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Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension ~ Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht
Autor: Claudia Ziegler
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 24. Oktober 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357434
ISBN-13: 978-3453357433
Genre: Historischer Roman



Über die Autorin

Claudia Ziegler wird 1968 in Berlin geboren, wo sie bis heute lebt. Im Anschluss an ihr Abitur absolviert sie ein Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft, Germanistik und Publizistik. Nach ihrem Studienabschluss ist Claudia Ziegler als freie Journalistin und Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Nach ihren ersten Romanerfolgen mit "Die Favoritin des Königs" und "Die geheime Tochter" erschien im Oktober 2011 ihr Buch "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht".


Inhaltsangabe/Klappentext

Claudia Ziegler zeichnet ein vielschichtiges Bild einer aufregenden Epoche und erzählt glaubhaft die Geschichte einer mutigen jungen Frau

Sie kann in die Zukunft sehen und droht als Hexe verraten zu werden: Als die 19-jährige Madeleine zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten gerät, schwebt sie in größter Gefahr. Doch dann überträgt Catherine de Medici ihr eine geheime Mission, und Madeleine kämpft nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Schicksal Frankreichs.
Ein mitreißendes Epos über die Bartholomäusnacht am 24. August 1572.


Rezension/Meinung

Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.


Fazit


Ein Roman über ein historisches Ereignis, zu dem mir bisher gar nichts bekannt war, dass aber extrem interessant ist und sehr gut recherchiert wurde.

Rezension ~ Opferzeit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Opferzeit
Autor: Paul Cleave
Taschenbuch: 672 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 14. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453437497
ISBN-13: 978-3453437494
Originaltitel: Joe Victim
Genre: Thriller
Vorgängerband: Der siebte Tod


Über den Autor

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren – dem Ort, an dem auch seine Romane spielen. Er arbeitete sieben Jahre als Pfandleiher. Mit seinem Debütroman "Der siebte Tod" gelang ihm auf Anhieb ein internationaler Erfolg. Der Kriminalroman stand in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerliste. Paul Cleave ist ein Fan von Stephen King und Lee Child.


Inhaltsangabe/Klappentext

Einer der perfidesten Serienkiller aller Zeiten kehrt zurück: Joe is back!

Die Einwohner der Neuseelandmetropole Christchurch sind aufgebracht. Ein Jahr nach der brutalen Mordserie, die ihre Stadt erschütterte, beginnt der Prozess um den berüchtigten Schlächter von Christchurch. Doch Joe, der scheinbar grenzenlos naive Serienmörder, beteuert nach wie vor seine Unschuld. Unterdessen zieht sich die psychopathische Melissa X einen neuen Killer heran, um Joe, mit dem sie einst eine unheilige Liaison einging, zu töten. Christchurch droht eine Apokalypse des Todes ...


Rezension/Meinung

Ich kannte Paul Cleaves »Der siebte Tod« den Vorgänger von »Opferzeit« nicht, bevor ich dieses Buch angefangen habe und begann mich nach den ersten 50 Seiten ehrlich zu fragen, ob ich mich mit dieser Unkenntnis irgendwann wirklich noch in das Buch einfinden würde.

Es hat sehr lange gedauert, denn zunächst hatte ich ehrlich arge Probleme die Rolle mancher Charaktere, wie auch ihre Intention zu verstehen. Das war leider vor allen Dingen bei den Protagonisten der Fall, wie Melissa X oder auch Joe. Selbst mit dem ehemaligen Detective Schroder hatte ich leichte Probleme, auch wenn er fast noch am leichtesten zu greifen ist.

Joe ist ein ganz spezieller Charakter, was man auch daran merkt, dass seine Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, alle anderen aus der dritten Person heraus. Joes Gedankengänge sind schon sehr spezielle und ich musste mich an einigen Stellen fragen, wie weit diese wirklich planmäßig von ihm so eingesetzt werden und in welchen Fällen man wirklich davon sprechen kann, dass Joe einfach wirklich so naiv oder ähnliches ist. Ich denke bei ihm hätte es sehr geholfen, wenn man den ersten Band wirklich gekannt hätte.

Was mir nicht so gefallen hat, auch wenn das Buch irgendwann deutlich interessanter wurde, als ich mich langsam anfing mit den Charakteren etwas besser zurecht zu finden, ist die Tatsache, dass ich immer darauf gewartet habe, dass die Ereignisse aus dem Klappentext geschehen, aber wirklich locker 3/4 des Buches nur darauf hin gearbeitet wird. Solche Dinge finde ich immer sehr frustrierend, da man vom Buch eigentlich etwas anderes erwartet, als man am Ende bekommt, was so gar nicht mein Fall ist. Für mich wäre es deutlich spannender gewesen, wenn dem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre. Auch wenn ich trotzdem sagen muss, dass das Buch bei weitem nicht uninteressant ist. Vor allen Dingen, was man zu Joe bzw. auch manchem der anderen Charaktere so erfährt, ist schon interessant. Auch wenn cih beeindruckt bin, was es dort alles für Abgründe gibt.

Ein Buch, das sicher besser für mich gewesen wäre, hätte ich den ersten Teil gekannt und das vor allem dann noch besser hätte sein können, wenn der Klappentext nicht eine andere Handlung suggerieren würde. Grundsätzlich aber durchaus ein lesenswerter Thriller.


Fazit


Ich denke, dass dieses Buch mit Kenntnis des Vorgängers bei mir vielleicht ein bisschen besser abgeschnitten hätte, vor allen Dinge hatte ich aber anhand des Klappentextes eine andere Gewichtung der Handlung vermutet, was ich doch schade finde.

Freitag, 30. Dezember 2016

Challenge ~ ABC-Challenge der Protagonisten - Monatsaufgabe Dezember

Hallo zusammen,

wieder ist ein Jahr so gut wie vorbei und bei dieser Challenge hier, wurde uns die Aufgabe gestellt mit Hilfe von ein paar Fragen auf das letzte Lesejahr zurück zu blicken. 

Dies natürlich vor allen Dingen mit dem Fokus auf die Protagonisten, die einem über das Jahr in den Büchern begegnet sind. 

  • Welches war dein liebster Held, dein Lieblingsprotagonist 2016?
Mein liebster Protagonist in diesem Jahr. Oha, das ist wieder eine der fiesen Fragen und die kommt auch noch gleich zum Begin.
Ich glaube, da gewinnt u.a. richtig entscheiden wird da sicher schwer... Percy Jackson. Ich mag Percy einfach. Von daher hat er diesen Titel bei mir wohl verdient. Würde ich noch länger nachdenken, käme ich sicher noch auf einige andere oder andere Charaktere, die ich hier nicht nenne, weil sie bei anderen Fragen die Antwort sein werden!


  • Welches war deine liebste Heldin, deine Lieblingsprotagonistin 2016?
Auch wieder nicht so einfach, aber wenn ich mich entscheiden muss, sag ich einfach Pippa Bolle. Pippa ist eine Protagonistin, die ich irgendwie sehr symapthisch finde, von daher passt sie hier auch sehr gut. Eigentlich eine ganz normale Frau, naja bis auf manche lustige Eigenheit vielleicht, gerät sie ja immer wieder in irgendwelche Mordermittlungen hinein.


  • In welchen Charakter hast du dich in diesem Jahr sofort verliebt?
Ich bin ja nicht so der Typ, der sich in Charaktere verliebt. Ich mag manchen besonders gerne, aber verlieben, naja :D
Ich glaube, den gibt es einfach nicht, auch wenn es viele Charaktere gibt, die ich wirklich sehr mag, weil sie lustig, sympathisch oder ähnliches sind 


  • Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?
Oh, ich glaube, dass Volodi aus der Drachenelfen-Saga da ein super Charakter für wäre. Er trinkt zwar auch gerne ein wenig zu viel, ist mir aber irre sympatisch, sehr ehrlich, dabei aber kein Charakter, den man irgendwie nicht mögen kann, da er so extrem sympatisch bleibt. Und da er auch etwas verrückt ist manchmal von seinen Taten her, kann ich mit das mit ihm sehr gut vorstellen.


  • Welches war dein liebstes Paar?
Ziemlich eindeutig Isabelle und Jens aus »Glück ist, wenn man trotzdem liebt« sie ist so niedlich verballert, dass sie wirklich wieder sympatisch ist, auch wenn mir manche ihrer Macken in der Realität sicher auf die Nerven gehen würden. Jens hingegen ist so schön normal, bodenständig und wirkt auf mich einfach irre nett und die beiden passen trotzdem oder gerade weil sie sind, wie sie sind, einfach super zusammen :o)


  • Mit welchem Paar konntest du dich so gar nicht anfreunden?
Tja, da fällt es mir jetzt schon schwer, diese Frage vollständig zu beantworten, weil mir sein Name gar nicht mehr so richtig einfallen will... Aber es handelt sich unter anderem ziemlich eindeutig um Taryn aus »Spiel, Kuss und Sieg« und den dazugehörigen Kerl. Ich fand das Buch im allgemeinen einfach nur schlecht und Taryn selbst ging mir dermaßen auf den Sender, so dass er, weil er sie toll findet, nicht wirklich besser bei weggekommen ist.


  • Wer war dein liebster Nebencharakter?
Ich glaube, da Bolthörn kein richtiger Protagonist ist, kann ich da ihn durchaus nennen, den sprechenden Mops aus »Lennart Malmkvist und der ziemliche seltsame Mops des Buri Bolmen«. Er ist einfach nur genial lustig und das nicht nur, weil er ein Mops ist und zudem auch noch sprechen kann. Manche Kommentare von ihm waren einfach der Hammer.


  • Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten 2016?
Die Devanthar aus der Drachenelfen-Saga. Vor allem Îsta, die wohl hinterhältigste der Truppe, aber das jetzt alles hier zu erläutern würde wohl ein bisschen zu weit führen. Ich kann nur sagen, dass ich diese Wesen, die sich als Götter aufführen ziemlich schlimm finde. Und von daher sind sie von ihrer Art her dieses Jahr eindeutig die fiesesten Antagonisten.


  • Wem würdest du gerne einmal gehörig deine Meinung sagen?
Ich glaube, da passt gut der eiserne Herzog aus »Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht«. Bzw. am liebsten der Autorin oder Übersetzerin der Bücher, denn ehrlich, welche Frau findet es, wenn man sie erobern will wirklich toll, wenn einem der Mann ständig erzählt, dass er einen 'vögeln" würde und das in allen Konjugationen. Es wird von ihm nie ein anderes Wort dazu gebraucht, was ich ziemlich gruselig fand. Dabei fällt mir auf, er und Mina passen auch zur Frage mit dem Paar, mit dem man sich nicht gut anfreunden konnte. Ich glaube, da hätte ich so ein paar mehr :D


So, dass wäre mein Jahresrückblick. Ich kann zwar nicht bei allen Fragen eine klare Antwort geben, Spaß hat es aber trotzdem gemacht sie zu beantworten  ^^ und beim nächsten Jahr bin ich bei der Challenge wieder mit dabei!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Sonntag, 25. Dezember 2016

Rezension ~ Drachenelfen - Himmel in Flammen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Drachenelfen - Himmel in Flammen
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 1103 Seiten
Verlag: Heyne
Erszerscheinung: 14. März 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345326889X
ISBN-13: 978-3453268890
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: V


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Intrigen, verzweifelte Liebe und die alles entscheidende Schlacht am Ende der Zeiten

Seit sieben Jahre tobt der Krieg um Nangog, und Drachen und Elfen stehen kurz vor der Niederlage. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Immer noch glaubt die Drachenelfe Nandalee, sich aus allem heraushalten zu können, doch dann zeigt sich, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem Nachtatems verbunden ist. So werden sie und ihre Kinder zu Gejagten, die nirgends mehr auf Zuflucht hoffen dürfen. In der Stunde der Entscheidung aber geschieht das Unglaubliche: die legendären Alben treten aus den Schatten ...

Das atemberaubende Finale der Drachenelfen-Saga! Sieben Jahre währt der Kampf um Nangog, und immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Albenkinder unterliegen werden. Verzweifelt entscheiden die Himmelsschlangen, alles auf eine Karte zu setzen und eine letzte, alles entscheidende Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt zu erzwingen. Sie ahnen nicht, dass es Verräter in ihren Reihen gibt und drei Zwerge nur auf eine Gelegenheit warten, die alten Drachen stürzen zu sehen. Als der Kampf um Nangog ein überraschendes Ende nimmt, kommt der Tag, an dem die legendären Alben endlich aus dem Schatten treten, um Gerechtigkeit zu üben. Doch kommen sie noch rechtzeitig, um das Volk der Elfen und vor allem Nandalee zu retten? Denn die rebellische Drachenelfe und ihre Kinder sind zum Mittelpunkt einer mörderischen Intrige geworden ...


Rezension/Meinung

Sie ist zu Ende, die Drachenelfen-Sage von Bernhard Hennen und auch, wenn ich leider nicht bei jedem der Charaktere letztendlich herausgefunden habe, wie die Geschichte für denjenigen zu Ende gegangen ist, mit bei wenigen selbst eine Antwort geben muss, ist dieser Abschlussband einfach wieder nur genial geworden.

Mit seinen über 1.000 Seiten hat er extrem viel Inhalt, vor allem auch einen sehr getrennten, besteht das Buch aus zwei Abschnitten, die zeitlich einiges auseinander liegen, aber die natürlich sehr zusammen hängen. Es spitzt sich mit dem ersten Abschnitt, dem Kampf um Asugar so einiges immer mehr zu und ich muss ehrlich gestehen, es geschehen in diesem Abschnitt schon so viele Dinge, die ich nicht erwatrtet hätte, so dass es extrem spannend ist.
Vor allem, dass Volodi hier eine so entscheidende Rolle spielt, ebenso wie auch Quetzalli, damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet, es hat mich aber ehrlich gesagt sehr erfreut. Man merkt auch einfach, dass alle wichtigen Charakter von Schauplatz, zu Schauplatz immer mehr zusammen rücken, Nandalee, Nodon, Aaron, Volodi, Galar, Nyr, Hornbori, die Drachen und die Devanthar. Alles spitzt sich zu, man kommt Geschehnissen näher, die auf die anderen Sagas, wie die Elfen-Saga ihre Auswirkungen haben und erkennt so einige Zusammenhänge. Es ist von Bernhard Hennen in meinen Augen einfach super gemacht, wie er es wirklich schafft am Ende wieder alles aufzulösen, vor allem auch, da es einfach so viele wichtige Charaktere gibt, um die es sich zu kümmern gilt.

Vor allem auch die abschließende Schlacht auf Nangog ist von ihm so grandios beschrieben, es bleibt im Buch immer spannend, ich selbst kann für mich keinerlei Längen feststellen und das bei der Dicke, dieses Buches. Und was ich Bernhard Hennen lassen muss, er hat mir nicht jeden meiner liebsten Charakter schon sehr früh im Buch genommen, was ich vor diesem Band und auch während des Lesens teilweise ein wenig befürchtet hatte.

Für mich ein ehrlich genialer Abschluss dieser Saga, der viele Fragen beantwortet und manche offen lässt, aber ich vermute, dass es auch auf diese noch Antworten geben könnte, erscheint 2017 ja ein weiterer Elfenroman, in welchem es zwar vorrangig um Emerelle und Meliander geht, aber bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass man auch Charakteren begegnet, die einem in dem ein oder anderen Band über die Elfen schon über den Weg gelaufen ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf dieses nächste Buch.


Fazit


Das fulminante und richtig gelungene Ende einer Saga, bei der ich eigentlich nicht wollte, dass sie schon zu Ende geht, da sie mir einfach zu gut gefallen hat.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rezension ~ Tabu

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tabu
Autor: Casey Hill
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499256649
ISBN-13: 978-3499256646
Originaltitel: Taboo
Genre: Thriller


Über die Autorin

Casey Hill ist das Pseudonym eines Autorenpaars, dessen weiblicher Teil unter anderem Namen regelmäßig Platz eins der irischen Bestsellerlisten erreicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein unaussprechliches Verbrechen.

Ein unvorstellbares Motiv.

Ein unaufhaltsamer Killer.


Bei der Polizei in Kalifornien war sie eine erfolgreiche CSI-Spezialistin. Nun kehrt Reilly Steel zusammen mit ihrem Vater in dessen alte Heimat Irland zurück. In Dublin sind indes nicht alle neuen Kollegen bereit, Reillys ungewöhnliche Ermittlungsmethoden zu akzeptieren. Doch dann gelingt es ihr, mehrere ungeklärte Morde einem einzigen Täter zuzuordnen: Alle Taten waren extrem grausam, alle beziehen sich auf das Werk Sigmund Freuds – jedes Opfer wurde vor seinem Tod gezwungen, eines der größten Tabus zu verletzen, die die Gesellschaft kennt.

Reilly ermittelt weiter. Und ihr wird klar, dass der Killer ihre Vergangenheit sehr genau zu kennen scheint. Was sie nicht weiß: Das dunkelste aller Tabus ist für sie reserviert ...


Rezension/Meinung

Nach einem sehr interessanten und spannenden Beginn des Thrillers, beginnt man sich sehr schnell zu fragen, was der Prolog wohl genau aussagen soll, denn dass mit Jess, der jüngeren der beiden Schwestern, irgendetwas passiert sein muss, das ist einem schnell klar. Was aber genau wird sehr lange nicht erwähnt, einziges Indiz, die Szene aus dem Prolog.

Allgemein ist es ein wenig so, dass man sehr lange braucht, um gewisse Dinge rund um Reilly Steel, ihre Situation und alles wirklich zu verstehen und bei manchem dauert es auch wirklich bis zum Ende des Buches, da einem vorher doch Informationen fehlen. Und auch, wenn Reilly eine Protagonistin ist, bei der man immer noch Fragen offen hat, ist sie durchaus nicht langweilig und ich hatte auch ein Bild von ihr vor Augen, auch wenn es mir manchmal ein bisschen widersprüchlich vorkam. Die beiden Ermittler, allen voran Chris, finde ich auch sehr stimmig, insbesondere, da nicht alle mit den neuen Methoden, welche Reilly aus den USA mitgebracht hat klarkommen. Chris ist mir dabei der sympathischste der Ermittler, was aber glaube ich, auch genau so von der Autorin gewollt ist. Von den Charakteren her bin ich mit diesem Buch auf jeden Fall sehr zufrieden.

Die Tabu-Morde sind auch sehr interessant, teilweise auch ein wenig eklig, aber nie so tiefgeifend beschrieben, dass der Ekel beim Lesen wirklich hoch kommt, auch wenn manches Tabu, das für einen der Morde herangezogen wurde, schon ziemlich heftig ist. Dabei finde ich es sehr interessant, wie der Täter Zitate von Freud oder andere Dinge, die auf den Psychoanalytiker hinweisen am Tatort hinterlässt. Ebenso, wie noch ein wenig persönlichere Hinweise, die teilweise noch schwerer ins Auge fallen. Mir ging es ab einem gewissen Punkt zwar so, dass ich eine starke Vermutung hatte, auf was manche Aspekte an den Taten hinauslaufen würden, insbesondere, was die Identität des Täters anbelangt, jedoch hat es bei mir sehr lange gedauert, bis ich das Motiv richtig greifen konnte.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der nicht zu heftig, aber ehrlich gut gemacht ist, auch wenn ich bei ein zwei Punkten gerne noch etwas mehr an Auflösung gehabt hätte, da mir da durchaus die Erklärungen etwas zu lasch bis gar nicht vorhanden waren.


