte ruhig ein bisschen schwerer sein können, den Täter und die Zusammenhänge zu erkennen, aber trotzdem ein gelungener Teil der Reihe, wohl auch wegen des Ermittlungshintergrunds im Allgemeinen.

Rezension ~ Ein Kowalski für gewisse Stunden

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ein Kowalski für gewisse Stunden
Autor: Shannon Stacey
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. September 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956492234
ISBN-13: 978-3956492235
Originaltitel: All He Ever Dreamed (Kowalski 6)
Genre: Belletristik / Liebesroman
Reihe: Kowalski
Band: VI


Über die Autorin

Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt die Bestsellerautorin Shannon Stacey in New England, das für seinen farbenprächtigen Indian Summer bekannt ist, aber auch für sehr kalte Winter. Dann macht sie es sich gerne zu Hause gemütlich. Leider weigern sich Shannons Katzen hartnäckig, auf ihrem Schoß als Wärmflasche zu dienen, während sie schreibt. 


Inhaltsangabe/Klappentext

„Wenn du Josh rumkriegen willst, dann überrasch ihn in einem Nichts aus schwarzer Spitze und zieh ihn in eine dunkle Ecke.“
Katie hat sich die Szene schon oft vorgestellt. Mit einem winzigen Unterschied:

„Warum nicht in weißer Baumwollunterwäsche?“

Die burschikose Katie ist wie eine Schwester unter den Kowalski-Brüdern aufgewachsen. Doch insgeheim sind ihre Gefühle für Josh ganz und gar unschwesterlich. Und nach einer heißen nächtlichen Begegnung in der Küche ist endlich klar, dass auch Josh sie begehrt. Zu spät? Katie weiß genau, dass er davon träumt, so bald wie möglich die Stadt zu verlassen. Da wäre es doch komplett verrückt, gerade jetzt mit ihm eine leidenschaftliche Affäre anzufangen … oder?


Rezension/Meinung

Ein weiterer Roman in dem Shannon Stacy einen zu den Kowalskis entführt und das wie immer mit einigem an Humor, aber auch einer sehr herzigen Geschichte, die für gemütliche, entspannte Stunden genau das richtige ist, wenn man nicht viel nachdenken oder sich ein bisschn gruseln will, sondern einfach nur entspannt mit seinem Buch etwas Zeit verbringen möchte.

Josh Kowalski und Katie sind beides Charaktere, die man einfach gern haben muss. Vor allem bei Josh konnte ich in gewisser Weise nachvollziehen, dass er so unzufrieden mit seinem Leben bzw. der Situation ist, da er einfach dort hinein gefallen ist und gar keine richtige Chance hatte sich für dieses Leben oder dagegen zu entscheiden. Der typische Fall, wo einer aus der Familie einfach die 'Firma' übernehmen muss und das teilweise ohne gefragt zu werden. Gleichzeitig muss ich aber gestehen, konnte ich auch gar nicht nachvollziehen, warum er so unbedingt weg möchte, denn das Leben auf der Lodge klingt für mich eigentlich ziemlich genial. Katie ist ein einfach extrem sympathischer Typ Mensch, den ich auch so im realen Leben sehr gern mögen würde mit ihrer lockeren und eher offenen Art.

Es macht ehrlich Spaß zu verfolgen wie sich die Gefühle von Katie und Josh langsam immer mehr offenbahren, wie beiden miteinander umgehen, sich langsam aneinander heran tasten, weil sie jeweils vom anderen nicht glauben, dass es ihm ebenso gehen könnte. Das ist einfach zu niedlich beschrieben und mit so viel Humor dabei, dass es einfach Spaß macht. Alles eingebettet um den Versuch von Josh die Lodge, am besten mit der Zustimmung seiner restlichen Geschwister zu verkaufen oder unter die Führung eines Geschäftsführers zu stellen und wie es Katie damit geht, dass Josh vielleicht wegziehen würde, wo sie das nun selbst nie im Leben will, ist einfach sehr harmonisch.

Ein typischer Kowalski-Roman, der einfach nur Spaß macht.


Fazit


Ein weiterer, lockerer, leichter und sehr amüsanter Liebesroman rund um die Geschwister Kowalski.

Samstag, 26. November 2016

Rezension ~ Unter Haien

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Unter Haien
Autor: Nele Neuhaus
Taschenbuch: 672 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: September 2005
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284795
ISBN-13: 978-3548284798
Genre: Unter Haien



Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe acht Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

'Action und Spannung like Grisham zu seinen besten Zeiten.' krimi-couch.de

New York, 1998: Die junge Investmentbankerin Alex Sontheim ist durch harte Arbeit und Zielstrebigkeit dort angekommen, wo sie immer hinwollte: ganz oben. Als sie den milliardenschweren Geschäftsmann Sergio Vitali kennenlernt, beginnt eine heiße Affäre. Alex genießt es, am Leben der wirklich Mächtigen teilzuhaben und gibt zunächst nichts auf die Stimmen, die sie vor Vitali warnen. Doch dann bringt eine ungeheuerliche Entdeckung Alex in tödliche Gefahr.


Rezension/Meinung

Kannte ich Nele Neuhaus bisher nur durch ihren Taunus-Krimis und die von ihr unter ihrem Mädchennamen geschriebenen Dramen, muss ich sagen, dass ich ehrlich postiv überrascht war, wie gut es ihr ebenfalls gelingt einen Politthriller zu schreiben, der auf eher internatinaler Ebene spielt.

Alex Sontheim ist dabei ein Charakter, den ich eher etwas zwiespältig gesehen habe, da ich nicht wirklich nachvollziehen kann, dass man einen solchen Drang nach Macht und Stand haben kann, wie es bei ihr der Fall ist. Man merkt einfach, dass sie ihre Reputation und dass sie erreicht hat an der Position, in der sie ist die Börse zu beeinflussen, wichtige und mächtige Menschen kennenzulernen lange Zeit wichtiger ist, als vieles anders. Interessant ist auch, wie sehr man in solchen Positionen dazu neigt zu verdrängen, was so an Mauschelein an der Tagesordnung ist, in kleinem und großen Stil, weil man den Job sonst sicherlich nicht machen könnte. Aber die Wandlung, die Alex langsam durchmacht, als sie erkennt, wie gefährlich das Spiel mit dem Feuer sein kann und was da auch alles dran hängt ist ehrlich spannend.

Teilweise passiert in diesen Politthrillern ja gar nicht so viel und trotzdem bleiben sie meist interessant, wenn sie gut gemacht sind, haben sogar immer eine Spannungskurve, die nie so weit abflacht, dass man nicht mehr weiterlesen will oder einem langweilig wird. Genau das schafft auch Nele Neuhaus in diesem Werk sehr stimmig, da man einfach angefixt ist, wissen will, ob Alex es schafft aus der Misere wieder heraus zu kommen, in die sie sich durch ihren Job, ihre Art etc. gebracht hat.

Ein extrem spannender Thriller, der mir noch einiges an Wissen zur Börse vermittelt hat, das ich bisher noch nicht hatte, aber das auf eine Art und Weise die spannend, nicht trocken ist und auch einige interessante Charaktere hat. Vor allem auch rund um Sergio Vitali.


Fazit


Ein mal so ganz anderes Buch von Nele Neuhaus, das aber extrem spannend ist und mir noch so einiges an Wissen im Bereich Börse und Co., kombiniert mit mafiösen Strukturen liefern konnte.

Rezension ~ Cold Fury

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Cold Fury
Autor: T.M. Goeglein
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267699
ISBN-13: 978-3453267695
Empfohlenes Lesealter: ab 14
Genre: Jugendbuch / Myterie-Thriller


Über den Autor

T.M. Goeglein war schon Drehbuchautor, Journalist und arbeitete in der Werbung, ehe er mit COLD FURY sein erstes Jugendbuch veröffentlichte. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Chicago.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn du dir nicht hilfst, hilft dir keiner! Mein Name ist Sara Jane Rispoli. Seit meinem sechsten Geburtstag habe ich Boxunterricht. Ich finde mich ganz o. k., bis auf meine Nase, die ist furchtbar, die werde ich mir wohl irgendwann operieren lassen. Ich habe einen Freund – oder zumindest so was Ähnliches. Und dann habe ich noch einen Aktenkoffer mit 96.000 Dollar in kleinen Scheinen, einer Knarre und einem Notizbuch mit belastendem Beweismaterial. Was ich nicht mehr habe, sind meine Eltern und mein kleiner Bruder. Sie sind verschwunden – und ich schwöre, ich hole sie zurück!

Sara Jane Rispoli freut sich auf ihren sechzehnten Geburtstag. Und ein Date hat sie auch schon, mit dem unwiderstehlichen Max. Doch dann verläuft der große Tag etwas anders als geplant: Ihre Eltern und ihr kleiner Bruder verschwinden. Und sie selbst wird von einem maskierten Mann angegriffen. Jede andere würde vor lauter Angst jetzt den Kopf verlieren – nicht so Sara Jane. Denn sie ist alles andere als normal: Mit sechs bekam sie Boxunterricht, mit sechzehn hat sie eine Knarre und eine beträchtliche Menge Bargeld in der Handtasche. Sara Jane kommt aus einer italienischstämmigen Familie, in der der Großvater Enzo ehrfurchtsvoll mit 'Boss' angeredet und in der so manches Geschäft in ihrer Chicagoer Konditorei hinter verschlossenen Türen gemacht wird. Sie weiß, dass die Polizei ihr nicht helfen kann. Und auch sonst niemand, denn auf der Suche nach ihren Eltern stößt sie auf einige dunkle Geheimnisse. Doch Sara Jane gibt nicht auf: Sie wird ihre Familie wiederfinden … 


Rezension/Meinung

Ich gebe zu, als ich mir den Klappentext zu diesem Jugendbuch durchgelesen habe, hatte ich ein bisschen etwas anderes erwartet, als ich am Ende mit dem Buch erhalten habe. Vor allen Dingen hatte ich nicht unbedingt erwartet, dass das Buch minimal phantastisch angehaucht ist, da die titelgebende 'Cold Fury' schon so wirkt, als sei sie nicht ganz real erklärbar.

Wäre nicht schon durch Sara Jane Rispolis eigenen Namen klar, dass es sich bei ihrer Familie um Italiner handelt, hätte man vielleicht nicht so schnell auf den Gedanken kommen können, dass es sich bei manchen Dingen, die um ihre Familie herum passieren, um mafiöse Verstrickungen handeln könnte, so kommt man jedoch sehr schnell auf diesen Gedanken. Allein die Kombination aus dem, was ihrer Familie passiert, als auch dem was man ansonsten noch erfährt legt diesen Verdacht einfach nah, auch wenn die Erinnerungen von Sara Jane an ihre Kindheit in der Bäckerei der Familie und ihr bisheriges Leben eigentlich relativ normal wirkten.

Grundsätzlich ist die Geschichte spannend aufgemacht, man fragt sich eine ganze Zeit lang, wer wohl ihre Familie entführt hat und was genau das für ein Mann ist, der sie die ganze Zeit lang verfolgt. Im Grunde besteht die Hauptfrage darin, was ihre Eltern entweder angestellt haben, dass sie in diese Situation geraten sind oder was sie entwendet haben bzw. besitzen, was andere unbedingt wollen, da ja trotz ihres Verschwindens auch Sara Jane immer noch verfolgt und bedroht wird. Die Auflösung am Ende konnte man zwar mit jeder weiteren Erkenntnis recht leicht ergründen, aber trotzdem bleibt es bis zum Ende spannend und ist für ein Jugendbuch auch relativ brutal. Dabei ist die 'Cold Fury' als etwas mystischer Teil so gut eingebaut, dass sie nicht unbedingt stört, auch wenn man etwas realitätsnäheres erwartet hatte.

Sara Jane ist ein ziemlich taffer Charakter, bei der ich es aber auch gut finde, dass ihre Unsicherheit immer mal wieder zum Tragen kommt und man merkt, dass sie nicht vollkommen furchlos, abgebrüht oder ähliches ist, sondern im Grunde noch ein ganz normales junges Mädchen. Mein liebster Charakter ist dabei übrigens nicht sie als Protagonistin, sondern ihr Boxtrainer, der mir irgendwie irre sympathisch ist.

Ein gut zu lesendes Buch, bei dem mich das Ende irgendwie geärgert hat, da es mir nicht abgeschlossen genug ist, ich aber auch nocht wüsste, dass die Geschichte fortgeführt wird.


Fazit


Interessant gemachte Action-Mafia-Story, die leicht phantastisch angehaucht ist und mir einer taffen, aber auch glaubhaften Protagonistin aufwarten kann, mir aber vom Ende her nicht zusagt.