Fazit


Ein gelungener Thriller, bei dem am Ende leider ein paar Fragen offen bleiben, bei denen ich die Antwort gern noch erfahren hätte.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Rezension ~ Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger

Allgemeine Informationen zum Roman

Title: Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 848 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 26. Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453270010
ISBN-13: 978-3453270015
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: IV


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die heißersehnte Fortsetzung der Drachenelfen-Saga!


Im Feuer von Selinunt hat Nandalee ihren Geliebten und damit den Glauben an ihre Herren verloren. Während sich Elfen und Menschen zum ersten Mal in offener Schlacht am eisigen Himmel von Nangog begegnen, will sie nie wieder ihr Schwert für die Himmelsschlangen erheben. Doch dann mehren sich unheimliche Vorzeichen um die Geburt ihrer Kinder, und Nandalee muss begreifen, dass eine Drachenelfe niemals vor ihrer Vergangenheit fliehen kann.


Rezension/Meinung

Mittlerweile schon der vierte Band der Drachenelfen-Saga und es wird immer spannender. Nandalee, bisher immer einer der wichtigsten Charaktere in dieser Reihe spielt in diesem vierten Teil nun eher eine untergeordnete Rolle, muss sie genau wie ich als Leser, erstmal den Tod Gonvalons im letzten Band verkraften. Ich frage mich ja häufig, warum Bernahrd Hennen mir immer meine Lieblingscharakter kurz vor dem Ende entreißt. Dadurch erhalten aber einige andere Charaktere eine deutlich größere Rolle und das macht diesen Band, zusätzlich zu allem anderen noch interessanter.

Ich bin froh, dass die Rolle Volodis immer größer zu werden scheint, denn dieser Charakter ist mir enorm ans Herz gewachsen. Irgendwie mag ich seine so klar Art, denn mit Volodi hat man einfach einen Charakter vor sich, der genau das sagt und tut, was er denkt, nicht an Intrigen und anderen Dingen interessiert ist. Von daher finde ich es richtig spannend seinen Teil der Geschichte zu erfahren, auch wenn man sich um ihn doch auch immer wieder Sorgen machen muss. Artax, bzw. Aaron wird mir auch immer sympathischer, denn ganz zu Beginn der Reihe fand ich die Erzählungen rund um die Menschen nicht ganz so toll, hatte ich mir doch mehr von den Elfen erwartet, aber gerade, wie er Kriege füht, mit Verlusten umgeht etc. ist einfach interessant. Ebenso seine Beziehung zu Shaya. Vor allem auch bei den Zwergen tut sich so richtig viel. Gerade die Passagen rund um Galar, Nyr und Hornbori werden auch immer spannender und ich bin gespannt, was noch alles passieren wird, da sie ja gleichzeitig für Albenmark unter der Führung der Drachen kämpfen, aber ihren Kampf gegen die Drachen, trotzdem nicht aufgeben wollen. Hornbori ist dabei einer der Charaktere, der mich am meisten zum Schmunzeln bringt, denn der Kerl hat einfach so viel Schwein, obwohl er, wie Galar immer so schön sagt, wirklich ein 'Schisser' ist.

Insbesondere spannend, ist in diesem Teil zum einen die Entdeckung des Verstecks von Tarkon, dem Wolkenschiffpiraten, der eine eigene Kolonie, irgendwo versteckt in Nangog gegründet hat, auch wenn man über diese noch nicht so viel erfährt, wie ich gerne schon gewusst hätte und die Expedition Koljas auf der Suche nach dem Traumeis. Was dort mit Kolja, dem Wolkensammler 'Wind von regenschwerem Horizont' und Nabor samt Mannschaft passiert, das ist auch einfach nur zu genial beschrieben. Spannend, phantastisch und noch vieles mehr. Und dann als zweiten Höhepunkt die Schlacht der Menschen gegen die Bewohner Albenmarks auf der Eisebene, was man noch über die Devanthar, sowie den Goldenen erfährt.

Alles in allem wieder ein in gewohnt genialer Manier geschriebener Roman von Bernhard Hennen, der einfach nur gelungen ist. Ich bin so gespannt, wie sich am Ende alles auflösen wird. Vor allem, da man durch die anderen Elfen-Bände ja grob erahnen kann, was mit den Drachen und meisten Devanthar geschehen muss. Ich hoffe nur, dass im letzten Band nicht alle meine Lieblinge unter den Charakteren das zeitliche segnen.


Fazit

 

Ein genialer vierter Teil, der einfach Lust auf mehr macht und bei mir die Neugier weckt, was bloß noch alles im letzten Teil der Saga geschehen wird.

Rezension ~ Ulrike kommt ins Internat

Allgemeine Informationen zum Roman



Titel: Ulrike kommt ins Internat
Autor: Marie Louise Fischer
Verlag: Schneiderbuch
Ersterscheinung: 1963
Genre: Kinderbuch
Reihe: Ulrike
Band: I




Über die Autorin

Marie Louise Fischer wurde 1922 in Düsseldorf geboren und gehört heute zu den meistgelesenen Romanautoren Deutschlands. Sie ist auch unter ihren Pseudonymen A. G. Miller, Dr. Christoph Vollmer, Kirsten Lindstroem, Katja Holm bekannt. Nach dem Abitur in Düsseldorf studierte sie Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Prag, Köln und München, blieb dann einige Jahre in Prag, um als Dramaturgin zu arbeiten. Während des 2. Weltkriegs wurde sie anderthalb Jahre zwangsinterniert. 1953 erschien ihr erster Krimi "Zerfetzte Segel". Seitdem schrieb Fischer mehr als 100 Romane und Krimis sowie 75 Kinder- und Jugendbücher in einer Schaffensphase von über 50 Jahren. Marie Louise Fischer starb am 2. April 2005 in Prien am Chiemse.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ulrike Moeller lebt bei ihren Tanten, da die Eltern aus beruflichen Gründen in ein anderes Land gehen mussten. Bei einem Besuch in der Heimat müssen diese leider feststellen, dass ihre Urlike sich sehr verändert hat und sich nicht benimmt, wie eine Zwölfjährige, sondern angeberisch und überheblich ist, sich eher mit den Erwachsenen gleichgestellt sieht. Um dieser Entwicklung wird Ulrike nach Burg Hartenstein aufs Internat geschickt.


Rezenison/Meinung

Ein Buch, dem man deutlich anmerkt, dass es aus den 60er Jahren ist, das aber trotzdem total Spaß beim Lesen macht, auch wenn natürlich viele Dinge anders sind, als es heutzutage ist. Es ist schon durchaus ungewöhnlich, dass noch Briefe geschrieben werden und man deutlich merkt, dass fast jedwede moderne Technik fehlt. Ein Telefon ist noch das modernste, was im gesamten Buch auftaucht. Zu Beginn schreiben die Eltern sogar noch ein Telegramm aus der Schweiz, um ihre Ankunft zu Hause anzukündigen.

Ansonsten ist das Buch aber von seinem Thema her irgendwie immer noch sehr aktuell. Ulrike ist einfach ein eher sehr unsympathisches Mädchen, da sie durch das Zusammenleben mit ihren Tanten einfach zu erwachsen tut, obwohl sie erst zwölf ist und auch einfach sehr angeberisch, zickig und dergleichen ist. Eigentlich ist sie als Protagonistin kein Charakter, den man wirklich richtig gern hat, aber man merkt, dass hinter allem eigentlich doch ein guter Kern steckt, obwohl man sich die gesamte Geschichte hindurch nicht wundert, dass Ulrike bei andern so schlecht ankommt, denn durch ihr überhebliche Art und auch den Wunsch allein zu sein  und ihre Ruhe zu haben, da sie alles was mit anderen zusammenhängt irgendwie als nicht reif genug, kindisch etc. empfindet, kann sie auch einfach gar keine Freunde finden. Jedoch merkt man über den Verlauf des Buchs hinweg, dass es ihr sichtlich gut tut, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen ist, Zeit mit anderen zu verbringen. Vielleicht auch eine Sache, die sich heute mehr Kinder, aber auch Erwachsene zu Herzen nehmen sollten, mit anderen wirklich zu interagieren. Gaby, die zuammen mit Ulrike ins Internat muss, ist da das genaue Gegenteil und dabei so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss. Eine wie Gaby hätte ich in dem Alter auch gern zur Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst ist einfach sehr schön und locker erzählt und es ist schon interessant, wie das Leben im Internat so geregelt ist, an was Ulrike sich alles anpassen muss und wie diese Dinge sie immer weiter verändern, auch wenn es noch lange nicht so weit ist, dass man wirklich sagen kann, dass Ulrike richtig anders geworden ist. Es kann in den weiteren Bänden der Reihe also noch so einiges kommen, aber es steht zu hoffen, dass Ulrike sich weiter zu ihrem positiven verändern wird.


Fazit

 

Eine ganz tolle Geschichte, bei der ich es sehr schade finde, dass es keine aktuelle Auflage gibt, denn auch wenn man merkt, dass sie in einer Zeit mit deutlich weniger Technik spielt, hat sie im zwischenmenschlichen Bereich nichts an Aktualität verloren.