Freitag, 25. November 2016

Rezension ~ I am Death - Der Totmacher

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: I am Death - Der Totmacher
Autor: Chris Carter
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 17. Juni 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287131
ISBN-13: 978-3548287133
Originaltitel: I Am Death
Genre: Thriller
Reihe: Robert Hunter
Band: VII


Über den Autor

Der brasilianische Schriftsteller Chris Carter kommt 1965 als Sohn italienischer Einwanderer in Brasília zur Welt. Nach seinem Schulabschluss zieht Carter für ein Studium der forensischen Psychologie in die Vereinigten Staaten nach Michigan. Während seines Studiums übt er diverse Studentenjobs aus, ehe er nach seinem Studienabschluss als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft tätig ist. Aus dieser Zeit stammt auch ein Gros seiner Inspirationen zu seinen späteren Werken. Ein Umzug nach L.A. bringt auch größere persönliche Veränderungen mit sich und Carter gibt seinen sicheren Job auf, um eine Gitarristenkarriere, unter anderem für Ricky Martin und Shania Twain, zu starten. Los Angeles stellt auch den Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter dar, die er, mittlerweile als Vollzeit-Autor, von London aus schreibt, wo ihn seine Musikerkarriere hinverschlagen hat. In seiner Reihe bisher erschienen sind "Der Kruzifix Killer", "Der Vollstrecker", "Der Knochenbrecher", "Der Totenkünstler", "Der Totschläger", "Die stille Bestie" und "I am Death - Der Totmacher".


Inhaltsangabe/Klappentext

Denn ich bin der Tod ...

Vor dem Los Angeles International Airport wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. In ihrem Hals steckt ein Zettel mit einer Botschaft: Ich bin der Tod. Profiler Robert Hunter ist der Einzige, der den Täter finden kann. Bald hat er einen Verdacht. Doch da taucht eine weitere Leiche auf. Ein grausames Spiel beginnt …


Rezension/Meinung

Gleich zu Beginn des Thrillers hat es Chris Carter geschafft mir einen kleinen Schock zu versezten, denn die Entscheidung, ob Carlos Garcia weiterhin Roberts Partner bleiben wird oder nicht, wie er in einem der letzten Bände angekündigt hatte, stand noch immer aus und nun recht früh kam die entscheidende Szene, bleibt Carlos oder nicht.

Vorweg kann man eindeutig sagen, Chris Carter bleibt sich mit diesem mittlerweile siebten Band der Reihe sehr treu und dieser Band reiht sich sehr stimmig in die restliche Reihe ein, erinnert auch eher wieder an die ersten fünf Bände, denn seinen direkten Vorgänger, der doch ein bisschen anders ist und aus dem Rahmen fällt. Die Morde des Täters sind auch hier wieder ebenso blutrünstig und spektakulär eklig, wie in den anderen Bänden und dadurch, dass der Täter die Aumerksamkeit der Polizei zudem regelrecht sucht, aber keine Spuren an den Tatorten hinterlässt außer seinem Markenzeichen, ist es für die Ermittlungen nicht gerade einfach. Roberts Gedanken, resultierend aus seiner psychologischen Bildung heraus sind auch wieder zu spannend und es macht einfach Spaß den Ermittlungen zu folgen, da sie so spannend sind.

Interessant finde ich auch die Kapitel, die von dem entführten Jungen erzählt werden, da man über diese etwas vom Mörder erfährt, ohne dass zu viel von ihm bekannt wird und man zu früh weiß, um wen es sich bei dem Täter handelt.

Ab einem gewissen Punkt, der in diesem Thriller aber doch eher später war, wurde mir auch langsam klar, wer der Täter ist und woher sein Motiv stammt, jedoch war die Auflösung gleichsam so genial gewählt, dass ich sehr positiv überrascht war. Eine für mich sehr stimmige Lösung, auf die man auch nicht ganz so leicht kommt und einfach richtig gut auch zur Reihe passt.

Eine richtig gelungene Fortsetzung der Reihe, bei der ich mich sehr auf den nächsten Teil mit Robert Hunter und seinem Partner freue. Vor allem auch, da man immer ein bisschen mehr auch von Hunter selbst erfährt, was ich so wohldosiert sehr angenehm eingestreut finde.


Fazit

Sehr gelungene Fortsetzung der Reihe, die ebenso spannend und blutrünstig ist, wie die anderen Bände und auch durch ihre Auflösung überzeugen kann.

Rezension ~ Sieben Jahre später

Allgemeine Informationen zum Roman


 
Titel: Sieben Jahre später 
Autor: Guillaume Musso
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Pendo
Ersterscheinung: 13. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123175
ISBN-13: 978-3866123175
Originaltitel: 7 ans après
Genre: Belletristik


Über den Autor

Guillaume Musso, geb. 1974 in Antibes, gewann mit 15 einen Kurzgeschichtenwettbewerb und beschloss somit, zu schreiben. Mit 19 Jahren ging er für einige Monate nach New York City, und diese für ihn wichtige Zeit prägte ihn und seine später verfassten Werke. Zurück in Frankreich studierte Musso Wirtschaftswissenschaften in Nizza und Montpellier und war danach lange Zeit als Dozent und Gymnasiallehrer tätig. Mit seinem Debutroman "Ein Engel im Winter" gelang ihm 2004 der literarische Durchbruch. Das Buch führte in Frankreich wochenlang die Bestsellerlisten an und wurde schließlich mit John Malkovich in der Hauptrolle verfilmt. Mittlerweile hat der Autor 12 weitere Romane veröffentlich, die in über 20 Sprachen übersetzt werden und sich als internationale Bestseller durchgesetzt haben.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen.


Rezension/Meinung

Das zweite Buch des Autors, das ich gelesen habe und ich muss sagen, dass es mir deutlich weniger gut gefällt. Unter anderem liegt das darin begründet, dass ich sowohl die Geschichte etwas weit hergeholt finde, als auch das Verhalten und die Persönlichkeit der beiden Protagonisten.

Es ist definitiv nicht so, dass sich die Geschichte schwerfällig lesen lässt oder so gar keinen Spaß macht, aber es ist zum einen schon viel zu früh klar, in welche Richtung alles gehen wird, wieso Jeremy verschwunden ist und was dahinter steckt. Es war in meinen Augen einfach ein wenig zu offensichtlich. Trotzdem war ich schon ein wenig neugierig, welche Auswirkungen sein Verschwinden und die Suche nach ihm auf seine Eltern haben würde, da die beiden sich zu Beginn des Buches ja nicht wirklich grün sind.

Bei Sebastian und Nikki ist es so, dass ich die beiden nicht so wirklich verstehe. Nikki ist noch ein halbwegs authentischer Charakter, da sie sich genau so benimmt, wie man es von ihr erwartet, nachdem man sie auf den ersten Seiten kennengelernt hat. Ein wenig unkonventionell und auch nicht immer im ganz legalen Bereich. Bei Sebastian, der sehr steif und reserviert wirkt am Anfang, was zu einem Geigenbauer auch passt, ist schon dadurch eher ein Charakter der mir nicht sonderlich sympathisch werden konnte. Dazu kommt, dass er durch seine extrem kontrollierte Art und den Drang, dass alles eine klare Linie haben muss und organisiert gehört, dies auch seiner Tochter vorlebt und sie genau in der richtigen Bahn laufen muss und ihr Verhalten um kein My abweichen darf. Ganz schlimm finde ich, dass er Handy, PC und Zimmer seiner Tochter regelmäßig kontrolliert und seine Erkenntnisse auch noch direkt vor ihr ausbreitet und sie mit Vorwürfen überschüttet. Noch seltsamer wird Sebastian für mich aber, als er plötzlich anfängt alle Aspekte die ihn ausmachen über Bord zu werfen und Dinge tut, die einfach nicht zu seinem Charakter passen wollen. Grundsätzlich hätte ich bei ihm einfach ein anderes Verhalten vermutet und ich finde es wenig glaubwürdig, dass er sich einfach so um 180° dreht.

Die Suche nach Jeremy und was den beiden dabei passiert, ist auf jeden Fall spannend und interessant, wenn auch teilweise etwas weit hergeholt, weil der Zufall eine Verstrickung mit hinein bringt, die alles etwas in ein anderes Licht rückt.

Insgesamt ein Buch, das man gut einfach so weglesen kann, aber doch irgendwie auch ein bisschen weit hergeholt dafür, dass ich etwas realitätsnähres vermutet hatte.


Fazit


Gute Unterhaltung, bei der aber zu schnell klar ist wie der Hase läuft und ich zudem die Protagonisten nicht immer ganz glaubwürdig fand.

Donnerstag, 24. November 2016

Rezension ~ Das Joshua-Profil

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Ersterscheinung: 26. Oktober 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785725450
ISBN-13: 978-3785725450
Genre: Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


Rezension/Meinung

Die Idee hinter diesem Buch, die einem auch erst langsam im Verlauf der Geschichte langsam aufgeht, ist an sich ziemlich genial und ich muss gestehen, dass ich es von Fitzek sehr interessant finde eine solche Idee so umzusetzen, wie es das Joshua-Profil aufzeigt.

Zunächst gebe ich zu, es ist in meinen Augen nicht einer der besten Thriller von Fitzek, da habe ich schon noch deutlich bessere gelesen, denn bei zu vielen Dingen ist es in meinen Augen zu früh klar, wie die Dinge liegen, auch wenn die Auflösung am Ende ehrlich gelungen ist.

Interessant für mich ist, dass man auch immer wieder Einblicke bei Jola bekommt, wie es ihr geht, da sie ja wirklich entführt wurde, auch wenn Max das zunächst niemand glauben möchte. Grundsätzlich ist der Anfang auch einfach genial konstruiert, wie Max zunächst diesem seltsamen Mann begegnet, darauf sein Bruder Cosmo auftaucht, der eigentlich wegen Kindesmissbrauch im Gefängnis hätte sein sollen und er dann zusammen mit seiner Tochter Jola einen Autounfall hat, bei dem diese verschwindet und von dem ihm nachträglich niemand mehr glauben will, dass es ihn gab, da er ganz woanders aufgefunden wird und das Auto verschwunden ist. Zudem gibt es plötzlich rund um Jola so einige Animositäten, die zu weiteren Fragen führen. Allgemein also schon genug Stoff um einige Fragen zu erzeugen, denen man sich als Leser bzw. erstmal stellen kann bzw. muss. Vor allem, da Max Position und Geschichte immer unglaubwürdiger wird.

Die beiden Brüder Max und Cosmo, sind dabei durchaus sehr interessante Charakter und man traut Cosmo schon so einges zu, vor allem auch nachdem man merkt, wie er seinem Bruder helfen kann, da viele seiner Ideen und Verhaltensweisen sowie Kentnisse ganz klar machen, dass Cosmo sehr stark am Rand der Legalität unterwegs ist, wenn nich schon weit darüber hinaus. Jola mag auch sehr, jedoch ist sie für ihr eigentliches Alter vielleicht ein bisschen zu reif in ihrem Verhalten.

Insgesamt auf jeden Fall ein interessanter Thriller, der gut gemacht ist und eine Auflösung bietet, die ich persönlich gelungen finde, wäre ich zu Beginn noch lange nicht darauf gekommen, jedoch löst sich alles für mich dann etwas zu schnell auf. Trotzdem ein empfehlenswertes Werk, auch wenn ich andere noch bessere Bücher des Autors kenne.


Fazit


Nicht der beste Fitzek, aber dennoch ein sehr gelungener Thriller mit einem interessanten Hintergrund und Motiv.

Rezension ~ Ins Gras gebissen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ins Gras Gebissen
Autor: Auerbach & Keller
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610900
ISBN-13: 978-3548610900
Genre: Krimi / Humor
Reihe: Pippa Bolle
Band: IV
 

Über die Autorinnen

Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.

Frau Keller ist seit 2005 freie Schriftstellerin, nachdem sie u.a. als Köchin gearbeitet, Veranstaltungen organisiert, internationale Pressearbeit gemacht und Schauspieler betreut hat - natürlich nacheinander. Nach vielen Jahren im Ruhrgebiet ist sie zu ihren familiären Wurzeln zurückgekehrt und lebt jetzt an der Nordseeküste.

Mit den Wohlfühl-Krimis um die Haushüterin und unfreiwillige Ermittlerin Pippa Bolle aus Berlin bereichert das Autorinnenduo Auerbach & Keller (alias Ute Mügge-Lauterbach und Brenda Stumpf) die Leselandschaft um die erste deutsche Cosy-Krimi-Reihe. Humorvoll, sympathisch und skurril statt Strömen von Blut - und trotzdem spannend von der ersten bis zur letzten Seite.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn die Sonne tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten …

Ein großzügiger Scheck lockt Pippa zu einem Auftrag als professionelle Haushüterin in die beschauliche Altmark. Christabel Gerstenknecht, die fast hundertjährige Besitzerin einer Gartenzwergmanufaktur, will nicht allein sein und hat Pippa für zwei Wochen als Gesellschafterin engagiert. Der Traum vom leicht verdienten Geld ist schnell ausgeträumt: Das tägliche Arbeitspensum der rüstigen alten Dame, ein mysteriöser Spökenkieker, seltsame Todesfälle, ein Kommissar, der Pippas Hilfe benötigt, sowie Störche und Gartenzwerge auf Wanderschaft halten die Haushüterin rund um die Uhr auf Trab.