Montag, 19. Dezember 2016

Rezension ~ Cobra

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Cobra
Autor: Deon Meyer
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Rütten & Loening
Ersterscheinung: 12. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352006865
ISBN-13: 978-3352006869
Genre: Krimi / Thriller
Reihe: Bennie Griessel
Band: IV


Über den Autor

Deon Meyer wurde 1958 im südafrikanischen Paarl geboren und gilt heute als der erfolgreichste Krimiautor Südafrikas. Schon mit 14 Jahren schreibt Deon Meyer seinen ersten Roman, den seine zwei Brüder jedoch ziemlich hart kritisieren. Nach dem Militärdienst und dem Studium an der Universität Potchefstroom arbeitet er zunächst als Journalist, Werbetexter, Internet-Spezialist und Marketingberater. 1994 erscheint sein erster Roman in der Muttersprache Afrikaans: »Tod im Morgengrauen« wird 2006 als TV-Serie in Südafrika ausgestrahlt und macht Deon Meyer in seiner Heimat berühmt. Zeitgleich erobert er mit »Das Herz des Jägers« und »Der traurige Polizist« nicht nur den deutschen Buchmarkt, sondern auch weltweit die Krimi-Szene. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in 20 verschiedenen Ländern. »Das Herz des Jägers« wird mit dem ATKV Prose Prize – einem begehrten südafrikanischen Literaturpreis – ausgezeichnet und kommt in den USA unter die Top Ten-Thriller des Jahres. Hierzulande erhält er sowohl für »Das Herz des Jägers« als auch für »Weißer Schatten« den Deutschen Krimipreis. Deon Meyer lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Melkbosstrand.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der beste Polizist von Kapstadt

Eines kann Bennie Griessel gar nicht gebrauchen: Ärger. Er ist trockener Alkoholiker, er belügt seine Kollegen, und er ist bei seiner Freundin Alexa eingezogen. Ein Riesenfehler! Als auf einem Weingut drei Bodyguards erschossen werden und ein berühmter britischer Mathematiker verschwindet, will der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, doch Bennie widersetzt sich. Die Täter sind völlig skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit dem Kopf einer Schlange. Einer könnte Bennie helfen: Tyrone, ein smarter, gerissener Taschendieb aus Kapstadt. Denn er hat etwas, das die Mörder suchen: ein Handy mit geheimen Daten.

Packend, voller wunderbarer Schauplätze und mit einem unvergleichlichen Helden – Deon Meyers Meisterwerk.


Rezension/Meinung

Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass es sich bei diesem Buch um den Teil einer Reihe rund um den Ermittler und Protagonisten Bennie Griessel handelt. Allein nur durch die Geschichte selbst wäre mir das nicht wirklich klar geworden, was aber zumindest dafür spricht, dass man sich sehr gut in das Buch hinein- und mit den Charackteren zurechtfinden kann, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Bennie Griessel ist ein Charakter mit dem ich sehr gut zurecht gekommen bin, vor allem auch, da er zwar auch ein bisschen der typische kaputte Typ ist, den man mittlerweile als Ermittler gewöhnt ist, aber dabei eigentlich vollkommen auf dem Weg möglichst normal zu sein. Er kämpft immer noch damit, dass er eine Vergangenheit als Alkoholiker hat, ebenso seine etwas zerüttete beziehung zu seinen Kindern zu kitten. Seine Art macht ihn dabei einfach sympathisch und man spürt auch, dass einige Dinge dann doch wieder ganz anders sind, da das Buch in Südafrika spielt. Tyrone als zweiter Protagonist ist trotz seiner manchmal etwas zweifelhaften Gesinnung einfach ein Charakter den man mögen muss und es ist ihm auch sehr hoch anzurechnen, was er für seine Schwester alles in Kauf nimmt. Allgemein finde ich seine Charaktere alle sehr gut gezeichnet und man merkt auch stark, was für ein buntes Land Südafrika von seiner Kultur und seinen Bewohnern her ist.

Dabei ist sowohl der Kriminalfall, als auch die allgemeine Lage in Südafrika einfach richtig spannend. Was man so alles über dieses Land, seine Politik etc. erfährt, während man Bennie und seinem Team bei den Ermittlungen folgt, ist einfach nur spannend, interessant und richtig gut gemacht. Vor allen Dingen, da auch in viele eher negative Aspekte eingetaucht wird, wie die Diskreminierung, die Armut und den gesamten Schatten, den die Zeit der Apartheid noch auf das Land wirft und weiterhin seine Nachwirkungen hat.

Manchmal macht es den Roman etwas scherfälliger, dass er so tief in die Charaktere eintaucht und so viel von der politischen Lage und allem drum herum aufgreift, aber das macht ihn auch wieder sehr besonders. Von daher kann ich ihn auf jeden Fall jedem empfehlen, der gerne eine Mischung aus einem spannenden und interessanten Kriminalfall, dazu aber auch noch einiges an Informationen zu Südafrika und psychischen Aspekten zu den Charakteren haben möchte.


Fazit


Spannender Krimi, der zusätzlich noch einiges an Wissen über Südafrika, die politische Situation und diverse Probleme dort vermittelt.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Rezension ~ Drachenelfen - Die gefesselte Göttin

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Drachenelfen - Die gefesselte Göttin
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 960 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 18. November 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453533461
ISBN-13: 978-3453533462
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: III


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Bernhard Hennens Elfen sind die coolsten Helden der Fantasy!


Ob in den Ländern der Menschen oder in den magischen Wäldern Albenmarks, überall drohen seit Langem schwelende Konflikte offen auszubrechen. In ihrem Kampf um Macht schrecken Unsterbliche und Drachen nicht davor zurück, ihre besten Krieger, den Herrscher Aaron oder die Drachenelfen Nandalee und Gonvalon, für ihre Zwecke einzuspannen. Doch dann soll die gefesselte Göttin Nangogs erweckt werden – und mit ihr eine Magie, von der niemand weiß, was sie bewirken wird ...


Nandalee und Gonvalon, die Verwegensten unter den Drachenelfen, werden vor den Rat der mächtigen Himmelsschlangen gerufen, um nach dem Überfall auf die legendäre Blaue Halle Albenmarks einen ungeheuerlichen Racheakt vorzubereiten: Sie sollen die Menschen und ihre Götter an ihrer schwächsten Stelle, auf Nangog, treff en. Und so machen sie sich auf die gefährliche Reise, die gebannte Herrin dieser Welt, die gefesselte Göttin, zu befreien. Währenddessen versucht der Herrscher Aaron verzweifelt, dem Spiel aus Intrigen, Mord und Krieg an seinem Hof Diplomatie und Vernunft entgegenzusetzen. Aber wem wird in diesem Wettlauf um Macht der nächste, alles entscheidende Schachzug gelingen? Eines scheint klar – es sind die Elfen und Menschen, von denen die Zukunft aller abhängt!


Rezension/Meinung

Der dritte Band der »Drachenelfen«-Saga und ich muss ehrlich gestehen, dass ich ihn ebenso gerne mag, wie alle anderen Bücher Bernhard Hennens über seine Elfen.

Von Band zu Band merkt man mehr, wie sich die Lage auf Nangog immer mehr zuspitzt, die Angriffe der beiden Parteien, Devanthar und Drachen immer heftiger werden und auch einige der Charaktere immer wieder tiefer von diesen in ihre Pläne mit eingesponnen werden, sich dadurch verändern und auch die Geschicke der anderen Charaktere durch ihre Handlungen extrem beeinflussen.

Ich hätte selbst nie gedacht, dass mich vor allen Dingen auch die Handlungsstränge bei den Menschen so sehr fesseln würden, aber Artax ist einfach ein sehr sympathischer Charakter und ich mag auch einige der weiteren Charaktere, wie Shaya, Volodi etc. sehr gern, auch wenn sie bisher nur Nebencharaktere sind und hoffe, dass sie ein bisschen mehr noch mit in die Handlung eingebunden werden. Aber auch die einzelnen Passagen bei den Zwergen und Elfen sind einfach extrem spannend und ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Hennens Charaktere doch sind und dass man selten welche hat, die sich wirklich sehr ähneln. Auch machen über die Zeit alle kleine und größere Veränderungen durch, wandeln sich, werden tapferer, intriganter, vorsichtiger, etc. Für mich einfach genial, wie sich die Charaktere so entwicklen.

In diesem Band geschehen einige sehr tragische Dinge, die weitreichende Folgen haben müssen, auch wenn man sie alle in diesem Band noch nicht spürt, aber man kann vieles erahnen. Vor allen Dingen ist es auch einfach spannend, dass Nangog selbst eine größere Rolle einnimmt und ich finde die Wesen auf dieser Welt sehr interessant. Insbesondere auch die grünen Geister, über die man in diesem dritten Band ja noch einiges Neues erfährt.
Mit manchen Dingen, die in diesem Teil geschehen sind, bin ich zwar nicht wirklich zufrieden, aber das liegt wohl daran, dass man sein Herz an gewisse Charaktere etwas mehr hängt, als an andere und man dann auch damit leben muss, wenn für diesen Charakter nicht alles positiv läuft.

Ich freue mich auf jeden Fall schon extrem auf den nächsten Teil und bin richtig gespannt, wie es weitergehen wird, denn Bernhard Hennen hat in meinen Augen eine enorme Phantasie, ein tolles Erzähltalent und einen Schreibstil, der mir einfach sehr viel Spaß macht.


Fazit


Wieder ein grandioses Werk aus der Feder Bernhard Hennens und eine richtig tolle Fortsetzung dieser Reihe, bei der ich ehrlich schon gespannt bin, wie es weitergehen wird.

Samstag, 17. Dezember 2016

Rezension ~ Eine Handvoll Sommerglück

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Eine Handvoll Sommerglück
Autor: Heike Wanner
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 6. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286607
ISBN-13: 978-3548286600
Genre: Belletristik



Über die Autorin

Geboren und aufgewachsen in Dortmund, verschlug es Heike Wanner zum Studium der BWL Ende der 80iger Jahre nach Kempten / Allgäu. Dort machte sie nicht nur meinen Abschluss als Dipl. Betriebswirtin, sondern lernte praktischerweise auch gleich ihren persönlichen Traumprinzen kennen. Seit fast zwanzig Jahren leben sie nun schon in Rhein-Main-Gebiet, und im Laufe der Zeit sind ein Sohn, zwei Wellensittiche und zwei Kaninchen hinzugekommen. Wenn Heike Wanner nicht gerade schreibt oder ihrem "normalen" Job bei einer Fluggesellschaft nachgeht, dann koche sie sehr gern, liest viel oder plant die nächste Reise.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Tod ihrer besten Freundin Alexandra ist für Christine ein Wendepunkt. Kurz entschlossen verlässt sie ihre Familie für einen Sommer und zieht auf eine Alm in den Bergen. Sie hofft auf Ruhe und will ein bisschen zu sich kommen. Doch bald entdeckt sie, dass man erst die Vergangenheit verstehen muss, um die Gegenwart richtig zu genießen …


Rezension/Meinung

Betrachtet man allein Cover und Titel, dann denkt man an einen lockeren, leichten Sommerroman, eine typische siechte Frauenlektüre, die zum Entspannen einlädt. Was man nicht sofort sieht, aber erahnen kann, wenn man dann den Klappentext liest, etwas mehr steckt dann doch hinter dem Roman, denn allein der Grund aus dem Christine auf die Alm fährt, ist sehr bezeichnend. Es ist nämlich doch ein sehr trauriger und tragischer Grund und aus diesem erwächst schon ein wenig Tiefgang, wie auch durch manche Begegnung, die Christine oben auf der Alm noch hat, wie ihren Nachbar Norbert.

Der Roman macht aber auch einfach Spaß beim Lesen, denn er hat auch sehr viele humoristische Momente, einige sehr sympathische Charaktere und er lässt einen ein wenig lernen, was man eigentlich am Leben schätzen lernen sollte, denn es kann doch immer wieder schneller vorbei sein, als man sich das einmal ausgemalt hat. Toll finde ich dabei die Idee, dass Lexi, Christines verstorbene Freundin, ihr eine Handvoll Briefe hinterlassen hat, die einfach wunderbar geschrieben sind, ein wenig zum Nachdenken anregen, einem vielleicht auch selbst manchmal ein wenig die Augen öffnen können, wenn man ähnliches kennt.

Es ist fast ein bisschen wundersam wie viele Themen die Autorin in diesem einen Roman unter bekommen hat, ohne dass er überladen wirkt, sowohl von Themen, als auch von Charakteren. Besonders lieb gewonnen habe ich Christines Tochter, Nachbar Norbert und Christine selbst, ihre Mutter Helga, ist wohl eine der wenigen Personen, die mir manchmal ein wenig auf die nerven gegangen ist, aber das darf in einem solchen Buch gerne, so sein.

Klar weiß man schon, wie alles letztendlich irgendwie ausgehen wird, denn solche Romane sind immer irgendwie vorhersehbar, aber alles in allem ist es einfach ein tolles und sehr gelungenes Buch, das mit vielen Emotionen daher kommt, aber auch einfach nur Spaß macht.


Fazit


Ein unterhaltsamer, teils humorvoller Roman, der aber auch seine sehr sanften und eher tiefsinnigen Augenblicke hat und einfach toll zu lesen ist.

Freitag, 16. Dezember 2016

Rezension ~ Rauer Donnerstag

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Rauer Donnerstag
Autor: Garth Nix
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: BasteiLübbe
Ersterscheinung: 29. Mai 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404206207
ISBN-13: 978-3404206209
Originaltitel: Sir Thursday
Genre: Fantasy
Reihe: Die Schlüssel zum Königreich
Band: IV


Über den Autor

Garth Nix wurde 1963 in Melbourne geboren. Nach seinem Abschluss an der Universität arbeitete er zunächst in einer Buchhandlun, später als Verleger, Buchhandelsvertreter und Zeitungsredakteur. 1994 verließ er das Verlagsgeschäft und arbeitete in den folgenden drei Jahren als Berater in der Public-Relations- und Marketing-Branche. Im Januar 2002 konnte sich Nix dazu durchringen, sein Leben ausschließlich der Schriftstellerei zu widmen. Er lebt heute gemeinsam mit seiner Frau Anna, einer Verlegerin, und seinem Sohn Thomas in einem Vorort von Sidney, direkt am Meer.


Inhaltsangabe/Klappentext

Drei Schlüssel hat Arthur aus den magischen Reichen erobert. Doch als er in seine eigene Welt zurückkehren will, stellt er fest, dass jemand seinen Platz eingenommen hat und ihm auf magische Weise den Weg versperrt - ein Doppelgänger! Dann wird Arthur auch noch in die Glorreiche Armee zwangsrekrutiert. Und das ausgerechnet unter dem Befehl seines Erzfeindes: in den Reihen des grausigen Sir Donnerstag ...


Rezension/Meinung

Mit den Donnerstag ist man im vierten Band der Reihe um die Schlüssel zum Königreich und Arthur Penhaligon. Nach seinem vorangegangenen Abentuer in der Grenzsee und dem Zusammentreffen mit Lady Mittwoch versucht Arthur mal wieder das Haus zu verlassen und in seine Welt zurück zu kehren, kann dies aber nicht, da ein Nichtling, seinen Platz eingenommen hat und er dann zu allem Überfluss auch noch in die Armee des Hauses in der vierten Ebene einberufen wird. Wieder ist die Ebene des Hauses wieder ganz speziell und stellt sich dieses mal als sich bewegendes und veschiebendes Labyrinth da, ein wenig, wie man es aus dem Spiel "Das verrückte Labyrinth" kennt.

Für mich spannend, Arthur wird in die Armee seines Gegners und Treuhänders des vierten Schlüssels Sir Donnerstag einberufen und da er von allen für ein Kind des Pfeifers gehalten wird, verfahren sie mit ihm, wie sie es mit all diesen Kindern zu bestimmten Zeiten machen und Arthur wird der Kopf gewaschen wodurch er zeitweise seine Erinnerungen verliert und nicht mehr wirklich weiß, wer er eigentlich ist. Dieser Aspekt macht diesen vierten Teil der Reihe wieder ganz besonders spannend, da man sich immer wieder fragen muss, ob Arhur die Chance hat, dass die Erinnerung daran wer er ist und was er alle erlebt hat jemals zurück kehr. Ebenso, wie es ja auch die Mission gefährdet, da er ja weiterhin den vierten Teil des Vermächtnisses finden und den Schlüssel an sich bringen müsste.

Auch die Geschehnisse rund um Blatt und den Doppelgänger außerhalb des Hauses sind wieder sehr interessant. Dazu kommt noch, dass weitere neue Wesen hinzu kommen und mancher Charakter, dem man gewisse Dinge nie zugetraut hätte, sich dann doch als jemand anderes entpuppt, als ich jemals erwartet hätte. Arthur gerät durch seinen Einsatz in der Armee auch in noch größere Gefahren, als in den anderen Bänden bisher, was die Spannung gleich noch ein wenig erhöht.

Ich muss erhlich gestehen, dass ich diese Reihe richtig gelungen finde, besonders auch, da Garth Nix verdammt viel Phantasie haben muss, um sich dies alles so gut auszudenken. 


Fazit


Ich bin Band für Band wirklich überrascht, wie viel Phantasie Garth Nix hat, denn die Bücher sind alle so extrem abwechslungsreich, dass man immer wieder Neues entdeckt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezension ~ Die eiserne See - Wilde Sehnsucht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die eiserne See - Wilde Sehnsucht
Autor: Meljean Brook
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 4. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802586069
ISBN-13: 978-3802586064
Originaltitel: The Iron Duke
Genre: Romantic Steampunk
Reihe: Die eiserne See
Band: I


Über die Autorin

Nach einer Ausbildung zur Buchhalterin entdeckte Meljean Brook schon bald ihre Liebe zum Schreiben. Seither ist sie eine erfolgreiche Autorin fantastischer Liebesromane. Wilde Sehnsucht ist der erste Band ihrer neuen Steampunk-Serie Die Eiserne See. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Portland, Oregon. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht.


Rezension/Meinung

Es sollte der erste Band eine Steampunk Serie sein, bei der ich gar nicht sicher bin, ob nach diesem Teil ausreichend weitere erschienen sind, dass man letztendlich von einer Serie sprechen kann. In meinen Augen ist das aber vielleicht auch gar nicht so verkehrt, denn wenn die Autorin sich nicht maßgeblich gesteigert hat, dann ist es durchaus besser, dass es nicht zu viele Bände dieser Serie gibt.

In meinen Augen ist die Idee hinter der Welt, wie sie sich einem hier darstellt eigentlich gelungen, denn die ganzen kleinen Maschinen und Erfindungen, was in dieser Steampunk-Welt möglich ist und was sich in Europa und der Welt alles getan hat, dass die Ausgangslage ist, vor der man steht, ist durchaus eine gute Idee, aber die Umsetzung ist ziemlich misslungen.

Zunächst finde ich es sehr ungünstig, dass man direkt in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne dass auch nur ein kleines bisschen an Erklärung folgt. Man wird mit Begriffen wie Naniten, Bugs, Bugger, Bounder, die Horde etc. beworfen und kann sie nicht einordnen und eine Erklärung, nach der man halbwegs versteht was gemeint ist, folgt erst sehr spät in der Geschichte. Das hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch nach den ersten Seiten erstmal wieder weggelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte. Irgendwann habe ich es dann doch wieder zu Hand genommen und ich muss wenigstens sagen, dass ich froh bin, dass es eine Story hat.