Rezension/Meinung

Ich bin ja allgemein ein kleiner Krimifan und liebe sowohl die ernsten Ableger dieses Genres, als auch immer wieder mal gern einen eher humoristischen. Die Krimis rund um Pippa Bolle zählen eher in die zweite Kategorie und haben meist auch einen etwas ruhigeren Anklang, so dass es nicht unbedingt besonders blutig wird oder viele Leichen gibt, sondern eher der Kniff darin liegt herauszufinden, welche Motive hinter der Tat stecken und wer der doch eher etwas skurrileren Charaktere wohl der Täter sein könnte.

Wie immer startet für Pippa der Fall dadurch, dass sie aufgrund ihrer Zweitbetätigung des "Homesittings", neben ihrer eigentlichen Übersetzertätigkeit, an einen ihr unbekannten Ort kommt. In diesem Band einmal ganz ungewohnt, nicht, um ein Haus in Abwesenheit des Bewohners zu bewachen und bewohnen, sondern eher um die Haushälterin und Gesellschafterin zu ersetzen und der schon eher etwas betagten Bewohnerin und Leiterin der ortsansässigen Gartenzwermanufaktur, Christabel Gerstenknecht, Gesellschaft zu leisten und zur Hand zu gehen.

Dabei handelt es sich bei Christabel Gerstenknecht nicht gerade um eine hilflose alte Dame und die Bewohner des kleinen Örtchens sind auch mit allen Wassern gewaschen. Vor allen Dingen ist es in diesem Band sehr amüsant, dass Pippa gerade so auftaucht, dass sie zunächst vom örtlichen Kommissar für eine neue Mitarbeiterin gehalten und in die Ermittlungen eingebunden wird, denn wo Pippa auftaucht, gibt es irgendwie immer ein Verbrechen.

Allein durch Pippas symnpathische Art und die vielen netten, verrückten und auch teils merklich hinterlistigen Leute, die in diesem Band auftauchen und die teilweise sehr ungewöhnlichen Todesarten, denn in diesem Band gibt es mal mehr als einen Toten, machen das Buch einfach wieder nur klasse. Zumal man durchaus etwas räteseln kann, wer wohl hinter den Taten steckt und wo das Motiv verborgen liegt. Ich mag es auch, dass in fast jedem Band ein oder mehrere Charaktere eines der anderen Bücher um Pippa wieder auftauchen, denn es hat schon etwas besonderes die bekannten Charaktere zu treffen und kenn man die anderen Teile nicht, schadet das aber definitiv nicht.

Wieder mal ein richtig gelungener Pippa Bolle, der mit dem gewohnten Witz, einem nicht ganz unkniffligen Fall und einer gelungenen bunten Mischung an Charakteren aufwarten kann.


Fazit


Ein sehr gelungener Krimi rund um Pippa Bolle, mit skurrilen Charakteren, skurrilen Todesfällen und viel Humor.

Mittwoch, 23. November 2016

Rezension ~ Those Girls - Was dich nicht tötet

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Those Girls - Was dich nicht tötet
Autor: Chevy Stevens
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Ersterscheinung: 23. Juni 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596034701
ISBN-13: 978-3596034703
Originaltitel: Those Girls
Genre: Thriller


Über die Autorin

Chevy Stevens ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen. Sie arbeitete einige Jahre als Immobilienmaklerin und kam während der einsamen Wartezeiten bei Open-House-Besichtigungen auf die Idee zu ihrem ersten Thriller ›Still Missing – Kein Entkommen‹. Der Roman wurde sofort zu einem internationalen Bestseller; auch ihr zweiter Thriller ›Never Knowing – Endlose Angst‹ erschien weltweit in über 20 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste.


Inhaltsangabe/Klappentext

Schau durch die Augen dieser drei Schwestern, die in die Fänge von Psychopathen geraten, und du lernst, was Angst bedeutet.

›Those Girls‹, der neue Thriller der kanadischen Bestseller-Autorin Chevy Stevens: eine Story von Überleben und Rache – hart, eindringlich, unglaublich fesselnd.

Die Schwestern Jess, Courtney und Dani sind 14, 16 und 17 und leben auf einer rauen Farm in Kanada. Als ein Streit mit ihrem gewalttätigen Vater aus dem Ruder läuft, müssen sie fliehen. Doch ihr Pick-up bleibt in einem abgelegenen Dorf liegen, und bald finden sie sich in einem noch furchtbareren Albtraum wieder – wird er jemals enden?

Ein Thriller, der unter die Haut geht – Chevy Stevens schreibt intensiv und mitreißend über Verzweiflung und Loyalität, über das Grauen und seine Opfer, über das Böse und die Stärke von Frauen.


Rezension/Meinung

Zwiegespalten ist wohl genau der Begriff, der meine Meinung zu diesem Thriller am besten einfängt. Der Grund dafür, dieser Thriller hat einige Stellen, an denen er richtig,richtig gut ist und dafür aber andere, in denen er extrem langatmig wird, weil über Strecken kaum etwas passiert. Im Grunde genommen sehr schade, denn über den Mittelteil musste ich mich doch etwas hinwegquälen.

Aber nun erstmal zum Anfang und den drei Schwestern. Jess, die Erzählerin des ersten Teils dieses Buchs ist, ist mit die sympathischste der Schwestern, wirkt sie noch am meisten auf dem Boden der Tatsachen. Courtney ist mir einfach ein bisschen zu sehr Partymaus, wirkt mir zu wenig vernünftig, obwohl sie Älter ist und Dani tut mir eigentlich nur Leid, weil sie zu nett ist und sich durch das, was passiert, anfängt ihre Zukunft zu verbauen, die sicherlich die von der Ausicht her beste der Schwestern gewesen wäre. Jess hat zwar auch ein paar naive Züge, aber grundsätzlich gewinnt meist ihre vernüftige Ader, was man selbst in den richtig heftigen Szenen dieses Thrillers merkt. Jedoch muss ich gestehen, dass ich einen anderen Ablauf der Handlungen erwartet hätte, als ich nur den Klappentext kannte.

Mit dem Erzählerwechsel im Verlauf des Romans wurde es dann zunächst erstmal wieder ein wenig langweiliger, denn obwohl es immer noch ein paar Dinge gab, die es in diesem Abschnitt etwas spannend gehalten haben, dauerte es locker 1/3 der Erzählung bis sie dann wieder so weit ist, dass die Spannung wieder zu nimmt. Grundsätzlich ist die Geschichte nicht vollkommen uninteressant in diesem Abschnitt, aber mir war es nicht genug.