Die Handlung wird zum Ende hin zwar immer wilder und für mich unsinniger, weil der Fokus ab einer gewissen Stelle zu sehr auf den Anteil, der wohl romantisch sein soll und das Buch in eine solche Ecke schiebt. Romantic Fantasy, Romantic Thrill etc. sind ja allgemein irgendwie sehr en vouge. Jedoch schafft es das Buch nicht romatisch zu sein, es ist eher eine Mischung zwischen seltsamen Gebaren, eine zweifelhaften Vorstellung der Sexualität, einer mir vollkommen unerklärlichen Wortwahl und am Ende sehr viel Kitsch gepaart mit etwas, das mir unerklärbar bleibt. Aber ehrlich, wenn ein Mann immer nur von "ich vögel dich" in allen Konjugationen spricht, dann ist er weder romantisch, noch finde ich das als Frau anziehend. Dazu kommt noch, dass sein Verhalten teilweise in Richtung Zwang und Vergewaltigung geht und alles eh sehr seltsam ist. Für mich geht das gar nicht.

Alles in allem zwar eine ganz gute Idee, aber eine sehr seltsame Umsetzung, zumal Mina als Charakter zwar nicht unsympathisch ist, aber auch irgendwie ein bisschen seltsam und den Eisernen Herzog habe ich eh nie so wirklich verstanden in seinen Anwandlungen. Er tendierte bei mir eh zwischen neutraler Meinung und einer leichten Unsympathie.


Fazit


Von der Idee her an sich gelungen, aber eine gruselige Umsetzung mit einem sehr eigenartigen Sexualbild und einer ganz schlimmen Wortwahl in diesem Bereich.

Rezension ~ Der Architekt des Sultans

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der Architekt des Sultans
Autor: Elif Shafak
Gebundene Ausgabe: 600 Seiten
Verlag: Kein & Aber
Ersterscheinung: 1. April 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3036957154
ISBN-13: 978-3036957159
Originaltitel: The Architect's Apprentice
Genre: Belletristik


Über die Autorin

Die türkische Schriftstellerin Elif Shafak wurde im Oktober 1971 als Elif Bilgin geboren. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie "Internationale Beziehungen" an der Universität in Ankara, an der sie auch später promovierte. Als Schriftstellerin trat sie 1994 mit der Erzählung "Kem Gözlere Anadolu" in Erscheinung. Ihren großen Durchbruch feierte sie wenige Jahre später mit dem Roman "Spiegel der Stadt", für den sie mit dem Preis des türkischen Schriftstellerverbandes ausgezeichnet wurde. Neben der Schriftstellerei ist Elif Shafak auch politisch engagiert und gilt als Gründungsmitglied der European Council on Foreign Relations. Die Autorin lebt und arbeitet heute abwechselnd in Istanbul und London.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Es ist einfacher, eine Brücke einzureißen, als eine zu bauen.« Istanbul im 16. Jahrhundert. Es ist die Blütezeit des Osmanischen Reichs, die Stadt das wimmelnde Zentrum des Orients, als Jahan auf einem Schiff im Hafen anlegt. Aus dem fernen Indien angereist, führt er einen weißen Elefanten mit sich, ein Geschenk seines Schahs für die Menagerie des Sultanspalasts. So beginnt ein episches Abenteuer, in dem sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Junge plötzlich im Herzen des mächtigen Reichs wiederfindet, inmitten des Prunks und des Reichtums. Ihm begegnen hinterlistige Höflinge, falsche Freunde, Zigeuner, Tierbändiger und die schöne Prinzessin Mihrimah. Doch es ist die Begegnung mit dem Hofarchitekten Sinan dem berühmtesten Baumeister der islamischen Welt , welche Jahans Schicksal für immer verändern wird. Gemeinsam bauen sie Moscheen und Paläste, Mausoleen und Aquädukte, die alle Zeiten überdauern sollen. Doch hinter Jahans neuem Glück lauern Intrigen und Kriege, deren Zerstörungswut größer scheint als alles Bestreben, Neues zu schaffen.


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch sollte man am besten schon vor Beginn des Lesens wissen, worauf man sich einlässt, denn es ist eindeutig keine leichte Lektüre. Es ist in meinen Augen auch keine wirklich spannende Lektüre, sondern eher eine beobachtende. Ab und an hat man Passagen, die es etwas spannender machen, aber vor allen Dingen hatte ich das Gefühl, dass einem diese Welt zu Zeiten Süleymans des Prächtigen näher gebracht werden sollte.

Jahan ist ein Charakter, mit dem ich sehr gut klar gekommen bin, mochte ich doch sehr seine Liebe zu seinem weißen Elefanten, denn die beiden miteinander zu erleben, war etwas an dem Buch, was mir wirklich sehr gefallen hat. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wie es dazu kommen kann, dass ein Elefantenführer und Betreuer für dieses Tier, der zu Beginn noch sehr in diese Tätigkeit eingespannt wirkt, plötzlich die Zeit hat, sich auch noch um den Bau von diverser Architektur zu kümmern, denn irgendwann wird Jahan von Sinan - dem Hofarchitekten Süleymans - ausgebildet. Man erlebt verschiedenste Charaktere, eine unerfüllbare Liebe Jahans, seine Liebe zu seinem Elefanten und der Architektur. Ebenso wie manche Reise, die er im Auftrak Sinans unternimmt, aber auch Kriege, bei denen er samt seines Elefanten unterwegs ist. Man begleitet ihn durch so manchen Machtwechsel und andere Intrigen die am Hof gesponnen werden. Teilweise auch manches, an dem er selbst nicht ganz unschuldig ist.

Alles in allem ist es aber eindeutig eine sehr ruhige, eher epische Geschichte, die nicht uninteressant ist, aber auch nicht leicht zu lesen in meinen Augen. Man muss sich schon sehr darauf einlassen und es ist ein eher etwas schwergängiger Schreibstil, der zwar nicht schlecht, aber doch so ist, dass ich nicht unbedingt durch die Seiten geflogen bin, sondern so lange für das Buch gebraucht habe, wie man im ersten Augenblick denkt, wenn man den dicken Wälzer sieht. Auch wenn die Optik ja doch oftmals auch täuschen kann.

Für mich war es eindeutig mal eine andere Erfahrung dieses Buch zu lesen und wer Geschichten dieser Art mag, wird daran sicher auch seine Freude haben. Ich für mich muss sagen, dass ich solche Geschichten wohl eher nicht zu oft brauche, aber schlecht ist sie bei weitem nicht.


Fazit


Ein Buch, das man nicht einfach mal so nebenbei lesen kann, das eher einen epischen Charakter und eine sehr ruhige Erzählweise hat. Nicht unbedingt mein Fall, aber dadurch noch lange kein schlechtes Buch.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Rezension ~ Kalter Mittwoch

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Kalter Mittwoch
Autor: Garth Nix
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: BasteiLübbe
Ersterscheinung: 14. November 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404206096
ISBN-13: 978-3404206094
Originaltitel: Drowned Wednesday
Genre: Fantasy
Reihe: Die Schlüssel zum Königreich
Band: III


Über den Autor

Garth Nix wurde 1963 in Melbourne geboren. Nach seinem Abschluss an der Universität arbeitete er zunächst in einer Buchhandlun, später als Verleger, Buchhandelsvertreter und Zeitungsredakteur. 1994 verließ er das Verlagsgeschäft und arbeitete in den folgenden drei Jahren als Berater in der Public-Relations- und Marketing-Branche. Im Januar 2002 konnte sich Nix dazu durchringen, sein Leben ausschließlich der Schriftstellerei zu widmen. Er lebt heute gemeinsam mit seiner Frau Anna, einer Verlegerin, und seinem Sohn Thomas in einem Vorort von Sidney, direkt am Meer.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im Krankenhaus findet Arthur Penhaligon eine seltsame Karte unter der Bettdecke. Es ist eine Einladung: Die geheimnisvolle Lady Mittwoch bittet ihn zu einem Mittagsmahl mit siebzehn Gängen. Und schon steckt Arthur mitten im nächsten Abenteuer, bei dem er Piraten, tosenden Stürmen und einem riesigen Geschöpf trotzen muss, das angeblich alles frisst, was ihm in die Quere kommt. Eines steht fest: Arthur muss den dritten von insgesamt sieben Schlüsseln finden - nicht nur für sich selbst, sondern für die unzähligen Menschen seiner Welt, die Schlimmes erleiden müssen, falls er versagt.


Rezension/Meinung

Der dritte Band der Reihe um Arthur Penhalgion und die Schlüssel zum Königreich und eindeutig einer, der anders ist, als seine beiden Vorgänger, was wohl an Kalter Mittwoch liegt. Mittwoch ist ein bisschen anders, als die beiden Wochentage zuvor, denn auch wenn Montag nicht der enthuiastischste war und Dienstag doch ein ziemlich übler Gesell, ist Mittwoch irgendwie so ganz anders. Zu tief kann ich da nicht in die Analyse gehen, da ich dann wohl ein bisschen zu viel über diesen Band verraten würde.

Wie auch schon die anderen Bände um Arthur und seine Reise durch das Haus, um die Schlüssel zu erlangen und die bösen Treuhänder, die sich nach Wochentage benannt haben, zu besiegen, ist dieser Band wieder mit einigen sehr humorvollen Stellen gespickt, dabei aber auch wieder sehr spannend und interessant. Allein schon da die Grenzsee im Haus wieder ein ganz besonderer Ort ist, genau, wie sich eigentlich alle Orte im Haus durch sehr spezielle Eigenschaften auszeichnen.