Letztendlich wird es zum Ende hin wieder spannender, auch wenn ich immer noch sagen muss, dass die Handlungsweise der drei Schwestern mir bis zum Ende hin nicht wirklich schlüssig war. Trotzdem geht das Buch auf eine sehr interessantes Thema ein und ist als Drama sicherlich nicht zu verachten, wirklich ein Thriller mit viel Spannung ist es aber nicht.


Fazit


Als Drama gelungen, als Thriller gibt es für mich zu lange Zeit eigentlich nichts, was spannend genug war, um mich in diese Richtung zu fesseln, zumal dafür alles viel zu offen und klar ist.

Rezension ~ Ich finde dich

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ich finde dich
Autor: Harlan Coben
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Page & Turner
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442204356
ISBN-13: 978-3442204359
Originaltitel: Six Years
Genre: Krimi / Thriller



Über den Autor

Harlan Coben wuchs in New Jersey auf und besuchte das Amherst College in Massachussetts, wo er Politische Wissenschaft studierte. Danach arbeitete er einige Jahre in der Reisebranche, bevor er mit dem Schreiben begann. 1995 erschien der erste Thriller um Myron Bolitar. Mit dieser Reihe war Coben außerordentlich erfolgreich.Ihm gelang es als erster Autor, die drei wichtigsten amerikanischen Krimipreise gleichzeitig zu gewinnen. Harlan Coben lebt zusammen mit seiner Frau Anne Armstrong-Coben und seinen vier Kindern in Ridgewood, New Jersey.


Inhaltsangabe/Klappentext

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat ...


Rezension/Meinung

Als Thriller würde ich dieses Buch nicht bezeichnen, wenn dann eher als Krimi, der aber nicht von der Polizei als Ermittler ausgeht, denn wirklich die Aspekte, die für mich einen Thriller zum Thriller machen, d.h. entweder extremere Gewaltszenen oder auch ein psychischer Faktor, der einen regelrecht um den Verstand bringt, sind hier nicht zu finden. Eher ist es zwar auch ein psychischer Faktor, aber mehr durch Neugier und den Drang dem Rätsel auf die Schliche zu kommen geprägt, denn durch psychische Spielchen oder ähnliches.

Jake als Protagonist war mir nicht unsympathisch, obwohl ich ihn manchmal nicht so richtig verstanden habe und selbst ein bisschen überrascht war, wie leicht ihm manche Nachforschungen fallen, wo man als offizielle Behörde schon deutlich Probleme hätte und er ist nun ja als Professor eigentlich nicht gerade ein Ass in solchen Vorgehensweisen, zumindest würde es mich wundern. Hätte man ihn jetzt als Hacker kennengelernt und er sich so einiges über dunkle Kanäle im Netz gesogen, hätte das etwas glaubhafter gewirkt. Aber da nicht immer alles vollkommen glaubhaft sein muss, kann man über diesen Aspekt eigentlich hinweg sehen, denn spannend ist die Geschichte auf jeden Fall, wenn auch ab einem gewissen Punkt wieder vorhersehbar, aber das passiert mit bei fast jedem Krimi oder Thriller, bei dem es darum geht einen Täter bzw. ein Motiv zu finden oder ein Rätsel zu ergründen, weswegen ich da schon ein wenig drüber hinweg sehe.

Jake als Charakter finde ich gleichsam interessant, da man seinen Gedanken durch die Ich-Erzähler-Perspektive sehr gut folgen kann, muss aber gestehen auch manchmal etwas seltsam, da ich schon gleich zu Beginn des Buches etwas irritiert war, dass eine so kleine Sache so einen Forscherdrang in ihm auslöst. Allein aufgrund einer Todesanzeige die Suche nach Natalie zu starten, finde ich schon etwas verrückt und habe ich auch nicht ganz nachvollziehen können. Obwohl Jake immer wieder erwähnt, wie groß seine Liebe zu ihr war und irgendwie auch noch ist, obwohl er sie Jahre nicht gesehen hat, sie vermeindlich einen anderen heiratete etc.

Ein Buch, das durchaus Spaß macht beim Lesen, vielleicht nicht ganz das glaubhafteste ist, wenn man es realitätsnah mag, aber trotzdem nicht schlecht ist, auch wenn letztendlich vielleicht wieder ein bisschen sehr viel hinter allem steckt.


Fazit

Ein Buch, das sich sehr gut wegliest, weniger Thriller, denn Krimi ist und vor allen Dingen nicht zu ernst genommen werden sollte von seiner Realitätsnähe.

Dienstag, 22. November 2016

Rezension ~ Percy Jackson - Der Fluch des Titanen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Percy Jackson - Der Fluch des Titanen
Autor: Rick Riordan
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 20. Januar 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551555540
ISBN-13: 978-3551555540
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians - The Titan's Curse
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Reihe: Percy Jackson
Band: III


Über den Autor

Rick Riordan wurde am 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der University of Texas und unterrichtete viele Jahre an Schulen in seiner Heimatstadt sowie in Kalifornien. Sein Debütroman veröffentlichte er 1997 mit »Big Red Tequila« – dem ersten Band seiner »Tres Navarre-Reihe« in der zuletzt 2007 »Rebel Island« erschien. Seinen internationalen Durchbruch erlangtre Riordan mit seine »Percy-Jackson«-Reihe deren erster Band 2005 mit »Diebe im Olymp« erschien, welche auch verfilmt wurde. Der fünfte Band »Die letzte Göttin« erschien Ende September 2011 auf deutsch. Der siebente Band »The Son of Neptune« erschien ebenfalls im Jahr 2011 in den USA. Parallel dazu veröffentlichte er 2010 den ersten Band einer weiteren Reihe, den »Kane Chronicles« mit dem Titel »The Red Pyramid«. 2011 erschien der zweite Teil der Chroniken "Der Feuerthron", ehe 2013 mit "Der Schatten der Schlange" der dritte Band folgt. Riordan wurde für seine Werke schon mit verschiedenen Preisen geehrt. Bereits 1998 erhielt er den Shamus Award und den Anthony Award für Big Red Tequila. 1999 folgte der Edgar Award für das beste Originaltaschenbuch für den Widower’s Two-Step. 2008 und 2009 konnte er sich den Mark Twain Award sichern. Und ebenfalls im Jahr 2009 wurde er mit dem Rebecca Claudill Award für "Percy Jackson - Diebe im Olymp" ausgzeichnet. 2012 wurde die neue Reihe um Percy Jackson unter dem Titel "Helden des Olymp" veröffentlicht. Mit "Der verschwundene Halbgott" kam im Oktober 2012 der erste Band auf den deutschen Buchmarkt. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er noch immer in seiner Heimatstadt in San Antonio, Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Bei den Göttern des Olymp herrscht Untergangsstimmung, denn die Titanen rüsten zum Krieg! Percy muss unbedingt bis zur Sonnenwende die Göttin Artemis befreien, die in die Klauen der finsteren Mächte geraten ist. Ein Abenteuer, das ihn und seine Freunde den gefährlichsten Kreaturen der griechischen Mythologie gegenübertreten lässt - und tödliche Gefahren birgt. Aber die Titanen haben offensichtlich vergessen, dass Percy mit allen Wassern gewaschen ist. Schließlich ist er der Sohn des Poseidon!


Rezension/Meinung

 Es ist schon der dritte Teil der Reihe um Percy Jackson, Annabeth und Grover und reiht sich sehr stimmig in die bisherige Reihe ein, denn auch dieser Band ist wieder spannend und zudem auch wieder sehr humorvoll.

Dabei lernt man wieder weitere neue Kreaturen der griechischen Sagenwelt kennen, wie auch ein paar weitere neue Charaktere bzw. Gruppierungen, wie die Jägerinnen, die Riordan sich selbst ausgedacht hat, kennen. Vor allem finde ich es als Leser der zweiten Reihe »Helden des Olymp« spannend, dass jetzt Charaktere auftauchen, die ich schon kenne, die in dieser Reihe aber bisher noch nicht vorgekommen sind. Vor allem Thalia, Bianca und Nico sind da zwei Personen, bei denen ich die Einführung in diese Reihe einfach sehr spannend und interessant finde. Unter anderem auch, da sie durch ihre teilweise ganz andere Art so einige weitere spannende Aspekte mit in die Geschichte einbringen.

Bei Percy und Grover hat sich nämlich, außer dass sich langsam älter werden, was man auch an manchem Verhalten merkt, nicht so viel geändert, denn sie neigen beide immer noch dazu jede Schwierigkeit, der man irgendwie begegnen kann, mitzunehmen. Trotzdem merkt man, wie sich die Chraktere entwickeln, welche Stärken und Schwächen sich bei den einzelnen langsam heraus kristallisieren und wie sich mit ihren Gedanken, Emotionen, Wünschen etc. umgehen. Dabei passiert so viel in diesem Band, dass es einfach nicht langweilig werden kann, auch wenn man kaum etwas dazu sagen kann, weil man dann schon wieder viel zu viel verrät.

Riordan und die Geschichte um Percy bleibt sich auf jeden Fall treu. Es gibt wieder diese vielen genialen Ideen, Humor in Hülle und Fülle und natürlich einiges an Spannung und interessanten Wendungen und vor allem das Ende dieses Teils ist doch ein wenig fies.
Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die letzten zwei Bände der Reihe und bin ehrlich gespannt, wie es weitergehen und Enden wird.


Fazit


Sehr gelungener dritter Band, bei dem einige interessante neue und scheinbar wichtige Charaktere hinzukommen und der ein etwas fieses Ende hat, wenn nicht direkt der nächste Band schon vorliegt.

Rezension ~ Arkadien erwacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Arkadien erwacht
Autor: Kai Meyer
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 12. Oktober 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582017
ISBN-13: 978-3551582010
Empfohlenes Lesealter: 14 - 17 
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Arkadien
Band: I


Über den Autor

Kai Meyer, 1969 in Lübeck geboren, ist als Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor tätig. Er gilt als ein Vertreter des magischen Realismus – in seinen Büchern verbinden sich historische Ereignisse und Personen mit Elementen aus dem Bereich der Sagen und Mythen. Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Film, Theater und Philosophie, bevor er ein Volontariat bei einer Tageszeitung begann. Nach einigen Jahren als Journalist und Filmkritiker beschloss Meyer 1995, zukünftig als freier Autor tätig zu sein. Bereits 1993 hatte er mit „Der Kreuzworträtsel-Mörder“ seinen ersten Kriminalroman veröffentlicht, der auf einem Fall aus der ehemaligen DDR basierte. Ein Jahr später ließ er „Schweigenetz“ folgen. Mit „Geisterseher“, welches 1995 erschien, gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. In den folgenden Jahren schrieb Meyer zahlreiche Romane, viele davon bilden ganze Serien. Beispiele hierfür sind etwa die „Doktor Faustus“-Triologie, „Die Nibelungen“, „Die Sieben Siegel“ sowie die Trilogien „Merle und die fließende Königin“, „Die Wellenläufer“, „Wolkenvolk“ und „Sturmkönige“. Zudem schrieb Kai Meyer Drehbücher und war als Co-Autor an der Kreation eines Fantasy-Rollenspiels beteiligt. Bis zum heutigen Tage hat Kai Meyer rund 50 Bücher veröffentlicht, welche in fast 30 Sprachen übersetzt wurden. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt mehrere Millionen Exemplare. Im März 2012 erschien der dritte Band der Alchimistin-Saga, "Die Gebannte". Hintergrund: Einige Jahre nach "Die Alchimistin" und "Die Unsterbliche" beschlossen Kai Meyer und sein Verlag (Heyne), die beiden Bände neu aufzulegen. Dafür überarbeitete Kai Meyer die Werke und bekam dabei Lust auf einen dritten Band.


Inhaltsangabe/Klappentext

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist.


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zunächst bei dieser Reihe doch ein wenig mehr Fantasy erwartet hatte, als bisher im Auftaktband zu spüren ist. Man konnte zwar schon erahnen, dass in diesem Bereich noch einiges auf einen zukommen könnte, jedoch war der Beginn dieses Bandes so ganz anders.

Allgemein ist es schon sehr auffällig, wie arg es sich alles um die Mafia bzw. das Leben in diesen italienischen Clans geht, bei denen man auch ohne das es gesagt wird, sofort spürt, dass es sich irgendwie um die Mafia handeln muss. Dabei wurde in meinen Augen von Beginn an sehr deutlich klar gemacht, wie groß der Unterschied zwischen den Carnevares und den Alcantaras ist. Unter anderem von der Macht, die sie haben, aber auch von ihrem Vermögen her.