Anders, als in den ersten beiden Bänden wird diesmal jedoch nicht nur Arthur ins Haus befördert, sondern mit Blatt, einer Freundin, noch ein weiterer Mensch. Im Verlauf der Erlebnisse in der Grenzsee lernt man noch einige Charakter, wie Dr. Scramendos kennen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie noch eine etwas größere Rolle bei allem spielen könnten und ich muss ehrlich sagen, das Vermächtnis wird mit jedem Band ein wenig anstrengender. Dabei sind aber einige der Geschöpfe, die auftauchen wieder einfach nur genial, wie die erhobenen Ratten, die vom Pfeifer in das Haus gebracht wurden.

Die Grenzsee ist auf jeden Fall ein Handlungsort, den ich genial ausgearbeitet finde und vor allen Dingen auch Lady Mittwoch ist ein richtig interessanter Charakter. Besonders einige ihrer Handlungen zum Ende dieses Bandes hin haben mich sehr fasziniert und teilweise auch arg überrascht.

Ich muss ehrlich sagen, dass es sich sehr lohnt diese Reihe zu lesen und ich richtig Spaß mit ihr habe.



Fazit

Genialer dritter Band der Reihe um die Schlüssel zum Königreich, bei dem mich vor allen Dingen auch die Treuhänderin Lady Mittwoch sehr überrascht hat.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Rezension ~ Die Beutelschneiderin

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Beutelschneiderin
Autor: Helga Glaesener
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 27. Februar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351019
ISBN-13: 978-3471351017
Genre: Historischer Roman



Über die Autorin

Helga Glaesener wurde im November 1955 in Oldenburg, Niedersachsen als eines von sechs Geschwistern geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1975 Mathematik und Informatik. Mit dem Schreiben begann sie erst nach ihrem Umzug nach Ostfriesland 1989 und veröffentlichte ihr Debüt »Die Safranhändlerin« nach einigen Rückschlägen mit vorangegangenen Manuskripten 1996. Ihr Werk umfasst sowohl historische Romane, als auch Kriminalromane und Fantasyromane. Seit 2009 schreibt sie unter dem Pseudonym »Tomke Schriever« Kriminalromane. Seit 2010 lebt sie zusammen mit ihrem Mann und fünf Kindern wieder in Oldenburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nürnberg, 1522: Die Gaunerin Cressi Nabholz kennt jeden Trick. Als Junge verkleidet, stiehlt sie sich munter durch Nürnbergs Gassen und träumt doch von einem besseren Leben. Bis man sie auf frischer Tat ertappt. Bei der Gerichtsverhandlung wird der junge Geistliche David auf Cressi aufmerksam. Er fasst sich ein Herz und rettet sie durch eine Lüge. Von diesem Tag an kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Ihr Schicksal scheint auf verhängnisvolle Weise miteinander verwoben zu sein …


Rezension/Meinung

Für alle, die den Titel eventuell ein bisschen verwirrend finden, da sie dem mittelalterlichen Sprachgebrauch nicht so nahe stehen, es handelt sich bei einer Beutelschneiderin bzw. einem Beutelschneider um einen Taschendieb, nicht um eine Person, die Beutel schneidert.

Was mir sehr gefallen hat, ist diese Kombination aus Krimi und historischem Roman, die sich in diesem Buch bietet, da ich selbst einfach sehr gern Krimis lese und zudem auch noch die Geschichte interessant finde. Dabei ist es hier einfach zu gut kombiniert, dass man einen großen Spannungsbogen über das Buch hinweg hat und die Dinge, die noch so alle rund um die titelgebende Beutelschneiderin Cressi und den Geistlichen David, der ihr zur Rettung wird, geschieht und zudem viel zu den Missständen und allgemeinen Begebenheiten dieser Zeit erfährt. Gerade auch die Zeit um 1522, während der Bauernkriege ist eine, von der ich bisher seltener gelesen habe, bzw. bei der nie so direkt darauf hingewiesen wurde, die ich aber auch sehr spannend von der allgemeinen Ausgangslage her empfinde. Von daher hat das Buch einfach schon viele Punkte, die es für mich sehr interessant und auch spannend machen.

Zudem lebt die Geschichte auch einfach davon, dass Cressi und David zwar zwei sehr unterschiedliche, mir aber sympathische Charaktere sind. Vor allen Dingen auch Cressi ist einfach sehr authentisch. Ich kann einfach alle ihre Handlungen und Gedankengänge so gut nachvollziehen und wenn man bedenkt, wei schwer das Leben damals teilweise ist und was ihr so alles widerfährt, muss man schon sagen, dass sie auch ein Charakter ist, den man ziemlich bewundern kann.

Für mich ein wirklich gelungener Roman, der beim Lesen viel Spaß macht, bei dem man noch einiges über die Zeit um 1522 rund um Nürnberg lernen kann und der zudem wirklich spannend ist und auch, wenn man sich manchmal ein wenig wundert, was für Handlungen mancher Charakter da durchführt, da man zunächst den Sinn und Zweck nicht direkt erkennen kann, macht am Ende alles Sinn, ist logisch nachvollziehbar und man lernt immer mehr zu verstehen, welche Motive hinter einzelnen Handlungen stehen.


Fazit


Ein sehr gelungener historischer Roman, mit spannendem Krimianteil und einer sehr sympathischen Protagonistin.

Samstag, 10. Dezember 2016

Rezension ~ Wie zwei Inseln im Meer

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Wie zwei Inseln im Merr
Autor: Susan Mallery
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins
Ersterscheinung: 15. August 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959670362
ISBN-13: 978-3959670364
Originaltitel: Barefoot Season (Blackberry Island 1)
Genre: Belletristik


 

Über die Autorin

New York Times-Bestsellerautorin Susan Mallery wird von den Kritikern als mitreißende Autorin gefeiert und unterhält mit ihren witzigen, emotionalen Romanen über Frauen und ihre Beziehungen Millionen von Leserinnen auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem unerschrockenen Zwergpudel in Seattle, wo das Wetter zwar nicht gut, der Kaffee dafür aber umso besser ist.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie waren die besten Freundinnen, bis ein Verrat sie auseinanderriss. Michelle verließ die idyllische Heimatinsel, Carly blieb – mit dem Mann, den eigentlich Michelle liebte. Nach zehn Jahren führt ein Erbe Michelle zurück. Als sie das in Schwierigkeit steckende Hotel Blackberry Island Inn betritt, das ihr Vater ihr vermacht hat, steht sie unerwartet Carly gegenüber. Nur mit Carlys Hilfe, deren Leben inzwischen eng mit dem Inn verwoben ist, kann Michelle den Familienbetrieb retten. Aber können die beiden Frauen nach all den tiefen Wunden an einem Strang ziehen?

„Vielschichtig und bewegend, intensiv und so mitreißend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann!“ Publishers Weekly „Alles über die heilende Kraft einer Freundschaft.“ Library Journal


Rezension/Meinung

Bisher kannte ich von Susan Mallery hauptsächlich die »Fools Gold«-Reihe und muss gestehen, dass diese so gar nicht meinem Geschmack entspricht. Jedoch hatte ich gehört, dass dieser Roman vom Stil her doch ein ganz anderer sein soll und dadurch entschied ich, dass ich es nochmal mit der Autorin versuchen würde.

Diese Entscheidung bereue ich jetzt im Nachhinein nicht, denn Susan Mallery kann wirklich auch gute Bücher schreiben, die nicht nur albern und vollkommen an den Haaren herbeigezogen sind, denn dieses Drama hier ist einfach nur schön geworden. So ganz habe ich zwar zu Beginn nicht verstanden, was das genaue Problem von Michelle mit Carly ist, hat ja eigentlich Michelle Carly mit deren Verlobten betrogen und umgekehrt, aber da das, wie man schnell merkt nicht das einzige Problem zwischen den beiden Frauen und vor allen Dingen vom Roman im Allgemeinen ist, hat mich das nicht weiter gestört, bzw. habe ich es einfach hingenommen, dass die Menschen manchmal seltsame Gedankengänge haben. Der Inn, den die beiden Frauen zusammen betreiben und auch die Insel auf der er liegt, sind so schön beschrieben, dass ich auch gern mal dort zu Besuch wäre. Ich glaube, es würde mir da gefallen, es wirkt alles so idyllisch.

Die Probleme Michelles sich wieder in das normale Leben einzugewöhnen, vor allen Dingen mit der Verletzung und der Situation, aus der diese entstanden ist, heraus, sind einfach toll beschrieben und ich finde es sehr plastisch, wie wenig sie mit lauten Geräuschen klar kommt, die sie an Explosionen erinnern etc. Auch, dass sie gewisse Wege sucht, um mit allem klar zu kommen, die vielleicht nicht die besten, aber einfachsten sind. Ich finde die ganze Szene einfach sehr realistisch und vor allen Dingen auch emotional stimmig erzählt. Ebenso, auch alles rund um den Inn und wie sie diesen versuchen zu retten, da sie ja kurz vor etwas wie der Insolvenz stehen. Wie Carly und Michelle sich dann immer wieder annähern müssen, auch Carlys Tochter Gabby eine wichttige Rolle spielt und weitere Charakter mieser oder sympathischer Natur auftauchen und eine Rolle spielen, ist einfach so angenehm harmonisch gelöst, dass es Spaß macht das Buch zu lesen.

Vor allen Dingen auch das Ende finde ich sehr gelungen und auch den Weg dort hin. Es ist einfach ein wundervoll lockeres Buch mit trotzdem einigem an Tiefgang, das mir ganz viel Spaß gemacht hat und mir zeigen konnte, dass Susan Mallery doch auch gute Bücher schreiben kann, wenn sie nur etwas ernster und realistischer sind als ihre bekannteste Serie.