Den Anfang selbst finde ich etwas langatmig, da gefühlt eine sehr lange Einführung in alles stattfindet und außer der Tatsache, dass Rosa nahe gelegt wird, dass sie nichts mit Alessandro zu tun haben sollte und einige Charaktere vorgestellt werden, passiert erstmal nicht sonderlich viel spannendes. Allgemein bin ich mir auch nicht so sonderlich schlüssig, ob mir der Aufbau der Beziehung zwischen Rosa und Alessandro wirklich gefällt. Nach und nach wird es dann um die beiden und alle anderen Charaktere deutlich spannender, auch um Rosas Schwester, deren Freundin etc. aber bis dahin ist es gefühlt ein recht langer Weg. Auch Rosa selbst verstehe ich in einigen Szenen nicht so recht, brauchte auch etwas, um mit ihr wirklich warm zu werden.

Richtig interessant wird das Buch eigentlich erst ab den Szenen auf der Insel, auf die Alessandro Rosa mitnimmt, denn ab diesem Punkt nimmt das Buch ein wenig an Fahrt auf und man fängt langsam an zu durchschauen, dass zum einen einige Dinge passieren, die sie doch sehr ominös sind und zum anderen, dass jetzt doch langsam das Geheimnis etwas zu Tage tritt, welches im Klappentext angesprochen wird und etwas Fantasy in die Reihe hinein bringt.
Letztendlich bin ich zwar schon neugierig, wie es weitergehen wird, hätte mir aber doch noch ein bisschen mehr von diesem ersten Band dieser Reihe versprochen, besonders, da ich in Erinnerung hatte, dass sie recht beliebt ist.


Fazit


Weniger Fantasy als erwartet und ein Auftakt, der zunächst etwas in Schwung kommen musste, letztendlich aber doch interessant ist und mich irgendwie neugierig auf den Rest der Reihe macht.


Montag, 21. November 2016

Rzension ~ Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen
Autor: Rick Riordan
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 20. Januar 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551554382
ISBN-13: 978-3551554383
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians - The Sea of Monsters
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Reihe: Percy Jackson
Band: II


Über den Autor

Rick Riordan wurde am 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der University of Texas und unterrichtete viele Jahre an Schulen in seiner Heimatstadt sowie in Kalifornien. Sein Debütroman veröffentlichte er 1997 mit »Big Red Tequila« – dem ersten Band seiner »Tres Navarre-Reihe« in der zuletzt 2007 »Rebel Island« erschien. Seinen internationalen Durchbruch erlangtre Riordan mit seine »Percy-Jackson«-Reihe deren erster Band 2005 mit »Diebe im Olymp« erschien, welche auch verfilmt wurde. Der fünfte Band »Die letzte Göttin« erschien Ende September 2011 auf deutsch. Der siebente Band »The Son of Neptune« erschien ebenfalls im Jahr 2011 in den USA. Parallel dazu veröffentlichte er 2010 den ersten Band einer weiteren Reihe, den »Kane Chronicles« mit dem Titel »The Red Pyramid«. 2011 erschien der zweite Teil der Chroniken "Der Feuerthron", ehe 2013 mit "Der Schatten der Schlange" der dritte Band folgt. Riordan wurde für seine Werke schon mit verschiedenen Preisen geehrt. Bereits 1998 erhielt er den Shamus Award und den Anthony Award für Big Red Tequila. 1999 folgte der Edgar Award für das beste Originaltaschenbuch für den Widower’s Two-Step. 2008 und 2009 konnte er sich den Mark Twain Award sichern. Und ebenfalls im Jahr 2009 wurde er mit dem Rebecca Claudill Award für "Percy Jackson - Diebe im Olymp" ausgzeichnet. 2012 wurde die neue Reihe um Percy Jackson unter dem Titel "Helden des Olymp" veröffentlicht. Mit "Der verschwundene Halbgott" kam im Oktober 2012 der erste Band auf den deutschen Buchmarkt. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er noch immer in seiner Heimatstadt in San Antonio, Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auch Percys siebtes Schuljahr verläuft nicht wirklich ruhig: Erst gerät sein bester Freund Grover in die Gewalt eines Zyklopen, dann vergiftet jemand den Baum der Thalia im Camp der Halbgötter und hebt so dessen magische Kräfte auf. Nur das goldene Vlies kann jetzt noch helfen. Das aufzutreiben ist allerdings weitaus schwieriger als Percy gedacht hat - ein abenteuerlicher Wettlauf um das Leben Grovers und die Sicherheit des Camps beginnt.


Rezension/Meinung

Nachdem mir sowohl der erste Band der Percy Jackson Reihe, als auch alle Teile das Nachfolgers »Helden des Olymp« so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch die Percy Jackson Reihe weiter lesen.

Ich mag es einfach, wie die alten griechischen Götter- und Heldensagen hier mit der Gegenwart verknüpft werden und dann noch so einige sehr amüsante und auch teilweise sehr innovative Ideen eingebracht werden. Denn obwohl es sich ja eigentlich um eine Kinder- bzw. Jugendbuchreihe handelt, hat sie so manche Anspielung, die ich gerade auch als erwachsener Leser einfach nur klasse finde. Vor allem, genau aus diesem Grund finde ich die Bücher auch so klasse, da man sie in jedem Alter noch sehr gut lesen kann, ohne, dass sie viel zu kindisch werden. Es ist natürlich so, dass es fast schon absehbar ist, dass Percy und seine Freunde ehrlich in jedes Fettnäpfchen treten und in fast jede Falle tappen, die ihnen begegnen kann, aber das passt auch einfach zu dieser Buchrreihe.

Richtig klasse ist, dass hier die Sage vom Goldenen Vlies eine wichtige Rolle spielt, da ich diese schon immer sehr gern mochte. Vor allem auch die letztendliche Auflösung mancher Dinge ist einfach nur genial und hat mich teils auch etwas überrascht. Schön finde ich, dass Werte, wie Freundschaft hier so deutlich vermittelt werden, denn wäre Grover für Percy nicht ein solch guter Freund und Percy sein Leben so viel wert, dann wäre einiges sicher anders gekommen. Zudem, wie wichtig ihm auch Camp Half-Blood, als Teil seiner Heimat geworden ist.

Mit allen neuen und alten Charakteren, die in diesem Band auftauchen, der Spannung rund um die Probleme im Camp, wie auch das Verschwinden Grovers und den amüsanten Szenen und immer auch wieder gut gelungen Wendungen einfach eine tolle Fortsetzung der Reihe. 


Fazit


Eine tolle Fortsetzung der Reihe, bei der diesmal auch einige Punkte der griechischen Sagenwelt angeschnitten werden, die ich besonders gern mag.