Fazit


Susan Mallery hat mich mit diesem Roman wirklich überrascht, da ich ein so ernstes Werk, das mit auch wirklich zusagt, von ihr nicht mehr erwartet hätte, nachdem ich es mit der »Fools Gold«-Reihe versucht hatte.

Rezension ~ Das Paket

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Droemer HC
Ersterscheinung: 26. Oktober 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199203
ISBN-13: 978-3426199206
Genre: (Psycho) Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek!

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ... 


Rezension/Meinung

Die letzten beiden Thriller, die von Sebastian Fitzek erschienen sind, waren in meinen Augen nicht so gut, wie einige ältere Werke von ihm. »Das Paket« jedoch reiht sich eher wieder bei den älteren Werken ein und ist für mich wieder deutlich gelungener.

Allein schon den Prolog von »Das Paket« finde ich einfach sehr interessant, auch wenn man lange nicht direkt sagen kann, was dieser Part wirklich mit der restlichen Handlung zu tun hat, auch wenn es einem ein wenig die Persönlichkeit der Protagonistin als Kind näher bringt und man selbst als Leser auch in gewissen Dingen einen Verdacht hegen kann.

Später dann finde ich es, auch gerade trotz der wenigen Seiten, sehr gekonnt gemacht, wie man die Verwandlung Emmas, von einer eher taffen Frau zu der verängstigten und unsicheren Person erlebt, die sie durch ihr Erlebnis im Hotel wird. Spannend dabei, schon kurz nach dieser Begebenheit und diverser Dinge über Emma, die man auch direkt durch ihre Gedankenwelt erfährt, beginnt man sich zu fragen, was ist Einbildung, was ist Wahrheit. Für einen Psychothriller immer sehr gelungen, wenn man sich auch als Leser nie so richtig sicher sein kann, ob die Dinge nur in der Vorstellung bzw. Phantasie eines Charakters so vorgekommen sind oder ob sie tatsächlich real sind. Noch eindrücklicher wäre es wohl gewesen, wenn der Thriller auch aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt würde, denn dann kann man als Leser meist noch weniger Wahn und Wirklichkeit auseinander halten, aber auch so schon ist es sehr gelungen. Vor allen Dingen auch, wie Emma sich dann zu gewissen Zeiten überwinden muss, über ihren eigenen Schatten zu springen bzw. ihre Angst zu besiegen.

Für mich ein sehr gelungener Thriller, der so einige interessante Wendungen macht, bei dem ich mir aber grundsätzlich durch eine Sache sehr früh einer gewissen Vermutung bewusst war, die zumindest Emma selbst betroffen hat. Zu Ermitteln, ob es einen Täter gab und falls ja, wer dieser sein könnte, fiel mir dabei schon deutlich schwerer. Von daher, durchaus gelungen, auch wenn mancher Zaunpfahl etwas kleiner hätte sein dürfen.

Ebenfalls erwähnenswert finde ich das Cover, bzw. die allgemeine Aufmachung des Buches, die ich in Kombination mit dem Titel einfach nur genial finde!


Fazit


Seit langem wieder das beste Buch von Sebastian Fitzek, das durchaus an seine älteren Werke heran kommt, die ich besonders gelung empfinde.

Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension ~ Im Wald

Allgemeine Informationen zum Roman 

Titel: Im Wald
Autor: Nele Neuhaus
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 14. Oktober 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550080557
ISBN-13: 978-3550080555
Genre: Krimi
Reihe: Taunuskrimi
Band: VIII


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe acht Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?


Rezension/Meinung

Der mittlerweile achte Band der Taunus-Krimi Reihe von Nele Neuhaus rund um Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff, die ab diesem Band ihren neuen Nachnamen Sander trägt, den sie durch die Heirat mit dem Direktor vom Opelzoo Christoph Sander erworben hat. Für mich auf den ersten Seiten erhrlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, dass Pia nun Sander heißt, aber daran habe ich mich dann doch schneller gewöhnt, als zunächst vermutet.

Insgesamt ist dieser achte Band in meinen Augen einer der besten Teile der Reihe, wenn nicht sogar der Beste, auch wenn es der wohl zunächst letzte mit einem Oliver von Bodenstein als Ermittler ist und das, wo man in diesem Band viel mehr über ihn, seine Persönlichkeit, seine Kindheit etc. erfährt, als in alle anderen Bänden zusammen. Für mich sehr schade, dass Oliver von Bodenstein eine Auszeit vom Dienst nehmen wird, aber ich hoffe ja, dass es vielleicht nur einen Band lang sein wird.

Der Ermittlungen, ausgelöst durch den Mord auf dem Campingplatz, bei dem einer aus dem Ort zu Tode kommt, den Oliver von Bodenstein schon aus seiner Kindheit und Schulzeit kennt und der dazu führt, dass das spurlose Verschwinden von Olivers von Bodensteins Kindheitsfreund Artur im Jahr 1972 wieder aufgerollt wird, da einige Indizien darauf hinweisen, dass die Fälle zusammen hängen könnten. Was man dann so alles über die Leute im Dorf und die Eigendynamik, die solche dörflichen Gemeinschaften entwickeln können erfährt und welche Blüten diese treiben kann, finde ich extrem spannend und interessant und hat mich richtig gefesselt beim Lesen. Zumal auch die Situation von Oliver von Bodenstein eine solche besondere ist, da er wirklich stark damit zu kämpfen hat, dass nicht immer alles so stimmt, was er so alles über gewisse Personen denkt etc. Besonders diesen Zwiespalt in dem er sich dadurch befindet, die Ermittlungen möglichst klar und objektiv zu sehen und sich nicht davon beeinflussen zu lassen, was er über die Menschen zu wissen glaubt, ist dabei einfach klasse heraus gearbeitet. Ebenso, wie Pia damit umgehen muss, dass ihr Chef dem Fall eigentlich schon ein bisschen zu nah ist.

Für mich ehrlich einer der besten Bände von Nele Neuhaus, der mir richtig viel Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn es allgemein eher ein ruhiger Krimi mit sehr vielen Informationen ist, die gesammelt werden und weniger einer, der sehr temporeich ist.


Fazit


In meinen Augen einer der beiden Bände der Reihe und ein richtig gelungener Krimi, der eher einen ruhigeren Anklang hat, aber trotzdem spannend ist.

Rezension ~ Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken
Autor: Jenny Milchman
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287557
ISBN-13: 978-3548287553
Originaltitel: As Night Falls
Genre: Thriller


Über die Autorin

Bereits im Alter von zwei Jahren, während andere Kinder gerade das Sprechen in ganzen Sätzen lernen, diktierte Jenny Milchman ihrer Mutter Geschichten, die diese für sie aufschreiben musste. Mit fünf war ihr dann vollkommen klar, dass sie später einmal Schriftstellerin werden möchte. Um jedoch ein sicheres Standbein neben dem Schreiben zu haben, studierte sie Psychologie. Den Wunsch, Autorin zu werden, hegte sie jedoch weiterhin und 2013 wurde ihr Traum mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans "Cover of Snow" Realität. Mittlerweile sind weitere zwei Bücher von Jenny Milchman erschienen, die ebenfalls in das Thriller-Genre fallen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Denk nicht, du hast alles hinter dir gelassen
 
Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer ― und wollte ihn um jeden Preis vergessen.


Rezension/Meinung

Wirkt der Thriller auf den ersten Seiten noch richtig spannend und interessant, verliert er spätestens ab dem ersten Rückblick, der in die Vergangenheit geht, für mich deutlich an Spannung. Ab diesem Punkt ist einfach zu viel schon zu durchschaubar klar, so dass viele Aspekte einfach nicht mehr die Wirkung hätten, als würde man genau so im Dunklen tappen, wie mancher der Charaktere.

Die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern rund um Sandra, Ivy, Ben und auch und Mac ist toll beschrieben und gefällt mir auch sehr gut. Besonders die nicht ganz klare Haltung die Ivy als pubatäre Teenie-Tochter zu ihrer Mutter hat. Gerade die Probleme, die in dieser Phase entstehen und in dieser Extremsituation auch immer mal wieder zu Tage treten, weil Ivy nicht weiß, wie sie mit manchen Dingen umgehen soll, ist verdammt interessant. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, was damals so abgelaufen ist und was vor allen Dingen der Charakter Barbara damals so für eine seltsame Gedankenwelt entwickelt hat, ist schon erhlich immer noch interessant, aber trotzdem zieht es sich, weil die Charaktere teilweise so lange brauchen.

Die Beziehung zwischen Nick und Harlan gefällt mir auch sehr gut, besonders da Harlan ein sehr interessanter Charakter ist mit seiner kindlichen, naiven Loyalität, die aus seiner sehr tumben Art resultiert. Harlan ist einer der für mich interessantesten Charaktere. Was so alles rund um die Geiselnahme von Sandra und Ivy passiert, ist in vielen Teilen ein wenig verrückt und ich habe mich manchmal erhlich gefragt, warum manches so kommen musste und auch wirklich für die Geschichte so viele Seiten benötigt wurden. Uninteressant ist sie nicht, aber ich war meist froh, wenn mal wieder ein Rückblick in die Vergangenheit zu Barbara stattfindet, da diese Handlung doch interessanter und spannender ist, als die rund um die Geiselnahme.

Zum Ende hin nimmt der Thriller noch einmal ein wenig Fahrt auf und es wird etwas spannender, auch wenn es das nicht mehr so ganz herausreißen kann, dass teilweise irgendwie gefühlt zu wenig passiert und man das mitunter interessanteste schon sehr früh erkennen kann.


Fazit


Gute Idee, aber einer der springenden Punkte, um die Spannung höher zu halten, ist zu früh klar, so dass diese einfach sehr schnell an Höhe verliert.